wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
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14.03.2017

Kinoabend: Jackie

What was real, what was performance? 

Jackie Kennedy, oder Jackie O wie sie später, in ihrer zweiten Ehe mit dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis, genannt wurde, begleitet mich zirka seit 15 Jahren. In der Schulzeit beschäftigte ich mich intensiv mit der mystifizierten Geschichte rund um den Kennedy Clan. Um die vielen Anekdoten, die in Büchern, im Web und in Magazinen, zur gelenkten Darstellung einer faszinierenden Familiengeschichte beitragen. Mit Natalie Portman's Inszenierung der Präsidentenwitwe fügen die Hollywoodschreiberlinge eindeutig ein neues Segment zum Mythos Jackie Kennedy hinzu.

Film Still, Jackie © TOBIS

"Viele Leute glauben tatsächlich, sie haben eine Vorstellung davon, wer meine Mutter war. In Wirklichkeit aber haben sie nicht die Spur einer Ahnung von ihr." 

Caroline Kennedy

Vor dem Ansehen des Films Jackie, für den Natalie Portman nach Black Swan zum zweiten Mal als beste Hauptdarstellerin für die Oscars nominiert wurde, empfehle ich diverse Einblicke in die popkulturelle Aufarbeitung des Kennedy-Mythos. Die gewollte Vermischung zwischen Realität und Beschönigung, die schon zu Lebzeiten des Clans praktiziert wurde, erkennst du am besten in verschiedenen Medien. Ans Herz lege ich jedem das Buch, herausgegeben von Jackie Kennedy, das auch als Vorlage zum Film dient: Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy. Sechs einhalb Stunden gewährt Jackie dem Journalisten Arthur M. Schlesinger direkte, intensive Einblicke in ihr Leben als Präsidentengattin und Frau des vermeintlich präsentierten Selfmade-President.

Was ich an Jackie so mag: 

Natalie Portman / Jackie Kennedy © Generic Medium 

  • Der Wandel des Charakters: ganz ehrlich, Natalie Portman inszeniert die reale Person so getreu den Aufzeichnungen, das sie vorerst unsympathisch erscheint. Darauf baut sich der gesamte Film auf. Wie wird aus Mitleid, Sympathieverlust und Arroganz eine Person, die für die Zuseher dennoch spannend bleibt? 
  • Gänsehautfaktor durch Musik. Ich bin anfällig für gute Filmmusik und merke immer, wie sie eingesetzt wird, Spannungsmomente erzeugt oder ganz einfach untermalend. Besonders eigen sind Filme, die mit wenig Musik auskommen. 
  • Feiner Cast: das Team ist großartig. Natalie Portman würde ohne den (gespielt) unsicheren, aber fordernden Journalisten (Billie Crudup) in ihrer Rolle nicht so brillieren. Jack, John F. Kennedy, und sein Bruder Bobby, Robert, wurden hervorragend ausgewählt: Caspar Phillipson ist dem Präsidenten aus dem Gesicht geschnitten, Peter Sarsgaard erzählt zwischen stoischer Ruhe und aggressiver Angespanntheit die Position des Bruders... 
  • Die Weitwinkeleinstellung im Wechsel mit Close Ups auf die emotionsgeladenen Gesichter der SchauspielerInnen. Kameraführung und Sequenzen: Top! 

Ein weiterer Tipp die Kennedys aus einer anderen, diversen Perspektive kennen zu lernen: The Kennedys von 2011 als Mini-Series produziert.




Nächster Kinoabend: Neo Rauch. Gefährten und Begleiter.

04.03.2017

Kinoabend: Wilde Maus

Unsere Jugend wird dahin sein...

Mit Josef Haders Kabarettprogrammen bin ich aufgewachsen. Ich kann mich erinnern, dass ich in der Bühne im Hof, ganz zu Beginn von Hader muss weg in der ersten Reihe saß und begeistert war von der Vielschichtigkeit seiner Charaktere, in die er skurriler Weise immer schneller und unaufhaltsamer schlüpfte. Aber Kabarett ist nicht alles. War es in der Laufbahn des gebürtigen Oberösterreichers nie. Film, also.



Ich bekenne mich zum Hader-Fan. Nach Indien, den Wolf-Haas-Verfilmungen und dem grotesken Pathologie-Zweiteiler, in denen Hader die Hauptrollen spielte, also Wilde Maus. Diesmal steht er nicht nur nackt, mit und ohne Haube und zersprungenen Brillengläsern vor der Kamera, sondern hat die Zügel auch als Regisseur und Drehbuchautor in der Hand. Die Rolle des exzentrisch-verbitterten, knallharten Musikkritikers Georg verleibt sich der Schauspieler ein. Hader wird zu Georg oder vice versa. Zumindest ich als Zuseherin nehme dies wahr.

