wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

16.05.2016

Fotoreise: Geheimtipp, Bulgarien

Genau schauen, Kopf heben und nicht nur den Boden beachten. Überall gibt's schöne Architekturdetails zu entdecken
Das Rila Kloster im gleichnamigen Gebirge. Eine Nacht im Kloster, abenteuerlich! Denn die Tore sperren um 20 Uhr zur Nachtruhe, Klos sind sehr spartanisch... Frühstück? Nein, das gibt's nur im Cafe nebenan...
Die rote Kirche mitten im Freigelände. Inklusive Kuh.
In Nessebar am schwarzen Meer erlebe ich die Freuden des frischen Fischs. Gebraten, am Grill. Herrlich! 
Unterwegs mit Kunsthistorikerinnen. Die Ausgrabungen rund um den bulgarischen Palast Serdica sind touristisch erschlossen. :)
Wunderbare Wandmalereien, indoor, outdoor, überall. Sehr vieles ist hier noch so unberührt und auf eigene Faust zu erforschen. Macht Spaß! Und die Menschen hier sind großartig :)
Rundreise in Bulgarien. Ich muss zugeben, ich hatte wenige Erwartungen an diese kunstgeschichtlich angelegte Reise. Dass mich dieses Land, mit seinen vielen Geheimnissen, ungeklärten geschichtlichen Hintergründen, versunkenen und gerade wieder entdeckten Jahrhunderten so faszinieren würde, überrascht mich noch heute. Die Einblicke, die du hier erhältst stammen aus einer Studienreisen der Universität Wien, Institut für Kunstgeschichte, im Jahr 2011.

Linktipps

Allgemeines über Bulgarien
Rila Kloster - ein Wahrzeichen Bulgariens
Sofia, mal kunterbunt, mal aber auch aschgrau 



09.05.2016

Ausstellungsrausch: wohin in Wien

5 Werktage = 5 Ausstellungen, die im empfehle:

9. Mai = Archipelago. Käthe Schönle
Die Galerie in der Hollerei kenne ich noch nicht. Spannend, was da im 15. Bezirk so passiert. Käthe Schönles Arbeiten taugen mir, zumindest von den Abbildungen. Noch nicht im Original gesehen. Schöner Artikel im Wien Live.

Käthe Schönle, untitled (island foundation III), 2015 © Claudia Larcher


10. Mai = FINES & PRIMES. Julian Palacz 

Die Kombination zwischen Kunst und Mathematik habe ich vor ca. einem Jahr entdeckt und intensiv daran gearbeitet, wie ich in der Kunstvermittlung damit umgehen kann. Julian Palacz hat in seinen Arbeiten einen durchaus suggestiven Weg gefunden, der mich persönlich anspricht. artunited
Julian Palacz, phone numbers, 2015 © Julian Palacz
11. Mai = CinemaNext Kurzfilmnacht
Das Gartenbaukino ist eine Institution. CinemaNext bringt jährlich viele, viele Kurz- und Langfilme von österreichischen Nachwuchstalenten auf die Leinwand. Filmnacht im Gartenbau. Mit vier Kurzfilmen im Programm, die mich neugierig machen. Da will ich hin!

Ab ins Gartenbau!



12. Mai = 5 Museen. 1 Abend. 0 Euro sponsored by Dorotheum
Interesse an Kaiser FJs 100. Todesjahr? Nein, dann bist du im Literaturmuseum direkt in der Österreichischen Nationalbibliothek am Heldenplatz richtig. Dort wird die erste Sonderausstellung präsentiert: Bleistift, Heft & Laptop. 10 Positionen aktuellen Schreibens

Yes, 5 Museen, 1 Abend und 0 Euro :)


13. Mai = Sound of Wine Festival (verlegt auf 20. Mai!) aber es gibt ein Vorspiel im SASS
Sound of Wine, 30 JungwinzerInnen mit Kunst und Kulinarik und DJ

Zwar keine Ausstellungseröffnung, aber kultureller Hintergrund. Immerhin ist Freitag. Der dreizehnte. Und Kunst gibt's auch von NDCM. Auf ins Wochenende, im Karlsgarten ist es auch einzigartig schön zum Abhängen.



