wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
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24.04.2017

TOP Museumstour: ab nach Krems und St. Pölten!

Museum Niederösterreich

Inmitten von Natur und Geschichte verliere ich mein Herz an die Tiere


St. Pölten ist das politische, geschichtliche und naturwissenschaftliche Zentrum von Niederösterreich. Das Top-Ausflugsziel Museum spielt hierbei eine große, wenngleich spielerische Rolle. Ausprobieren kann Groß wie Klein im Museum Niederösterreich vieles: vom Fische sezieren über die Fütterung bis hin zum Kennenlernen der Pflanzenwelt der niederösterreichischen Alpen. Strömen unter der Woche Schulgruppen ins Haus, erwarten die Natur- und KulturvermittlerInnen am Wochenende vorwiegend wissbegierige Familien.

Illustration eines Asteroiden, der auf die Erde einschlägt © Don Davis


Die Museumstour „Gewaltig! Extreme Naturereignisse“ hält was sie verspricht. Habe ich nicht auch Angst vor dem nächsten Gewitter, das bestimmt kommen wird? Ja, klar! Wie genau funktioniert das denn mit Blitz und Donner? Wie viele Sekunden waren hier nochmal dazwischen? 21, 22, 23, 24,… auf kurzweilige Weise klären die Ausstellungen im Museum nicht nur gängiges Halbwissen, sondern fordern auch zur Rallye durch die familienfreundliche Einrichtung.

Ich bin ja keine Tierfreundin. Ich weiß auch, dass das nicht gern gehört wird. Vielleicht liegt das auch eher an meiner unbegrabenen Fede mit dem Schulfach Biologie. Leider keine Liebesgeschichte. Aber hier im Museum finde ich plötzlich alles ganz spannend und wissenswert. Möglich, dass ich meine Liebe zur Naturgeschichte noch finde…

Wenn schon in St. Pölten unterwegs, möchte ich auch gutes Essen genießen, da gibt’s glücklicherweise mehrere Möglichkeiten:



Kunst, Kunst, Kunst und ein großes, kleines Haus für Karikatur

Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems und Forum Frohner, home sweet home für mich



Dort wo die Baustellen klaffen, dort ist die Kunst zuhause. Ist das zu polemisch? Nun ja, Kunst reißt bekanntlich Wunden auf, provoziert und prangert an. Das passiert momentan am Minoritenplatz 4, im Forum Frohner, dem kleinsten, aber oho-Ausstellungshaus der drei bestehenden Institutionen, die zur Kunstmeile Krems gehören.

Augen öffnen! Das Motto der Landesgalerie Niederösterreich, die ihren Infopavillon an der Schiffsanlegestelle begehbar gemacht hat. © diekremserin on the go


Auf dem Weg zu den anderen beiden Häusern der Kunstmeile Krems, die gerade um das Stammhaus der Landessammlungen Niederösterreich erweitert wird, ist also die Baustelle voll im Gange. Aber dahinter verbirgt sich Magisches. Beim im letzten Jahr verstorbenen Manfred Deix entzückt nebst Audioguide (hier zum Smartphone-Download) natürlich die Brisanz der Themen. Hier wird Provokation nach wie vor hochgeschrieben. Gut zu wissen ist, dass das Karikaturmuseum Krems jeden ersten Sonntag im Monat ein Familienpaket anbietet: Führung durchs Haus mit Rätselraten und Entdeckungsreise der lachenden Fassade… Offenbarungen indoor sind vorprogrammiert. Seid gespannt!

Last but not least, vor allem auf meiner persönlichen Lieblingsliste, weil zeitgenössische Kunst: die Kunsthalle Krems. Ab 1. Juli 2017 streckt sich die Kunsthalle weiter hin zur Altstadt von Krems aus und darf die Ausstellungen in der Dominikanerkirche mitbestimmen. Dort trumpft der französische Künstler Sébastien de Ganay mit wunderbaren, Raum und Zeit verbindenden Installationen auf: große Wachskerzen in Form der Kirche und neue Fließen für den Boden - mehr will ich aber gar nicht verraten.

