wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
Posts mit dem Label Linz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Linz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

09.09.2014

#visitlinz: Wenn Herbert, der oberösterreichische Hecht mit diekremserin spricht

Tag zwei des ereignisreichen Wochenendes in Linz mit 6 anderen österreichischen Reisebloggern, begann mit einem Frühstück im Hotel am Schillerpark. Genuss, pur! Die 3-Tages-LinzCard hat den Vorteil, dass öffentliche Verkehrsmittel inkludiert sind und die Straßenbahn vom Schillerpark direkt die Landstraße entlang, zum LENTOS fährt.

© diekremserin
Am Linzer Hauptplatz treffe ich auf die Gruppe und wir machen uns auf die MS Linzerin zu suchen. Ich war mehr als gespannt das edle Schiff zu treffen, das Krems und Linz verbindet, das uns auf der Donau entlang zum Linzer Hafen bringen sollte und uns ein paar Stunden Zeit auf Fluss (nicht auf See) ermöglichte. An Board fühlte ich mich sofort wohl. diekremserin trifft auf die Linzerin!

Langsam legten wir ab und machten uns auf die Reise. Das Schiff mit dem Garten an Board - sehr gemütlich. Vorbei an Industrie und voestalpine hin zum Hafen, wo einmal im Jahr Bubbledays, ein Festival für Wakeboarder stattfindet.

© diekremserin
© diekremserin
Trotz des bewölkten, eher diesigen Himmels, war die Fahrt auf der MS Linzerin ein voller Erfolg und ließ uns alle wieder hungrig werden. "Das macht der Wind...", als nun erfahrene Donaukennerin wusste ich, wie sehr das Am-Wasser-Sein anstrengend auf den Körper wirken konnte. Und immerhin war es beim Anlegen auch schon fast 13.30 Uhr, längst Mittag! ;-)

Über die Brücke - endlich nahe ans Ars Electronica Center heran - entdeckten wir das Fischerhäusl, ein Lokal, das erst vor Kurzem neu übernommen worden war, und in der Form eines Bootes gebaut war - wie passend. Gisela, die selbst zum ersten Mal auf der MS Linzerin mitgefahren war, und nun auch erstmals nach der Neueröffnung das Fischerhäusl besuchte sprach von einem Wochenende der Premieren... Im Inneren kam das Gefühl von Hüttengaudi (aber gediegen!) auf, sofort drängte sich bei mir das Gefühl auf meinen nächsten Schiurlaub zu buchen. Essenstechnisch wollte ich im Fischerhäusl natürlich auf See oder Fluss bleiben: Lachsforelle auf Kräuterrisotto mit Tomatenvariation und Lauch.

© diekremserin
Wer glaubt, wir hätten uns dann auf die faule Haut gelegt, der irrt! Ich hätte gerne ein kleines Mittagsschläfchen eingelegt, aber der nächste Programmpunkt - das Stadtmuseum Nordico - machte mich doch neugierig. Was würde uns dort erwarten? Gisela, die Original Linzer Schnitte, hatte uns schon darauf vorbereitet: die Donau ist heuer und im nächsten Jahr das große Thema der ehemaligen Kulturhauptstadt Linz. "AN DER DONAU. Flussgeschichten einer Stadt" erzählt von der Relevanz des Stroms, von Katastrophen und Fabelwesen, von Kulinarik und Wirtschaft. Neben der faszinierenden Ausstellungsarchitektur des Museums - die Donau wird durch einen blauen Streifen an den Wänden durch alle Ausstellungsräume mit repräsentiert - begleitet große und kleine Besucher Herbert, der Hecht durch die in Themen gegliederte Ausstellung. Dabei fällt mir auch wieder eine Parallele zu meiner Heimatstadt ein, Krems und Linz erreichten wirtschaftlich einen Aufschwung durch die Produktion von Tabakwaren: Donauzigaretten.

© diekremserin
Wer glaubt, dass sei es gewesen, der irrt. Allerdings wäre mein Kopf nach den vielen Informationen überfordert gewesen und war froh, mich hinzusetzen, die Ausstellungskataloge des Nordico durchzublättern und eine Runde durch den Museumsshop zu drehen (ich LIEBE Museumsshops!). Linz sieht mich ganz bestimmt bald wieder! Ich freue mich aufs LENTOS, auf das OK, den neuen Höhenrausch 2015 und den Skulpturenpark, der gleich am Donauufer entlang zum Spazieren einlädt. Genau gegenüber wartet das AEC noch auf einen Besuch von mir. Linz, oh Linz! 

08.09.2014

#Reiseblogger-Treffen: Linz und Krems stehen in Verbindung


Im Fischerhäusl © diekremserin
Schwupp-di-Wupp. Von Krems nach Linz brauchte ich genau 1 Stunde und 45 Minuten. Mit dem öffentlichen Verkehr. Die Bahn nach St. Pölten gondelt etwas sehr gemächlich dahin, bis ich endlich in die schnelle große Schwester Richtung Westen umsteigen durfte. Am letzten Augustwochenende reiste ich nach Linz. Dorthin, wo die wenigsten ÖsterreicherInnen Kunst und Kultur vermuteten. Seit 2009, als Linz zur fulminanten europäischen Kulturhauptstadt erhoben wurde, hat sich die ehemalige Industriestadt gewandelt.