Samstags+ 14. Mai = Weltenflucht 

Einladung zu Weltenflucht

Immer spannend: Gruppenausstellungen mit unterschiedlichen Zugängen: von Fotografen Tim Cavadini (D/A), David Schermann (A), Florian Wenzel (D) und Illustratorin Daria Golab (POL). Let's rock the long weekend...

07.05.2016

Ausflugstipp: #indiegrean zu Pfingsten

Ich wusste gar nicht, dass es dort, im nördlichen Wien, wo ich noch Stadt vermutete, so schön ist. Windig, aber wunderschön hügelig und diese Weite. Zum Bisamberg schaue ich, an schönen Tagen bis hin zum Schneeberg. Diesmal ist es zu diesig.

Eingeladen von Weinviertel Tourismus gehe ich nun in die Grean. Selbst geborene Weinviertlerin, wenn man von den vier Vierteln spricht und nicht in touristischen Destinationen oder Weinbaugebieten (da gehöre ich zum Wagram), bin ich natürlich doppelt gespannt was mich in meiner "Heimat" erwartet. Vor allem habe ich vom Brauch "in die Grean gehen" noch nie etwas gehört. Schön, dass die Kombination zwischen Weinverkostung, Wanderung und geselliger Runde im Grünen wieder ausgegraben wurde. Verbunden ist dieser Brauch nämlich mit dem Verkosten des frischen Weines, dem neuen Jahrgang. Und meist einer zünftigen Heurigenjause. Spaziergang durch die Weinberge inklusive.

Von Wolkersdorf nach Pillichsdorf 

Unterwegs mit anderen ReisebloggerInnen, wie ich schon in meiner windigen Bilder- und Linksammlung gezeigt habe, kommen immer unterschiedliche Blickpunkte zusammen. Josef Pleil, ehemals österreichischer Weinbauvereinspräsident (über zwei Jahrzehnte hinweg!) gebührt ein eigener Hashtag #josefpleil. Die Koryphäe im Bezug auf Weinbau und seiner Geschichte in Österreich begleitet uns in die Grean, in die Kellergasse seines Heimatorts Wolkersdorf, wo er jeden Winkel wie seine Westentasche kennt. "Hier ging früher die Hauptverkehrsader durch.", erwähnt er in einer sog. Hintaus-Straße, die eben nicht die heutige Hauptstraße, sondern einen eher schmalen Weg, der für den landwirtschaftlichen Verkehr wichtig ist. Hintaus geht's Richtung Kellergasse, Richtung Weinberge, Richtung raus aus dem Dorf, rein in die Natur. Mit "früher" meint Josef Pleil die wichtige Verbindung zwischen Norden und Süden, als Handelsknotenpunkt der Seidenstraße (Achtung, nicht genau überprüft!).

Es macht Spaß die Wolkersdorfer Kellergasse zu erkunden, an die windigsten Punkte des Weinviertels zu gelangen und viel über Tradition, Bräuche, Wein und Gesundheit zu erfahren. Dass auch hier, im flachen Hügelland, an Steilhängen geerntet werden muss, verblüfft mich. Der kleine Spaziergang, wir waren dann doch zwei Stunden unterwegs, macht hungrig und wir kehren ein. Authentisch. Sehr, authentisch.

In seinem Element, Josef Pleil mit ReisebloggerInnen im Weingarten © diekremserin on the go
Wo sind nochmal die Weinregionen der Welt? Und wie war das mit dem Anbaugebiet Österreichs? Er weiß alles. © diekremserin on the go 

#aufgschmiert is!