Am ca. 1,8km langen Weg zur Kunsthalle kann vieles entdeckt werden - zum Beispiel Kunst im öffentlichen Raum - außerdem bietet die Schillerstraße einen optimalen Flanier-Weg zur Kunsthalle, gesäumt von Bäumen. Oder aber du nimmst das Rad, da ist die abstrakte Kunst, die ab Sommer die Hallen belebt, schneller erreichbar. Und eventuell geht’s danach zum Schwedenheurigen in Stein (Heuriger Stagard). Ein weiterer, etwas entfernterer Tipp sind die Köstlichkeiten im Café Maria in Mautern. Dort sind die besten Schaumrollen in Produktion.

Gewinnen! Anstecken lassen und 2x2 Tickets erhalten...

Ich bin schon angesteckt... 

...vom diesjährigen donaufestival, das wieder mit ganz wunderbaren Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern, Bands und Performern aufwartet.
...von den Frühlingsgefühlen, die in ganz Krems und der Wachau Halt machen.
...von diversen Pollen (leider)




Kommentieren & Tickets gewinnen! 

Erzähl mir doch in einem Kommentar am Blog oder via Facebook wovon du angesteckt worden bist und gewinne 2x2 Tickets in der Auslosung am 28. April (bis 23:59 sind Einreichungen möglich) für das 2. Festivalwochenende. Die GewinnerInnen werden am 29. April per Facebooknachricht oder Email kontaktiert. Have fun and be creative! 

#donaufestival #krems




Mit bestem Dank an Donaufestival für die zur Verfügungstellung der Tickets. 

23.04.2017

Wenn der Frühling kommt...

...startet die Kultursaison in Niederösterreich 


Ich kann es selbst kaum erwarten! Endlich wieder Sonne. Blauer Himmel. Beim Aufstehen in der Früh Helligkeit. Die Tage werden länger. Die ersten Blumenköpfe schießen aus dem Boden. Der Winter ist vorbei. In Niederösterreich feiert die Museumslandschaft den Frühling. Blümchen in Grün, Violett und Gelb können auf der Landkarte vom museumsfruehling.at entdeckt und besucht werden. Denn am Wochenende des Internationalen Museumstags, öffnen viele kleine, große, historische, künstlerische oder musikalische Museen ihre Türen.




Alle Institutionen fahren großes Programm für die ganze Familie auf - Sonderprogramm zu vergünstigten Preisen oder sogar ganz gratis... lass dir diese Möglichkeit keinesfalls entgehen. Vor allem, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den nackten Schultern kitzeln.

Entdeckungsreise Niederösterreich! 

Am 20. und 21. Mai begebe ich mich in bekannte und unbekannte Ecken des Bundeslandes in dem ich aufgewachsen bin, in dem ich arbeite und in dem ich mich sehr zuhause fühle. Niederösterreich bietet viel: kleinere, wie größere Hügel um zu wandern (die Schisaison ist zwar vorbei, aber Ja, du kannst auch Schifahren bei uns), Radtouren an der Donau entlang, die besten Weine (egal ob im Kamp-, Krems- oder Traisental, Wagram oder Wachau,...) und natürlich fantastische kulturelle Einrichtungen zwischen Bildender Kunst, Volkskultur und Musik. Auswählen kannst du aus mehreren Kategorien, die dir auch lose Touren vorschlagen. In meinem Fall schlage ich bei der Kulinarik zu. Ich möchte immer etwas mit dem lieben Essen dazulernen oder natürlich im besten Falle selbst kosten...

Meine fünf Favoriten stelle ich heute schon zusammen bevor ich dann tatsächlich von meiner (kulinarischen) Reise durch den Museumsfrühling 2017 berichte (auch LIVE via Facebook, Instagram und Twitter).

(1) Erstes österreichisches Küchenmuseum und Greisslermuseum
(2) Erlauf Erinnert
(3) Römermuseum Tulln
(4) Stadtmuseum "Alte Hofmühle"
(5) Museum Ostarrichi

Folge mir auf meiner Entdeckungsreise durch die kulinarisch, musealen Angebote durch Niederösterreich, mit #museumsfruehling ist dies ganz einfach möglich.

Nicht vergessen, Sonnenbrillen-Alarm! 

14.03.2017

Kinoabend: Jackie

What was real, what was performance? 