© Filmladen


Humor zum Schießen! 

Als harte Verfechterin des dunklen, ostösterreichischen Humors, des Jammerns und unaufhörlich ungut Seins, ist Wilde Maus genau meine Wellenlänge von Witz. Die skurrile, und dennoch realistische Situation des Mitfünfzigers, der gekündigt wird und zum gnadenlosen Grenzgänger der Überschreitungen wird, ist absolut nachvollziehbar. Ich sympathisiere mit dem Hauptdarsteller. Der Chef ist ein Arsch. Selbst als Georg in letzter Verzweiflung und absoluter Unzufriedenheit mit Waffen hantiert... aber zu viel will ich nicht verraten. 

Spannend finde ich, dass vieles ungeklärt bleibt. Die ersten Affekthandlungen sind nachvollziehbar, weiters werde ich als Zuseherin nur bedingt über das emotionale Innenleben des Hauptdarstellers aufgeklärt. Unreflektiert handelt er, unreflektiert sieht man zu. Auch das macht den Film so lebensnah und realistisch. 

Grenzgänger der Gesellschaft

Pia Hierzegger und Georg Friedrich in den Rollen, die Georg am nächsten sind - Frau und Freund - stellen selbst Personen am Rande des Abgrunds dar. Sie, die ein Kind will, aber schon zu alt ist. Er, der keine gesellschaftlichen Vorschriften einhält. Und im Fokus: die wilde Maus. Die Vergnügungsbahn im Wiener Prater, wo einige windige Geschichte ablaufen. 

Ein Beitrag geteilt von BILDERBUCH (@bilderbuchmusik) am


Heißer Tipp I: unbedingt bald anschauen! 
Heißer Tipp II: Filmmusik von Wilde Maus


Ein Beitrag geteilt von Nikolaij Janocha (@nikolaijjanocha) am


Nächster Kinoabend: Jackie

02.12.2016

Eager Egon: #SchieleSchauen in Krems

EGON SCHIELE - Tod und Mädchen © Thimfilm
Egon Schiele lebte und wirkte bekannterweise in Niederösterreich. Er ist einer der wichtigsten österreichischen Figuren der modernen Kunstgeschichte. Ein Vordenker. Ein Querulant. Ein Getriebener. Einige seiner wichtigsten Arbeiten ziehen ins neue Museum, in die Landesgalerie Niederösterreich, die im Frühjahr 2018 eröffnen wird.

Egon und die Wachau


In einigen Studien, in Zeichnungen und herrlich progressiven Malereien bespricht Egon die Kulturerberegion Wachau, die hübschen Städte Krems und Stein und teilt bis heute seine gezeichneten Ansichten mit uns. Dort, wo sanfte Hügel auf unwegsam, karges Gestein treffen, wo mittelalterliche Bausubstanz mit zeitgenössischer Architektur fusioniert werden. In Vorbereitung auf die Originale kann ich den Film EGON SCHIELE - Tod und Mädchen sehr empfehlen. Der von Noah Saavedra gespielte Künstler blickt auf ein kurzes, aber sehr umtriebiges Leben zurück, bevor er mit nur 28 Jahren verstarb.

Egon im Film

Sehr einprägend spielt Valerie Pachner die Liebe des Lebens: Wally. Mich begeistert der authentische niederösterreichische Akzent, der die Szenerie ins richtige Licht rückt. Mit Lebenslust, Elan und einer kindlichen Freude am Dasein wirkt die soziale Wally als Egons Dreh- und Angelpunkt. Sie gibt ihm Boden unter den Füssen, inspiriert ihn und bringt ihn zum Lachen. Dass sie dennoch als beste Freundin und Seelenverwandte nicht seine Ehepartnerin wird, ist schmerzhaft mit an zu sehen. 



Am 3., 8. und 11. Dezember bietet das Kino im Kesselhaus abermals die Chance den träumerischen Film zu sehen, der in eine andere Welt entführt. 







21.07.2016

Fünf Dinge, die ich mir von Peggy Guggenheims Leben abschaue

Peggy Guggenheim auf den Stufen des Griechischen Pavillons, in dem sie ihre Sammlung während der 24. Biennale in Venedig im Jahr 1948 ausstellte. In der Hand hält sie ein Gemälde ihrer Tochter Pegeen Vail (Interior, 1945). © Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada
Peggy Guggenheim auf den Stufen des Griechischen Pavillons, in dem sie ihre Sammlung während der 24. Biennale in Venedig im Jahr 1948 ausstellte. In der Hand hält sie ein Gemälde ihrer Tochter Pegeen Vail (Interior, 1945).
© Roloff Beny / Courtesy of National Archives of
Canada
Sei du selbst!
Tu so, als gebe es kein Morgen
Kommunikation über alles
Folge deiner Intuition
... don’t give a shit!