Szenenwechsel in den Nebenort Pillichsdorf, der eine wunderschöne, ungewöhnliche Kellergasse sein Eigen nennt. Die Schönste, die Längste, die Breiteste, die am meisten Zusammenhängende. Ich weiß es nicht, aber die Kellergasse ist tatsächlich herrlich angelegt. Mit einem grünen Mittel, gehen zwei gepflasterte Wege vorbei an Kellerhäusern und Scheunen. An Tagen wie dem Pilichsdorfer Weinfrühling oder Herbst ist hier auch einiges los und überall gibt's Köstlichkeiten zu verkosten. Wir treffen auf den Aufstrichkaiser der Kellergasse Josef Gössinger, der uns den Pfarrkeller zeigt, der auch für Veranstaltungen vermietet wird. Warum Aufstrichkaiser? "Ich bin da hinein gekippt, nachdem meine Schwester in Karenz gegangen ist, habe ich Aufstriche aller Art ausprobiert und das Aufstrichfestival im August gegründet. Letztes Jahr war das ein Marathon von über 40 Aufstrichen...", erzählt Josef Gössinger mit großer Begeisterung. So enthusiastisch, dass ich und auch meine KollegInnen große Lust bekommen zum Festival zu kommen, das zwischen 10. und 15. August in der Kellergasse stattfindet. 

Herzliches Willkommen in Pillichsdorf! © diekremserin on the go
Josef Gössinger erzählt über seine Verbindung zur Kellergasse und seine Leidenschaft, die Aufstriche. © diekremserin on the go
Stärkung am Nachmittag beim Heuriger Faber © diekremserin on the go
Der Ausblick und die Weite verleiten zum Bleiben. Leider ist uns das Wetter nicht positiv gestimmt. Aber bald! © diekremserin on the go

Ergreif deine Chance #indiegrean zu gehen! 

Zu Pfingsten, von 13. bis 15. Mai 2016, in Hagenbrunn gemeinsam mit Rudolf Schwarzböck in die Grean gehen.
2 Übernachtungen im Weinviertel mit Frühstück
ein 5-gängiges Menü mit Weinbegleitung (am Anreisetag, 19.00 Uhr)
1x „Grean gehen“ (am zweiten Tag, 14.00 Uhr):
- eine Riedenwanderung mit einem Winzer
- eine Verkostung von Jungweinen
- eine g'schmackig-frische Heurigenjause
ein kleines Abschiedsgeschenk
Details hier.


Die Reise erfolgte auf Einladung von Weinviertel Tourismus. 

05.05.2016

Fast and Furious: eine ganz besondere Kinogeschichte

Kooperationen zwischen kulturellen Institutionen zeigen mir immer wieder, wie schön interdisziplinäres Arbeiten innerhalb des dehnbaren Kulturbegriffs sein kann. Kino und Karikatur scheinen weit auseinander zu liegen. Kino und Comic, da kommen wir einander schon näher, oder?



Seit diesem Jahr öffnen sich die Ausstellungshäuser der Kunstmeile Krems (Karikaturmuseum Krems, Kunsthalle Krems, Forum Frohner) einmal monatlich abends für einen After-Workshop, mit dem Titel Kunst trifft.... An jedem ersten Mittwoch im Monat treffen die WorkshopteilnehmerInnen auf einen neuen Begriff, in der Vergangenheit waren dies Malerei, Tinte und Trickfilm. Und gestern, am ersten Monat im Mai: Kino.

Im Anschluss an den Workshop zeigt das Kino im Kesselhaus DRIVE von Nicolas Winding Refn mit Ryan Gosling (2011)

Verfolgungsjagden only? Oder gibt's andere Autos im Film...

Unweit des Karikaturmuseum Krems liegt das kleine Programmkino im Kesselhaus direkt am Campus der Universitäten und Fachhochschule - nichts ist also leichter die beiden Häuser näher zusammen zu rücken. Der Einstieg in die Thematik Kino liegt auf der Hand: wir widmen uns nicht nur dem Kino allgemein, sondern werfen gemeinsam mit Kunstvermittlerin Eveline einen Blick auf die Karikaturen und Comics, die in der Ausstellung Kult auf 4 Rädern gesammelt wurden. Die Gruppe ist klein, ganz exklusiv können wir unseren Assoziationen freien Lauf lassen und uns schon fragen wie weit uns die gezeichneten Arbeiten aus den letzten 100 Jahren an Filmsequenzen erinnern.  "Thelma und Louise!" - ganz klar, eines der Originalcomicblätter aus der comic-car-collection von Rochus Kahr wird sofort mit der Schlussszene des Kultfilms mit Susan Sarandon in Zusammenhang gebracht... Aber ich will hier nicht zu viel verraten. 
Inspiriert und mit Inputs aus der Autoausstellung gehen wir gemeinsam mit Eveline und Filmvermittlerin aus dem Kino im Kesselhaus Martina, die uns schon in der Ausstellung immer wieder auf filmische Zusammenhänge oder stilistische Mittel die ComiczeichnerInnen mit FilmemacherInnen verbinden hingewiesen hat, ins Atelier. 