Jackie Kennedy, oder Jackie O wie sie später, in ihrer zweiten Ehe mit dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis, genannt wurde, begleitet mich zirka seit 15 Jahren. In der Schulzeit beschäftigte ich mich intensiv mit der mystifizierten Geschichte rund um den Kennedy Clan. Um die vielen Anekdoten, die in Büchern, im Web und in Magazinen, zur gelenkten Darstellung einer faszinierenden Familiengeschichte beitragen. Mit Natalie Portman's Inszenierung der Präsidentenwitwe fügen die Hollywoodschreiberlinge eindeutig ein neues Segment zum Mythos Jackie Kennedy hinzu.

Film Still, Jackie © TOBIS

"Viele Leute glauben tatsächlich, sie haben eine Vorstellung davon, wer meine Mutter war. In Wirklichkeit aber haben sie nicht die Spur einer Ahnung von ihr." 

Caroline Kennedy

Vor dem Ansehen des Films Jackie, für den Natalie Portman nach Black Swan zum zweiten Mal als beste Hauptdarstellerin für die Oscars nominiert wurde, empfehle ich diverse Einblicke in die popkulturelle Aufarbeitung des Kennedy-Mythos. Die gewollte Vermischung zwischen Realität und Beschönigung, die schon zu Lebzeiten des Clans praktiziert wurde, erkennst du am besten in verschiedenen Medien. Ans Herz lege ich jedem das Buch, herausgegeben von Jackie Kennedy, das auch als Vorlage zum Film dient: Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy. Sechs einhalb Stunden gewährt Jackie dem Journalisten Arthur M. Schlesinger direkte, intensive Einblicke in ihr Leben als Präsidentengattin und Frau des vermeintlich präsentierten Selfmade-President.

Was ich an Jackie so mag: 

Natalie Portman / Jackie Kennedy © Generic Medium 

  • Der Wandel des Charakters: ganz ehrlich, Natalie Portman inszeniert die reale Person so getreu den Aufzeichnungen, das sie vorerst unsympathisch erscheint. Darauf baut sich der gesamte Film auf. Wie wird aus Mitleid, Sympathieverlust und Arroganz eine Person, die für die Zuseher dennoch spannend bleibt? 
  • Gänsehautfaktor durch Musik. Ich bin anfällig für gute Filmmusik und merke immer, wie sie eingesetzt wird, Spannungsmomente erzeugt oder ganz einfach untermalend. Besonders eigen sind Filme, die mit wenig Musik auskommen. 
  • Feiner Cast: das Team ist großartig. Natalie Portman würde ohne den (gespielt) unsicheren, aber fordernden Journalisten (Billie Crudup) in ihrer Rolle nicht so brillieren. Jack, John F. Kennedy, und sein Bruder Bobby, Robert, wurden hervorragend ausgewählt: Caspar Phillipson ist dem Präsidenten aus dem Gesicht geschnitten, Peter Sarsgaard erzählt zwischen stoischer Ruhe und aggressiver Angespanntheit die Position des Bruders... 
  • Die Weitwinkeleinstellung im Wechsel mit Close Ups auf die emotionsgeladenen Gesichter der SchauspielerInnen. Kameraführung und Sequenzen: Top! 

Ein weiterer Tipp die Kennedys aus einer anderen, diversen Perspektive kennen zu lernen: The Kennedys von 2011 als Mini-Series produziert.




Nächster Kinoabend: Neo Rauch. Gefährten und Begleiter.

04.03.2017

Kinoabend: Wilde Maus

Unsere Jugend wird dahin sein...

Mit Josef Haders Kabarettprogrammen bin ich aufgewachsen. Ich kann mich erinnern, dass ich in der Bühne im Hof, ganz zu Beginn von Hader muss weg in der ersten Reihe saß und begeistert war von der Vielschichtigkeit seiner Charaktere, in die er skurriler Weise immer schneller und unaufhaltsamer schlüpfte. Aber Kabarett ist nicht alles. War es in der Laufbahn des gebürtigen Oberösterreichers nie. Film, also.



Ich bekenne mich zum Hader-Fan. Nach Indien, den Wolf-Haas-Verfilmungen und dem grotesken Pathologie-Zweiteiler, in denen Hader die Hauptrollen spielte, also Wilde Maus. Diesmal steht er nicht nur nackt, mit und ohne Haube und zersprungenen Brillengläsern vor der Kamera, sondern hat die Zügel auch als Regisseur und Drehbuchautor in der Hand. Die Rolle des exzentrisch-verbitterten, knallharten Musikkritikers Georg verleibt sich der Schauspieler ein. Hader wird zu Georg oder vice versa. Zumindest ich als Zuseherin nehme dies wahr.