Sei du selbst! 

Die neueste Doku über Peggy Guggenheim (Peggy Guggenheim - Ein Leben für die Kunst), die exzentrische Kunstsammlerin des 20. Jahrhunderts, geht auf ein wiederentdecktes und noch nie verwendetes Interview zurück, das die bereits 90-Jährige über ihr Leben reflektieren lässt. Wahrscheinlich ganz unvermittelt, glaubt PG an sich selbst. Sie ist davon überzeugt, dass jede Entscheidung ihren Grund und ihren Fortsatz hat. Ich bewundere Menschen, die mit Selbstbewusstsein ihrem Leben gegenüber entscheiden, sich verändern und in Abenteuer begeben.

Roloff Beny fotografierte Peggy Guggenheim auf der Biennale in Venedig durch die Skulptur Developable Surface des Künstlers Antoine Pevsner hindurch. © Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada
Roloff Beny fotografierte Peggy Guggenheim auf der Biennale in Venedig durch die Skulptur Developable Surface des Künstlers Antoine Pevsner hindurch.
© Roloff Beny / Courtesy of National Archives of
Canada

Tu so, als gebe es kein Morgen

PG war keine reiche Frau, zumindest zu Beginn ihrer Karriere als Netzwerkerin stand die Dame mit dem klingenden Namen (ihr Onkel war Solomon Guggenheim, der das Guggenheim in New York initiierte) ziemlich karg da. Aber das störte die junge Frau nicht, denn sie tat das, was viele wohl nicht getan hätten: sie investierte in ihre Freundschaften, umgab sich mit Künstlern und entdeckte mit viel Feingefühl neue. Sie erschuf Trends und war als klares Anti-Sexsymbol ein Konterpart zum gängigen Schönheitsideal. Meiner Meinung nach, lebte die Frau im Hier und Jetzt. Vielleicht hatte sie eine Idee, wie der morgige Tag aussehen sollte, entschied sich aber eindeutig klar für heute.

Kommunikation über alles

Jackson Pollock, Salvador Dalí, Luis Buñuel, Willem de Kooning – egal ob Vertreter des abstrakten Expressionismus, des Dadaismus oder einer anderen –ismus Strömung des frühen 20. Jahrhunderts: PG hatte auf jeden Fall ihre Finger im Spiel. Du auf Du mit den großen Erneuerern der Avantgarde, mit Picasso und Konsorten, ihr Lebensstil – „Ich hatte mit jedem eine Affäre.“ – ließ ein ständiges im Kontaktsein mit Literaten, Künstlern und Musikern zu. Quasi gegenseitige Befruchtung,... durch (tiefgehende) Kommunikation. Ich werfe PG vor, dass sie sich zu sehr um die Menschen hinter den Kunstwerken kümmerte, gleichzeitig verschuf ihr dieses enge Netzwerk einen unglaublichen Einblick in die Sphäre der Kulturschaffenden.

Folge deiner Intuition

Zusammenhängend mit all den anderen Punkten, die ich mir von der guten Frau Guggenheim abschauen möchte, liegt auf der Hand, dass ihr Instinkt ganz gut funktionierte. Sie wusste genau in welcher Situation sie was sagen musste, wen sie wie behandelte und wohin sie als nächstes strebte. Vielleicht stimmt Punkt Nr. 2 doch nicht ganz so, sondern der große Plan war im Kopf durchaus verankert. Oder aber, so mutmaße ich, ein Quäntchen Glück, Skrupellosigkeit und ein Hang zur Dramatik verhalfen PG zu ihrem Erfolg. Und da wäre noch die weibliche Intuition, die ich ihr nun andichte. Eng mit der Szene verbunden zu sein, bedarf ein gewisses Geschick, ein Einhalten von Regeln und seiner Position, die eingenommen wurde. Trotz den künstlerischen Freigeistern werden (nach wie vor) gerne traditionelle Rollen verteilt. Maler – Muse, Lehrer – Schülerin, Kunst – Inspiration. Die Frau als Objekt der Begierde, als passives, (eindeutig) weiblich-konnotiertes Modell steht dem zu begehrenden, betrachtenden Künstler gegenüber. Jener, der den Ton angibt.

... don't give a shit! 

Braucht es dafür eine Erklärung. PG tat was sie tat. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit denen hatte sie aufgrund der harten Geschichte sowieso zu kämpfen. Verlust, Tragik und ein erfülltes Leben stehen gerade bei der 2006 verstorbenen Dame nahe beieinander.
Plakat zum Film PEGGY GUGGENHEIM Ein Leben für die Kunst
Plakat zum Film PEGGY GUGGENHEIM Ein Leben für die Kunst

I took advice from none but the best. I listened, how I listened! That's how I finally became my own expert.
(Peggy Guggenheim)


Bilddateien über filmpressekit.de

24.08.2014

Die Sommerpause ist vorbei!