Schauen, Hören und gemütlich Zurücklehnen ist nun angesagt. Martina ist voll in ihrem Element: "Ich bin voll hinein gekippt in der Vorbereitung auf diesen Workshop, denn in so vielen Filmen ist das Auto ein wichtiges Symbol ... für Unheil, Tod oder eine Umkehr." Dass sie sich mehr als intensiv vorbereitet hat, merken wir nicht nur im Enthusiasmus, sondern auch durch die Filme, aus denen sie erzählt.

Geschichte, aber nur kurz!

Nachdem ich vor einigen Jahren am Institut für Romanistik französische Mediengeschichte als Kurs belegte, weiß ich zumindest über die Anfänge des Films Bescheid (oder werde von Martina daran erinnert, was ich alles wissen sollte...). Die Gebrüder Lumière mit ihrem Film- und Abspielapparat, als erstes Homecinema, das aber eher in Gesellschaft in Cafés und Varietés geschaut wurde. Oder die Entdeckung des Stopptricks. Was das ist? Frag Martina!

Fünf Stationen des Workshops, die ich sehr genossen habe: 


1. Arrival of a Train at La Ciotat (The Lumière Brothers, 1895)
Verbunden mit der Legende, dass beim erstmaligen Zeigen des Films die ZuseherInnen aus Angst und Panik aufgesprungen sind und das Lokal verlassen haben, hat dieser Film schon fast alle möglichen Einstellungen einer fixen Kamera. Fun Fact: die Aufnahmen der geschäftigen Menschen haben nicht ausschließlich dokumentarische Eigenschaften. Sie wurden von den Brüdern eingeladen, fesch gemacht und inszeniert...




2. Playtime (Jacques Tati, 1967)
Aufnahmen aus den 1960er Jahren mit wunderbarem Drive und kindlichem Spielgenuss. Tati weiß wie man Menschen zum Schmunzeln bringt...




3. Lost Highway (David Lynch, 1997)
Mit dem Soundtrack von David Bowie (I'm Deranged) lässt das Intro zu Lost Highway schon auf eine typische Lynch Geschichte hindeuten: offenes Ende, offene Interpretation, offene Augen - weil schlaflos...




4. Rebel Without A Cause (Nicholas Ray, 1955)
"You are tearing me apart!" James Dean in seiner Rolle. Nur vier Filme hat der früh verstorbene und zur Legende mystifizierte Dean abgedreht. Erfolgreich. Ein Klassiker der Film-Auto-Geschichte. Und intensiv mit seinem tatsächlichen Ableben verbunden...



5. Drive (Nicolas Winding Refn, 2011)
Der Film wurde nicht im Workshop vorgestellt, sondern dann im Kino gezeigt. Denn nur der Saal, der Sound und die Atmosphäre im Kino kann Emotionen und Einstellungen so rüber bringen, wie vom Regisseur angedacht. Oder?



01.05.2016

Explore. Dream. Discover - darum geht's im Leben!

Ich, die Interviewpartnerin

Im Jahr 2013 schloss ich den Zertifikatskurs Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte in Wien ab. Ich wurde inspiriert, ich lernte viele Menschen kennen, die sich ebenso im Feld Kultur bewegen, die selbst künstlerisch tätig sind, die tolle Projekte verwirklichen, wie z.B. Maria Weiss' Projekt Favola in Musica - alte neue Musik, Silvia Hegyi's Kulturverein grossundklein oder Sabine Jaroschka's vielfältiges Tun.