© Filmladen


Humor zum Schießen! 

Als harte Verfechterin des dunklen, ostösterreichischen Humors, des Jammerns und unaufhörlich ungut Seins, ist Wilde Maus genau meine Wellenlänge von Witz. Die skurrile, und dennoch realistische Situation des Mitfünfzigers, der gekündigt wird und zum gnadenlosen Grenzgänger der Überschreitungen wird, ist absolut nachvollziehbar. Ich sympathisiere mit dem Hauptdarsteller. Der Chef ist ein Arsch. Selbst als Georg in letzter Verzweiflung und absoluter Unzufriedenheit mit Waffen hantiert... aber zu viel will ich nicht verraten. 

Spannend finde ich, dass vieles ungeklärt bleibt. Die ersten Affekthandlungen sind nachvollziehbar, weiters werde ich als Zuseherin nur bedingt über das emotionale Innenleben des Hauptdarstellers aufgeklärt. Unreflektiert handelt er, unreflektiert sieht man zu. Auch das macht den Film so lebensnah und realistisch. 

Grenzgänger der Gesellschaft

Pia Hierzegger und Georg Friedrich in den Rollen, die Georg am nächsten sind - Frau und Freund - stellen selbst Personen am Rande des Abgrunds dar. Sie, die ein Kind will, aber schon zu alt ist. Er, der keine gesellschaftlichen Vorschriften einhält. Und im Fokus: die wilde Maus. Die Vergnügungsbahn im Wiener Prater, wo einige windige Geschichte ablaufen. 

Ein Beitrag geteilt von BILDERBUCH (@bilderbuchmusik) am


Heißer Tipp I: unbedingt bald anschauen! 
Heißer Tipp II: Filmmusik von Wilde Maus


Ein Beitrag geteilt von Nikolaij Janocha (@nikolaijjanocha) am


Nächster Kinoabend: Jackie

11.02.2015

#gothere 5: photography at Daniel's studio

I count Daniel Domaika's studio to one of the secret points of interests in Krems. Close to the campus his studio is located in Stein, next to Minoritenkirche. When I met Daniel, he showed me his fascinating paintings and objects. Born in the Basque region in Spain he already travelled the world, is getting inspired of people and their habits and has got some kind of humor you will like. Daniel Domaika is aware of ecological changes and how humans are influencing these. Recycling unexpected material to works of art is one way he deals with art. But his studio is not only work space but space to connect people, to connect artists and art itself. You will be happy to discuss several topics with Daniel and get some very international inputs.


© Daniel Domaika
© Daniel Domaika


This Sunday, Feb 15 starting at 3 p.m. he presents Carmen Maria Auer's photography in his studio. Of course you will also find some new works by Daniel himself. Tahereh Nourani-Mokaramdoust, a professional player of transverse flute will surround the opening. 


Visit 'Slot Shots Cock Tails' and be amazed how international Krems-Stein can be. If you are interested in arts, major topics around the world and Daniel's connection to Krems, you are in the right place to visit his studio. Come and see yourself at Minoritenplatz 1 in Stein!


05.02.2015

Zauber aus Krems: Wie Thommy Ten die Welt erobert

Krems – Australien. Zeitverschiebung ca. 12 Stunden. Thommy Ten beantwortet die Fragen von diekremserin. Per Mail.

© Thommy Ten
Thommy Ten und Amelie © Chris Laistler


Kennengelernt habe ich Thommy Ten als Thomas Höschele in der Schule. In der Parallelklasse war der blonde, junge Mann immer schon als "der Zauberer" bekannt. Eigentlich in ganz Krems beneidet ihn der eine oder die andere um die besonderen Fähigkeiten und vor allem um das Durchhaltevermögen und den Ehrgeiz mit der Magie erfolgreich zu sein. Zu den Besten der Welt zu gehören. Momentan hält Thommy Ten sich mit den Illusionists 1903 in Australien auf, am 7. März ist er für zwei Shows  im Kino im Kesselhaus zu Gast - nicht verpassen, sondern verzaubern lassen!