September ist Kinozeit

Filme, die ich sehen muss

Das Kino im Kesselhaus macht seine Kino-Tore wieder auf. Nach der wohlverdienten Pause im August warten wieder schöne, nachdenkliche, lustige, anregende und kreative Filme auf die Kinonarrischen unter uns. 

Folgenden Filmen werde ich einfach nicht auskommen können:

EYJAFAJALLAJÖKULL (5.-7. September)

Nachdem ich selbst "Opfer" der über Europa ziehenden Aschewolke war und mein Flug im April 2010 von Dublin nach Wien gestrichen wurde, liegt mir der isländische Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen am Herzen. Dany Boon und Valérie Bonneton spielen ein seit 20 Jahren geschiedenes, ungleiches Paar, das auf Grund des (unaussprechlichen) Vulkans in ein Auto gepfercht einige Probleme zu überwinden haben. Der etwas andere Roadtrip...
Französische Komödie, die mit bitterbösen Wortwitz auskommt!


BOYHOOD (5.-7. September)

Slow filming steht bei Richard Linklater und seinem Cast im Vordergrund. Zwölf Jahre lang begleitete er Ellar Coltrane um seine Entwicklung vom kleinen, nachdenklichen Jungen zum jungen Erwachsenen. Gemeinsam mit einem Traumteam (die Eltern spielen Particia Arquette und Ethan Hawke) bricht Linklater mit den Kinokonventionen: Flash Forwards sind ganz echt und nicht von anderen Schauspielern gestellt. Das Drama rund um Mason Evans, Jr. zeigt, wie sehr eine Persönlichkeit wächst und sich verändert und wie schön (schnell), reale Zeit vergehen kann.


DIE KARTE MEINER TRÄUME (18.-21. September)

Im Standard las ich vor wenigen Wochen ein wirklich inspirierendes Interview mit dem Filmemacher und Geschichtenerzähler Jean-Pierre Jeunet, der nach "Die fabelhafte Welt der Amelie" ein weiteres Kunstwerk der Filmgeschichte in die Kinos bringt. T.S. Spivet lebt in einer Familie, die ungewöhnlicher nicht sein könnte. Der Ruf nach Washington D.C. ermutigt den Jungen zu einem waghalsigen Trip während dem er Menschen kennen lernt, die einem Märchen entspringen könnten. "Die Karte meiner Träume" ist ein Film für jeden und jede, die genau wie T.S. Spivet an Träume glaubt und an das Verwirklichen dieser.

"Ich denke, um seine Träume zu verwirklichen, gibt es kein richtiges Alter - aber der Zeitpunkt ist immer der richtige." 

(Jean-Pierre Jeunet) 


DAS GROSSE MUSEUM (17. September)

Als Kunsthistorikerin MUSS ich diesen Film ganz einfach sehen. Das Kunsthistorische Museum Wien steht im Mittelpunkt, und somit Hauptdarsteller der Dokumentation. Dabei spielen die verschiedenen Handlungen in dem Haus, das so viele Schätze birgt ebenso wichtige Rollen: die Restauratorin, die den Rubens-Gemälden auf der Spur ist oder die Dame vom Publikumsdienst, die sich nicht integriert genug fühlt. Es sind die kleinen Geschichten der Menschen, die das historische Gebäude beleben. Es lebt, es hat gelebt und es wird weiterleben: herrlich, um sich fallen zu lassen und zu träumen...

12.05.2014

„If home is where my heart is then I'll be homesick forever"

Große Gedanken 

aus dem musikalischen Tagebuch von Irmie Vesselsky 


Cover "The Key"
© Irmie Vesselsky
Nachdem sich der #Shitstorm rund um die fragwürdige Aussage der Ö3 Moderatorin Elke Lichtenegger zum Glück wieder gelegt hat, finde ich es mehr als angebracht Portraits von Singer und Songwriter aus dem Raum Krems zu präsentieren. Rund um uns leben und arbeiten musikalische und kreative Menschen, die sich von Natur, Landschaft, ihren Mitmenschen und Emotionen inspirieren lassen. Lassen wir uns doch davon anregen das Leben rund um uns zu genießen - brauchen wir wirklich einen #Shitstorm um einen Schritt weiter zu kommen? Müssen dazu einzelne Personen für ihre Aussagen regelrecht angeprangert werden? Ich glaube nicht. Deshalb habe ich mich etwas umgeschaut und eine wunderbare Künstlerin gefunden, die mich berührt. 

Irmie Vesselsky lebt und arbeitet in Niederösterreich, wo sie auch aufgewachsen ist. Das Klavier begleitet sie seit ihrer Kindheit. Gefühlvoll verweben sich in ihren Arbeiten Text, Stimme und Melodie. 