© diekremserin on the go via Instagram


Deshalb freute es mich umso mehr, als mich das Institut für seinen Blog anfragte und meine Tätigkeit und meinen Werdegang auf sehr schöne Weise präsentiert. Ich bin stolz und freue mich, dass ich im kulturellen Bereich arbeiten kann, vor allem versuche mit den Aktionen Bewusstsein zu bilden und Menschen zu bewegen.

Wie, bewegen? 

© diekremserin on the go
Kunst- und Kulturvermittlung, wie das im Museum so schön genannt wird, geht aktiv auf junge, alte, kleine, große, dünne, dicke, arme, reiche Menschen zu, die vielleicht noch nie in einem Museum waren oder schon ganz oft eine Ausstellung besucht haben. Gespräche mit diesen BesucherInnen oder noch-nicht-BesucherInnen zu führen, macht munter und erfrischt ganz herrlich. Denn, die kleinsten Gäste sind oftmals extrem ehrlich und tauchen wunderbar unvermittelt in Themen ein, mit denen sie noch nie davor konfrontiert waren. Ich könnte stundenlang so weiter schwärmen.

Deshalb liebe ich meinen Job in der Kulturvermittlung und das Bloggen natürlich ganz genauso...





30.04.2016

#polawalk: entdecke deine Stadt sofort mit Bildern

Wien, mal anders mit PolaWalk


Los geht's. Zuerst nämlich Kaffee bei den Coffee Pirates unweit der Polaroid-Headquarters in der Türkenstraße.

Ich kenne meine Stadt, ich kenne meinen Bezirk (so halbwegs) und ich habe meine Lieblingsplätze. Mit acht Themen ausgestattet beginne ich also gemeinsam mit Freundin C. mich auf die Suche nach den besten Motiven für Versteckt, Snack Attack, Kreislauf, Licht, Naturverbunden, Nur Süßes im Sinn, Neugier und Perspektive. Für die Gedankensammlung sitze ich am schirchsten Platz (rate!) in ganz Wien auf einer Bank, die mehr von Tauben als Touristen benutzt wird. Will ich mehrere Bezirke besuchen? Möchte ich mich den Themen aus verschiedenen Positionen nähern? Erzähle ich eine Geschichte?

Davor: Startnummern-Ausgabe. Polaroid-Kamera-Entgegennehmen. Erste Einschulung. Strenge Gesichter. Herzklopfen. Vorfreude. 

Wir überreichen dir feierlich deinen Sofortbild Safari Gymbag. Yes, stylisch!

Das ist drin im Goodiebag. Sponsors sei Dank: Vöslauer, Red Bull, EIKON, Impossible, Jim Beam, Rita bringt's, Good Morning Vienna, treats., Polaroid...

Thomas erklärt wie's geht. Denn sonst löse ich mit meinem Glück das Polaroid-Teil noch aus ohne überhaupt die Linse geöffnet zu haben...

Hallo Hietzing! 


Hallo Hietzing. Ich bin's die Polaroid-Verrückte diekremserin on the go... macht Spaß!
Nachdem ich schon lange nicht mehr draußen war, am anderen Ende der Stadt, dort wo das Land langsam anfängt und die Leute reich sind (Achtung, Klischee). Mit C. entschließe ich mich die U4 bis nach Hietzing zu nehmen, wo wir uns auf einen wunderbaren Kuchen im noch wunderbareren Café in der Altgasse freuen: Pure Living, optimal für einen Samstag Lunch. Leider gibt's den Garten nicht mehr, aber das Wetter bestimmt uns sowieso nach drin. Crumble, Cheesecake, Flat White oder Chai, alles was sich die verwöhnte Städteseele so wünscht gibt es in der Pure Living Bakery und wird von zwei süßen, fast ein bisschen unbeholfen wirkenden Jungs gerockt. Am Fenster sitzend überlege ich mir zum ersten Bild den Crumble in den Mittelpunkt zu stellen... Ja, das soll's sein.


Die Auswahl ist schwer. Zum Glück darf ich mir Zeitnehmen um die richtigen vier Polaroids einzureichen. 