Wie aus dem Dornröschenschlaf erwacht, sieht Linz heute aus. Noch etwas schläfrig, aber dennoch motiviert neue Abenteuer zu erleben, neue Prinzen kennen zu lernen und unterschiedliche Menschen zu beherbergen. Ich treffe - nachdem ich mir vom Hauptbahnhof Linz ein Taxi auf den Schlossberg leiste - auf meine Reiseblogger-KollegInnen Elena (creativelena.com), Gudrun (reisebloggerin.at), Franz (kurzurlaub.at), Maria (kofferpacken.at), Andreas (travelwriticus.com), Angelika (wiederunterwegs.com) und die Original Linzer Schnitte Gisela, die uns das Wochenende über begleitet.

Linz ist mir gleich vertraut. Ein überschaubares, aber dennoch vibrierendes Städtchen mit vielen Universitäten und Hochschulen, mit KünstlerInnen und MusikerInnen der Spitzenklasse und vor allem mit einer Geschichte, die sonst keine österreichische Stadt zu bieten hat. "Wir mussten uns etwas überlegen, nachdem wir mit keiner imperialen Architektur aufwarten konnten. Das Kaiserliche blieb Linz verwehrt. Wir leben in einer Stadt, die durch Industrie und mit dem Bürgertum groß wurde." Gisela reservierte uns Plätze in der Schlossbrasserie am Schlossberg. Den Blick lassen wir alle vom Pöstlingberg bis zum Dom und zum Landhausturm schweifen, sehen die Donau, die mitten durch die Stadt verläuft und den "Keine Sorgen"-Turm des Höhenrausch. Bevor wir zur Tat schreiten, gibt's Essen. 
© diekremserin


Ich bemerke, wie ähnlich sich Krems und Linz sind. Immer wieder stelle ich Verbindungen her, die mir zeigen, wie nahe die beiden Städte aneinander liegen. Immerhin trägt die Donau viele Frachter und Kreuzfahrtschiffe sowie Ausflugsboote von A nach B. Die VOESTalpine hat da wie dort eine prägende Niederlassung. Bevor ich aber zum genaueren Nachdenken komme, las uns Irmi, Austrian Guide und Linz-Kennerin, am Schlossberg auf. Von detaillierten Informationen über die spannende Geschichte der Stadt über witzige Stories und pikante Details weiß die Stadtführerin wirklich alles über Linz. Nach fast 2 Stunden setzte uns Irmi vor der K.u.K Hofbäckerei Rath ab und ließ mich und meine KollegInnen mit rauchenden Köpfen zurück.


In der K.u.K. Hofbäckerei Rath © diekremserin

Fritz Rath und Elena Paschinger © diekremserin
Unverschämt charmant begrüßte uns der Bäckermeister Fritz Rath zum Linzertorte-Backen. Was die originale Linzertorte sei, fragten wir ihn ganz gespannt. Die Antwort blieb uns verwehrt. "Was ist schon original? Wir wissen ja nicht einmal woher die Linzertorte kommt und warum sie so heißt wie sie heißt! Eigene Forschungen zur Linzertorte gibt's!" Fritz Rath ist ein Original, und ob er das Originalrezept besitzt, bleibt wohl für immer im Dunkeln. In der Backstube probieren wir uns erst einmal am Teig-aus-dem-Spritzsack-Sprühen. Es macht großen Spaß, den anderen zu zu sehen, Tortenteig zu kosten und mit Fritz Rath über seine Reisen zu plaudern. Er könnte wohl den einen oder anderen Reiseblog mit seinen Abenteuern füllen. Nach etwa 40 Minuten riecht's schon ganz verführerisch. "Ihr kriegt's eine Kostprobe, aber eure Torte nehmt's mit nachhause.", meint Fritz Rath und stellt uns klein geschnittene Linzertorte vor die Nase. Herrlich! 

Vor dem nächsten Programmpunkt - gleich gegenüber von Fritz Raths Bäckerei - hängt ein altes Holzschild mit "Wachauer Stube", das mich wieder an meine Heimat erinnert. Aber wiederum bleibt mir zu wenig Zeit um Vergleiche zu ziehen oder die Wachauer Stube tatsächlich zu entdecken. Im OÖ Kulturquartier geht's nämlich spannend weiter: wir besteigen den Höhenrausch in all seinen Facetten! Wie dynamisch das Thema "Bewegte Räume" inszeniert wurde, zeigen nicht nur die Ausstellungsräume im Inneren des Gebäudes sondern die interaktiven Stationen während des Aufstiegs. Aus der ersten Etage hanteln wir uns durch ein Netz der Künstlergruppe numen entlang nach oben, in die dritte Etage. Ich fühle mich wie eine Spinne, die sich den Weg gebahnt hat. Riesen-Wasser-Schaukeln, das Hopfenzelt und eine Art aufgeblasenes Billard im voestalpine open space sorgen für Action.

im Hopfenzelt © diekremserin
Wir verweilten, ließen die Seele baumeln und erklommen den "Keine Sorgen"-Turm um einen Rundum-Blick zu erhalten. Schön langsam knurrte der Magen wieder, wie gut, dass das nächste Lokal nicht weit war, im U.Hof schmeckte nicht nur der zwitschernde Cidre gut, sondern auch das Gemüsecurry. So macht Urlaub Spaß! 

Dass Tag 2 meines Reiseblogger-Trips genauso aufregend war, ist einen eigenen Beitrag wert! Nur soviel sei verraten: diekremserin trifft auf die Linzerin :-)

© diekremserin
Mit der LinzCard ermöglichte mir die Stadt Linz einen umfangreichen Einblick in die unterschiedlichen Institutionen der Stadt. Mit #visitlinz sind auf Instagram, facebook und twitter meine live-Eindrücke nach zu verfolgen. 





Meist gelesen

Copyright © ✈️ diekremserin on the go | Powered by Blogger
Design by Viva Themes | Blogger Theme by NewBloggerThemes.com