"The Key" ist Irmie Vesselskys 2. Studioalbum und wurde 2013 veröffentlicht. Mit unglaublicher Leichtigkeit erzählt die junge Frau Geschichten, die sich in die Melodie einbetten. Die eigens geschriebenen Texte lassen für uns Zuhörer Interpretationsmöglichkeiten Ende nie offen. Wir dürfen die Augen schließen und uns vorstellen, was sie wohl gemeint hat. Oder was in unsere Köpfe kommt, wenn wir lauschen.


Das Album, mit 9 Lebensgeschichten, die jedem und jeder nahe gehen, kommt mir vor wie die märchenhafte Erzählung vom Zauberer von Oz und Hauptcharakter Dorothee, die in eine fremde Welt kommt, die über das Leben und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft nachdenkt. Oder eine Alice im Wunderland, die abstürzt und ihre gesamte Lebensrealität verliert. Die Geschichten der Irmie Vesselsky geben Anstoss zu träumen und diese Träume auch tatsächlich umzusetzen.


Die Musikerin hat einen ihrer Träume erst vor kurzem umgesetzt, als sie für den Trailer zu Nino Rauchs autobiographischem Buch "Leben ohne Ende: Wie ich als Kind den Krebs bezwang" vor der Kamera stand und in eine neue Rolle - die der Schauspielerin - schlüpfte. Hoffnung ist in den kurzen Aufnahmen zu spüren.

Hoffnung, die Irmie Vesselsky auch in ihrem Album "The Key" vermittelt. Ihre melodisch-lyrischen Melodien versichern mir, dass ein Fünkchen Hoffnung immer lebt. Um damit auf meine Frage der #shitstorms im Web 2.0 zurück zu kommen: haben wir nichts besseres zu tun? Hören wir uns doch lieber gleich Musik an, die uns inspiriert, die uns glücklich macht und die wir mit anderen teilen möchten.

"The Key" ist im Webshop, auf amazon oder iTunes verfügbar.

01.05.2014

Arbeitstag am Tag der Arbeit

Fokus Bangladesch: wo unsere Kleidung herkommt

"The Hands that sew your Shirt" im Kino im Kesselhaus


Sabina aus Siro Biro erzählt im Film "The Hands that sew your Shirt" von ihrer Arbeit, ihrem Leben in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch und der Liebe zu ihrer Familie. Dieses filmische Dokument unserer globalisierten Welt wird am Mittwoch, 7. Mai, 19.00 Uhr im Kino im Kesselhaus gezeigt
und im Folgenden mit CARE-Regisseur Thomas Haunschmid besprochen. 

© CARE Österreich
Die Organisation CARE bespricht mit dem Film keineswegs ein Einzelschicksal. Über 20 Millionen Bengalen, vorwiegend Frauen und deren Familien, sind von der Textilindustrie abhängig. Wir kaufen diese T-Shirts, die Mädchen wie Sabina für uns produzieren - zu einem Spot-Preis. Eins, zwei, drei - meins: für 4,99 gibt's ein neues Shirt in unserer Auswahl.  Die europäische Union ist Handelspartner Nummer 1.  Sabina selbst kann an einem Nähkurs teilnehmen, der ihr durch CARE ermöglicht wurde: "Als Hilfsarbeiterin verdiene ich 2.500 bis 3.000 Taka im Monat. Das sind rund 25 bis 30 Euro. Als Näherin bekomme ich 4.500 Taka, also ungefähr 45 Euro. Damit kann ich meine Familie viel besser unterstützen!"

Zu betrachten ist der Film vor dem Hintergrund der bekannten Ereignisse aus dem letzten Jahr:
Ich erinnere mich an erschreckende Bilder in den Medien von 2013: das Rana-Plaza-Gebäude stürzte am 24. April 2013 ein, während sich ca. 3000 ArbeiterInnen in der Fabrik aufhielten. Heute wissen wir den Grund, der hunderte Todesopfer gefordert hat: keine Naturkatastrophe, sondern grobe Fahrlässigkeit. Dass die Menschen aus der Textilbranche in und um Dhaka auf die Straße gehen und für ihre Rechte eintreten, ist nicht nur verständlich sondern gerechtfertigt. 