Als Teilnehmerin der 2. Wiener Sofortbild Safari, die von PolaWalk einmal im Jahr veranstaltet wird (heuer mit 61 Teilnahmeteams, 244 eingereichten Polaroids, 488 gemachten Sofortbildern), freue ich mich auf die Auswertung und auf das Küren der Gewinner und Gewinnerinnen, auf das Austeilen der Preise und letztendlich die Anerkennung die eigenen Polaroids am Kühlschrank bewundern zu können.

28.04.2016

Willkommen im WINDviertel!


Eine Bildgeschichte...

Nachdem wir Reisebloggerinnen und Reiseblogger nicht anders können als ständig mit Smartphone, Digicam oder der guten, alten Spiegelreflex Fotos zu machen, hat sich einiges angesammelt am vergangenen Sonntag, der mich #indiegrean ins Weinviertel entsandte. Gemeinsam mit meinen KollegInnen Martin (gehlebt.at), Elena (creativelena.com), Claudia (freets.at) und der Initiatorin Angelika (wiederunterwegs.com) lud Weinviertel Tourismus zum in die Grean gehen, einem alten Weinviertler Brauch, ein. Oh, und es war nicht nur Wein, sondern auch WINDlastig im schönen Weinviertel...

Mehr dazu findest du in Kürze auf meinem Blog. Hier sammle ich Links meiner KollegInnen sowie ihre fantastischen Bilder.

#indiegrean 

Claudia von Freets.at entführt uns in die Grean: In die Grean gehen
Martin von gehlebt.at hat seine Reise in einem Podcast zusammengestellt: Weinvierter Brauchtum
Angelika von wiederunterwegs.com trinkt das Achterl zum Frühstück... ganz echt ;)











#indiegrean im Weinviertel


#indiegrean im Weinviertel

Diese Reise erfolgte auf Einladung von Weinviertel Tourismus.

24.04.2016

Fotoreise: So, Berlin!


Zweitausendfünfzehn vs. Zweitausendelf.


Das Lied von Mark Tarmonea im Remix von Frank Schønekaes vermittelt das Lebensgefühl der Jetztzeit. Schnell, happy, cool. Das ist wie wir uns fühlen und wer wir sind. Berlin, so: talentiert und real. 2011 besuche ich meine Freundin C. mit Freundin S. in der Großstadt. Echt, jetzt.

Ja, das war's mit dem Fernsehturm am Alex. Nix da. 
Ich und die wichtigen Philosophen. Berliner Museeninseln mit den Staatlichen sind ein Must für alle Museumsjunkies. Und wenn's so Wetter hat wie oben gezeigt, braucht man ein Indoor-Programm!
Brandenburger Tor. Klein, fein und gar nicht hip. Aber trotzdem sehenswert. Auch wenn du dich nur mal gegen die Säule lehnst. Dann warst du dabei...
Wunderschönes Haus, dort wo die Gentrifizierung beginnt und im Heute sicher schon einen immensen Preisanstieg hinter sich hat. We Love! 
Muss sein. Selbstinszenierung in Berlin. 


17.04.2016

Fotoreise mit Gewinnchance: Rome-ing

Die ewige Stadt beschäftigte mich in einem meiner ersten Reiseberichte auf meinem Blog. Jetzt eine Rückschau nach mehr als ein Jahr, das inzwischen zurückliegt...

Rom. Eine Erinnerungs-#fotoreise 

Nachdem ich für jede Stadt einen Reiseführer und dazugehörige "Sekundär-"Literatur kaufe, verlose ich in einem wunderbaren Gewinnspiel, mit versteckter Frage in einer der Bildunterschriften, eine Ausgabe von "Rom, Träume. Moravia, Pasolini, Gadda und die Zeit der Dolce Vita" von Maike Albath, herausgegeben vom Berenberg Verlag. 

Schick die richtige Antwort per Mail bis Samstag, 30. April, 24.00 Uhr an mich, dann wird verlost und das Buch feierlich verpackt und verschickt... 

und jetzt: viel Spaß in Rom! 


Die Skulpturen im Trevibrunnen, hautnah! 