Welche Eindrücke hast du aus deinem Aufenthalt in den USA mitnehmen können?

Über die letzten Jahre war ich immer wieder in Amerika, vor allem in der Gegend um Hollywood und durfte tatsächlich viele tolle Momente erleben.
Mein Amerikahighlight: Mitten in Hollywood steht das Mekka der Zauberkunst, das Magic Castle. Ein privates Zauberschloss wo man nur mit Einladung empfangen wird. Es freut mich sehr die Besitzer zu meinen Freunden in Amerika zählen zu dürfen, welche ich mindestens einmal im Jahr besuche. Neil Patrick Harris, bekannt aus "How I met your mother" ist selbst Zauberkünstler und ehemaliger Präsident des Magic Castle und immer wieder dort anzutreffen. Wenn man die Räumlichkeiten betritt, befindet man sich in einer anderen Welt voller Wunder und Staunen, täglich werden hier mehrere Zaubershows von Top Magiern gespielt.

Letztes Jahr habe ich zusammen mit meiner Partnerin Amélie sieben Monate in Amerika arbeiten dürfen, wo wir über 300 Shows gespielt haben. Diesmal ging es für uns ins "Illlusionarium", ein fantastisches Zaubertheater, das extra für unsere Show gebaut worden ist. Hier ist alles Zauberei, die Tische bewegen sich, Geister fliegen durch die Luft und mitten drin unsere Show umringt vom Publikum. Es ist einfach fantastisch an solch tollen Orten arbeiten zu können, neue Freundschaften zu schließen und täglich mit viel Freude vor Leuten auf der Bühne zu stehen und diese in eine zauberhafte Welt zu entführen.

© Thommy Ten


Wer sind „The Illusionists 1903“ und wie bist du auf sie gestoßen?

"The Illusionists" ist die erfolgreichste Zauberproduktion aller Zeiten. Nach zwei Welttourneen und ihrem Debüt am Broadway in New York, feierte dieses Jahr ihre neue Show "The Illusionists 1903" Weltpremiere in Australien. Dieses Mal geht es um das goldene Zeitalter der Zauberkunst vor rund 100 Jahren und wir sind mit dabei! Zur Zeit spielen wir die Show täglich vor rund 4000 Zusehern in Australien.
Unsere Kostüme, das Bühnenbild (ein riesiger Rahmen umrahmt die gesamte Bühne), die filmreife Musik und die 8 besten Zauberkünstler der Welt machen diese Show zu einem einmaligen Erlebnis.
Ich durfte die erste Show der Produzenten vor knapp zwei Jahren in Deutschland sehen, wo wir sie zwei Tage in München besuchen konnten. Die konkrete Anfrage, kam während unserem Amerikaengagement im Illusionarium im letzten Jahr, wo sie unsere Show sahen und uns schließlich gebucht haben. Nun sind wir hier in Australien, sind sehr dankbar und freuen uns auf viele weitere Orte und Länder mit "The Illusionists 1903".

Wann hast du entschieden dein Leben der Zauberei zu widmen?

Im Alter von zehn Jahren habe ich mein erstes Zauberbuch und meinen ersten Zauberkasten geschenkt bekommen. Seither hat mich die Zauberkunst gefesselt. Ich habe viel trainiert, wurde Mitglied im Kremser Zauberklub "Die magische Zehn" und durfte selbst bei Veranstaltungen und Festen auf der Bühne stehen. Nach meiner Ausbildung zum Kommunikationsprofi in Wien, war ich in Amerika. Erst in Las Vegas wo ich David Copperfield treffen durfte und in Los Angeles wo man mich ins Magic Castle eingeladen hat. Nach diesen tollen Begegnungen war mir klar:

Das möchte ich machen, die Leute verzaubern!


Was fasziniert dich an Magie/Zauberei?

In der heutigen Welt lässt sich alles erklären und googeln, jedoch wenn man seine Zuseher nur für einen Moment in eine andere Welt begleitet, wo scheinbar die Realität doch anders scheint und man wieder zum Kind wird, dann erlebt man Magie. Dies fasziniert und fesselt und ich freue mich dieses Gefühl weiter geben zu dürfen.

Mit welchem Trick hast du begonnen zu zaubern?