Nach dem Unfall wurde in Bangladesch erstmals gesetzlicher Mindestlohn für die ArbeiterInnen in den Textilfabriken erreicht. Dieser Sieg steht im krassen Kontrast zu den Möglichkeiten der Fabriksbetreiber: 
© CARE Österreich
"Die Kunden weigern sich mehr zu zahlen; nicht einmal 5 oder 10 Cent.", sagt Shohag, Betreiber einer Textilfabrik in Denier, Bangladesch, im ARD-Interview vom 24. April 2014. Die Verhandlungen mit westlichen Firmen laufen immer wieder auf Drohungen jener hinaus, einfach einen günstigere Partnerfabrik -z.B. in China- zu finden. Dort stimmt allerdings die Qualität nicht und die westlichen Firmen würden nach einem Jahr wieder zurückkommen: Shohag gibt selbst zu, dass seine Fabrik solch einen Verlust finanziell nicht überstehen würde.





"The Hands that sew your Shirt" baut nicht auf Mitleid und Schrecken auf, sondern bildet unser Bewusstsein welchen Lebensweg ein junges Mädchen in Bangladesch einschlägt, um ihre Familie und sich selbst zu ernähren. Außerdem setzt Thomas Haunschmid auf die Beobachtung des alltäglichen Lebens von Sabina und ihre täglichen Wege, ihre Eindrücke und ihre Freude mit anderen Frauen solidarisch einen Weg zur Besserung ihrer Situation zu erkämpfen. Durch Bildung, durch Freundschaft und durch das Wissen, dass Veränderung durch globale Transparenz möglich ist.

Für die Veranstaltung am Mittwoch, 7. Mai ab 19.00 verlose ich 1x2 Tickets. 
Der oder die erste, die sich via Email bei mir meldet, gewinnt zwei Eintrittskarten zum Film und anschließendem Gespräch mit Thomas Haunschmid. 

25.02.2014

And the Oscar goes to....


... The Wolf of Wall Street

Wieso ich Leonardo DiCaprio und Martin Scorseses Film einen oder mehrere Oscars verleihen würde:

© flickr.com
Am Samstag hab ich's mir also gegeben. Ein Ausflug in die toughe Welt des Geldes öffnete mir die Augen. Jordan Belfort dürfte in der heutigen Zeit bzw. in den 1990ern für wenige Jahre DER Mann fürs Grobe gewesen sein. Richtig, Leonardo DiCaprio suhlt sich als selbstverliebter Salesman sprichwörtlich im Geld. Nicht metaphorisch. Metaphern werden letztendlich überbewertet, das zeigt auch der Film "The Wolf of Wall Street", in dem das Wort 'fuck' eben nicht nur verbaler Ausdruck bleibt. 

DiCaprio versteht es den Egozentriker Belfort bis an seine Grenzen zu treiben. Als Erzähler nimmt er immer wieder Abstand zu seinem früheren Alter Ego, das sich high von unzähligen Drogentrips in Orgien vorfindet. Ganz unvermittelt trägt DiCaprio - sehr chick - seinen Weg zum Geld-Erfolg vor, seine anschwellende Sucht des Nicht-Aufhörens, egal ob es um Frauen, Drogen oder letztendlich Geld geht. Den ganzen Film über - der mit 180 Minuten wirklich eine gehörige Länge hat für ein Biopic - fühle ich mit Belfort mit. Grundsätzlich schmeißt mir der widerliche Börsenheini dauernd Wahrheiten an den Kopf: 


Jordan Belfort: "My name is Jordan Belfort. The year I turned 26, I made 49 million dollars, which really pissed me off because it was three shy of a million a week."
© flickr.com

Nicht nur der Besucher erhält diese wichtigen Informationen, die das Netzwerk an Messages rund um den Film spannen. Belfort ist haltlos ehrlich. Er fühlt sich großartig: das zeigt er in jeder einzelnen Szene. Nicht einmal kommen Unsicherheiten oder gar Reue auf. Und trotzdem leide ich mit ihm mit. Leonardo DiCaprio schafft es aus seiner angeberischen Perspektive das Publikum mit einzubeziehen und mit zu nehmen. Ich fühle mich nicht als Teil der Gruppe, aber als verstehendes Organ. Ich will nicht, dass er strafrechtlich verfolgt wird. Gleichzeitig vergönne ich ihm seinen riesengroßen Haufen Geld nicht. Selbst wenn Geld angeblich nicht glücklich macht, wirkt die Person Belfort so.

Ich persönlich denke, dass DiCaprio mit seiner Verkörperung einen Oscar verdient hätte. Nicht weil er bei seiner letzten Nominierung leer ausgehen musste. Sondern auf Grund seiner schauspielerischen Glanzleistung zwischen Leid und Mitleid, Misserfolg und Erfolg.

DiCaprio besprach sich tage- bzw. wochenlang mit dem echten Jordan Belfort, den er als "likable guy" bezeichnet. Regisseur Martin Scorsese legte laut DiCaprio Wert auf Improvisationen und Re-Improvisationen:
© flickr.com
Belfort auf illegalen Ludes-Tabletten, die ihn die "Sabberphase" überspringen ließen.
Eine Oscar-reife Darstellung eines selbstüberschätzten Junkies. 

"the attitude on set of "anything goes" reflected the general ethos of the characters. That's the environment that he wanted to create. It was almost like organized chaos, you know? There was a lot of improvisation beforehand. Then, we rewrote the script according to that improvisation. But then, when we'd get on set, we'd re-improvise that improvisation. It became this sort of insanely loose, insanely free improvisational atmosphere."CBSnews)

Wegen dieser Scheiß-Drauf-Atmosphäre, die den ganzen Film durchzieht und seiner Aktualität für die heutige Gesellschaft, finde ich, dass der Film, sowie der Schauspieler DiCaprio Oscars verdient hätten. Am 3. März erfahren wir dies ganz genau.

Links zum Film:
IMDB
Official Website


23.02.2014

März-Preview

Filme, die unseren Horizont erweitern

Zwischen Mandela, Lars von Trier und Will Ferrell


The Beth Edges © Julie Brass Photography
 Auf das "Kesselkino" ist Verlass, denn neben dem Oscar-Nominierten 'American Hustle', das erst gegen Ende des Monats präsentiert wird, offeriert das Programmkino eine 'Österreich-Woche' mit 'Das Finstere Tal' und 'Alphabet'. Wie ich zum österreichischen Alpenthriller mit Tobias Morretti stehe, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht genau. Alphabet, die Doku zu brandaktuellen Bildungsdebatte von Erwin Wagenhofer empfehle ich allen, die sich nur am Rande mit dem Thema Schule auseinandersetzen.
Bevor wir in die letzte Februar-Woche starten - die Faschingszeit nimmt dieses Jahr erst im März ihr knalliges Ende - gebe ich einen kurzen Überblick über das kommende Kremser Kino-Monat. Wann die Filme zu sehen sind, entnehmt ihr dem Veranstaltungskalender und der Website des Kinos.


Zwei absolute Highlights des Kino-Märzes stellen 'Nymph()maniac I' von Lars von Trier und 'Mandela - Der lange Weg zur Freiheit' von Justin Chadwick dar. Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nelson Mandelas außergewöhnliche Lebensgeschichte beschäftigt uns seit seinem Tod im Dezember 2013 etwas intensiver. Mit Idris Elba als Freiheitskämpfer und späteren Präsidenten landet Regisseur Chadwick einen eleganten Coup. Zwar sieht der Schauspieler der realen Person Mandela nicht ähnlich. Allerdings spürt man mit welcher Hingabe und wie einfühlsam die politische Galionsfigur aus Südafrika auf persönlicher Ebene herausgearbeitet wurde. Ein Tribut an den mutigen Mann, der erfolgreich gegen die Apardheit mobilisierte.


Damit auch die Komödien nicht zu kurz kommen, spielt Will Ferrell mit 'Anchorman 2' im Vorfeld von der österreichischen Band The Beth Edges - die CINEZONE ruft, um richtig ab zu rocken. Nicht vergessen zuvor den ersten Teil von 'Anchorman' anzuschauen, Will Ferrells Humor ist einfach zum Brüllen!


Im Cinemaplexx Krems wird die Doku 'Cerro Torre' von Thomas Dirnhofer gezeigt, die die Geschichte des sagenumworbenen Gipfels in Patagonien und den waghalsigen Versuch von David Lamas erzählt. Ein Tipp für alle Fans des Breaking Bad-Protagonisten Aaron Paul - er spielt in 'Need for Speed' seine aktuellste Kino-Hauptrolle. Das Konsolenspiel hat es damit auf die Leinwand geschafft.


03.02.2014

Aus gegebenem Anlass:


Philip Seymour Hoffman

Die Welt hat einen grandiosen Schauspieler verloren. Einen, der sich niemals wiederholte, einer, der bis an seine Grenzen ging, einer, der aus seinen Abhängigkeiten kein Geheimnis machte. Einer, der kämpfte und dennoch verlor.

Philip Seymour Hoffman starb gestern in einem Apartment in Greenwich Village, New York. Einer seiner letzten Filme "A Most Wanted Man" wird Ende Februar in den deutschen und österreichischen Kinos gezeigt.









Eines der schönsten, tiefsinnigsten und inspirierenden Interviews gab Philip Seymour Hoffman der Zeit, im Dezember 2011 , in dem er über das Essentielle seiner Träume sprach.

Brillant spielt er in Nebenrollen, wie in "The Big Lebowski"



New Yorker The intimate agony—his partner lost a partner, his children lost a father, his friends lost a friend—is unspeakable except by those who knew and loved him. For those who didn’t know him personally (I never met him), the horror is inseparable from art—the love of his performances, the acknowledgment that there’s nothing more of them beside what’s in the can, and the sense that the torment and the talent are inseparable.