Nach verschiedensten Tricks aus Zauberkästen und Büchern, habe ich mir bald meine erste eigene Zaubershow zusammen gestellt, mit eigenen Routinen und Kunststücken. Hier waren verschiedene Tricks, mit Gummiringen, Münzen und Karten dabei. Einer meiner Lieblingstricks war ein gemaltes X welches von einem Stück Würfelzucker auf die Handinnenfläche eines Zusehers wandert.

Wer sind deine großen Vorbilder?

Ich habe nie versucht jemandem nachzueifern. Mir war es von Anfang an wichtig meinen eigenen Weg zu finden. Somit ist es auch schwer zu sagen, wer meine Vorbilder sind. In der heutigen Zeit gibt es viele tolle Künstler aus der ganzen Welt die ihren ganz persönlichen Stil gefunden haben und welche ich sehr schätze.

Gibt es Tricks von KollegInnen, die du dir selbst nicht erklären kannst? Überrascht Zauberei auch dich noch?

Das schönste für einen Magier ist es, wenn man selbst überrascht und verzaubert wird. Dieses Gefühl, das wir tagtäglich unseren Zusehern schenken, selbst zu erleben, ist einfach toll. Diese Momente gibt es auch für mich, doch bei mir steht weniger die "Technik" im Vordergrund, sondern die Präsentation, das Gesamtpaket muss stimmen und wenn ich dann auch nicht weiß wie es funktioniert, ist es perfekt!

Wie viel Arbeit steckt hinter einer neuen Idee, die du in dein Programm miteinfädelst? Probst du stundenlang pro Tag?

Für ein neues Programm, kann es schon mal 2-3 Jahre dauern, bis aus einer Idee wirklich ein Act wird. Jedoch kann ich nie sagen, dass eine Routine fertig ist, denn auch nach Jahren und mehreren hunderten Auftritten kommt man auf neue Ideen und lässt sich inspirieren.
Kurz vor Premieren, wie zum Beispiel gerade in Australien, hatten wir eine ganze Woche mit Proben von 10 bis 22 Uhr jeden Tag, nun wo die Show läuft ist es etwas entspannter und man kann sich rein auf den Auftritt konzentrieren.

© Thommy Ten
Hier zu kaufen, das Buch von Thommy Ten...
Was würdest du jungen Menschen empfehlen, die den gleichen Wunsch hegen wie du, ins Magiegeschäft einzusteigen?

Um den ersten Einstieg zu bekommen sind Bücher, Zauberkästen und auch das Internet eine gute Quelle. Mittlerweile habe ich sogar ein eigenes Zauberbuch "Zauberkunst lernen mit Thommy Ten" geschrieben, wo ich genau meine vorher erwähnte erste Show von mir an Zauberinteressierte weitergebe, verpackt mit Geschichten von meinen Anfängen als Thommy Ten. In dem Buch lernt man sozusagen meine ersten Top Ten an Zaubertricks!
Und dann ist natürlich das allerwichtigste: Auftreten, auftreten, auftreten! Nur so lernt man eine gute Präsentation und wie man sein Publikum begeistert.

Was glaubst du macht dich so erfolgreich?

Ich bin sehr dankbar für alles was ich erleben darf. Ich lebe für und auch von der Zauberkunst, meine Ziele sind mir sehr wichtig. Am Wichtigsten ist, dass man nicht aufgibt oder sich entmutigen lässt. Wer sich selbst und seinem Weg treu ist, wird automatisch für sich selbst erfolgreich sein.


Welchen Trick machst du besonders gern?

Besonders gerne habe ich den Mix. In unserem abendfüllenden Programm "einfach zauberhaft" präsentieren wir klassische Zauberkunst, wo Tische schweben oder Bowlingkugeln erscheinen, ebenso Illusionen, dies sind größere Requisiten, und die Mentalmagie. Bei der Mentalmagie geht es nicht um Requisiten sondern ausschließlich um Gedanken, meistens die von Zusehern, die präsentiere ich zur Zeit am liebsten, weil jede Show anders ist, immer andere Gäste mit anderen Gedanken.

Wenn du an Krems denkst, was assoziierst du mit der Stadt?
Zurückkehren, Freunde und Familie treffen und das alles in einer wunderschönen Umgebung.

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