Total Film We at Total Film are deeply saddened to hear of his death, and our thoughts are with his family and friends. He was a truly great actor, and will be hugely missed.

The Guardian Eine Auswahl an Bildern von Filmrollen und öffentlichen Auftritten von Philip Seymour Hoffman

derstandard Der im Juli 1967 im Bundesstaat New York geborene Hoffmann galt als einer der herausragenden Schauspieler seiner Generation. Für seine Rolle als Schriftsteller Truman Capote in dem biografischen Film "Capote" erhielt er 2006 einen Golden Globe und den Oscar als bester Schauspieler.

FAZ  Hoffman verschlang seine Rollen, egal, wen er neben sich fand, ein Jason Robarts, ein Robert De Niro oder eben ein Tom Cruise. Er war ein Chamäleon, auf der Suche nach einer immer wieder neuen Gestalt und Erfahrung.


10.01.2014

Die Faust auf's Aug

Zwei vom alten Schlag

Seniorenkino mit Stallone und de Niro



© WarnerBros.de/grudgematch
Man kann davon halten was man will. Wenn sich Robert de Niro und Sylvester Stallone dazu entscheiden sich gegenseitig die "Fresse zu polieren", strömen die Menschen ins Publikum. Schon der alten Zeiten wegen. Und des Geldes. Oder die zwei Schauspieler sind beste Freunde und wollen ihre Pension gemeinsam etwas aufbessern. 


Ich bin kein großer Fan von aufgewärmten Kino. Dabei finde ich die letzten Arbeiten von Robert de Niro in der Rolle des sterbenden Vaters z.B. sehr charmant. Oscarpreisträger Stallone machte in den letzten Jahren mit Pensions-Action-Filmen an der Seite von Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis wie "The Expandables" von sich Reden. Auch er kann es nicht lassen. 

Charles Skyes/Invision/AP

Im Film "Zwei vom alten Schlag" (Originaltitel: "Grudge Match") von Regisseur Peter Segal treffen die beiden Box-Koryphaen Billy "The Kid" McDonnen und Henry "Razor" Sharp zum ersten Mal nach Karriereende und zum letzten Mal aufeinander. Dabei spielt Geld eine große Rolle: der Box-Promoter Dante Slate Jr. (humorvoll gespielt von Kevin Hart) wittert Erfolg und Reichtum. Denn, so erklärt sich das Aufraffen der Senioren zum Duell, in der Vergangenheit legte Razor vor dem 3. Kampf gegen seinen Erzrivalen Billy McDonnen seine Boxkarriere auf Eis. Dreißig Jahre später...



Heute Abend findet im Cinemaplexx Krems die Premiere (18.30 Uhr/21.00 Uhr) des Altherren-Boxkampfes statt. Schauen wir, ob der drei Jahre ältere de Niro seinem Gegner Sly ein Knock-out verpasst (de Niro ist ein 1943-Jahrgang!)

Auf in den Ring!


Karten gibt's telefonisch unter 02732 / 700 100
oder online


04.01.2014

Sonntags-Freuden

"Manchmal fährt der falsche Zug...

zum richtigen Ort"


Lunchbox © filmladen
Mein Tipp für einen entspannten Sonntag: Filmfrühstück im Kino im Kesselhaus
Diesen Sonntag, also morgen am 5. Jänner, zeigt das Programmkino eine indische Produktion "Lunchbox" mit dem Originaltitel "Dabba"

um 10.00 Uhr geht's los mit dem Frühstücken in der Filmbar und 
ab 12.00 Uhr wird der Film des jungen Regisseurs Ritesh Batra gezeigt. 

Worum geht's?

Indische Dabbawallas transportieren Mittagessen vom zuhause - den Frauen - an den Arbeitsplatz - den Männern in Mumbai. Dass dabei etwas schiefgehen kann, nämlich das richtige, mit Liebe zubereitete Essen an den falschen Mann geraten kann, leuchtet ein. Ila trifft so über ihr Essen auf Salaan, mit dem sie sich via Textnachrichten in der Lunchbox austauscht. 

"Ein Wohlfühl-Film der das Herz berührt" (Variety)


08.11.2013

Filme für die Seele

das Wochenende im Kesselhaus

Erwin Wagenhofer und Marion Vernoux führen Regie. 

Alphabet und Die schönen Tage nehmen Bezug auf ganz unterschiedliche Lebensrealitäten und sind dennoch Studien der Gesellschaft. 
Wunderschöne, aber naturalistische Darstellungen des menschlichen Daseins. 





Alphabet
Fr. 08.11.2013 ausverkauft - Restkarten an der Kinokassa
Sa. 09.11.2013 18.30
So. 10.11.2013 12.00 Filmfrühstück

Die schönen Tage
Fr. 08.11.2013 20.30
Sa. 09.11.2013 20.30




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