Gut, aber aus. Spaghetti con Vongole. Ein Traum, in Trastevere. 
Möwen haben auf den historischen Bauwerken keine Zurückhaltung gezeigt. Sondern sind eher begeistert von den BesucherInnen. 
Wunderschöne Wolken- und Lichtwirkung mitten in der ewigen Stadt. 
Blick von der Engelsburg auf den Fluss Tiber und natürlich die großartigen Skulpturen der Nächstliegenden Brücke. Kennt jemand den Künstler der sich dafür verantwortlich zeigt? 
Der Trevibrunnen. So nahe komme ich wahrscheinlich erst bei der nächsten "Schau"-Restaurierung. Dass die Touristen dennoch - ohne Wasser - Münzen ins Becken werfen, wo sich allerdings das Restaurierungsteam aufhält, zeigt das provisorisch angebrachte Schild...  


Mein Lieblingsplatz vor dem Pantheon. Wieso? Einerseits die Touristenströme, die sich hinein und hinaus bewegen, andererseits die witzigen Tour Guides. Eine fast groteske Situation. Und in der Sonne sitzen und Menschen beobachten, wer macht das nicht gern? 
Zum Abschluss also noch ein Steinhaufen. So wie sich das für Rom gehört. Am Forum Romanum und in der dazugehörigen "Parkanlage" rund um den Palatin findest du einige dieser Steine (Kapitelle). Alle Fotos © die Kremserin on the go

11.04.2016

Graz, Graz, Vergangenheit pur!

Alt und Neu trifft in Graz unmittelbar aufeinander. 

In meinem letzten Beitrag über Graz, habe ich vom Kunsthaus Graz und von der süßen Luise geschwärmt. Allerdings konnte ich in Zusammenarbeit mit Graz Tourismus auch das Landeszeughaus in der Grazer Herrengasse besuchen. Landeszeughaus? Das Museum, direkt im Landhauskomplex, beherbergt Rüstungen, Parade- wie nicht verwendete Kriegswaffen und erzählt allein durch seine Architektur spannende Details zur Vergangenheit der Steiermark.

32.000 Exponate

Durch eine sehr offene und herrlich anekdotenreiche Führung (in Englisch, weil ich die deutsche verpasst habe), war ich von der Ansammlung an Waffen, Kanonenkugeln, Schießpulveraufbewahrungsbeuteln und Speeren, Stäben und Schwertern nicht überfordert, sondern angenehm überrascht. Zwischen 1642 und 1648 als Waffendepot erbaut, ist das Grazer Landeszeughaus die größte Rüstkammer Europas. Lustige Vergleiche mit Hollywoodfilmen (Ritter aus Leidenschaft und seine Lanzenturniere sind nicht besonders realistisch recherchiert...) und tatsächliche Verschiebungen von Schlachten direkt am Feld aufgrund von schlechtem Wetter, hauchen den stählernen Rüstungen Leben ein. Zum Ausprobieren darf ich mir einen Helm aufsetzen - wie schwer war denn so ein Teil eigentlich? - oder die Beweglichkeit der Hand- und Armschoner testen. 

Dekorative Rüstungen für wichtige Auftraggeber des Landes. Sie dienten nicht dem Kampf sondern der Repräsentation. 
Das Originalgebäude macht natürlich einiges her. Der dunkle Holzfußboden und die Deckenverkleidung machen das Landeszeughaus sehr authentisch. 

Von meinem geführten Altstadtrundgang, der direkt nach der Führung im Landeszeughaus begann, musste ich mich leider vorzeitig verabschieden. Denn - aufgrund des Verkehrsaufkommens und des fehlenden roten Fadens - machte ich mich auf eigene Faust auf den Weg die Altstadt wieder aufs Neue zu entdecken.

Ein Schneemann? Wie geht das denn? Der Schneemann im Klosterkomplex ist ein Kunstobjekt und wurde aus Marmor herausgearbeitet. Er blickt in die Lacke, in der sich die am Gebäude angebrachte Uhr spiegelt. Vergänglichkeit, pur. 
Frühlingshafte Farben an den Gebäuden.
Hinter- und Durchgangshöfe machen Graz entzückend und zum Verlieben schön.

Mir geht's blendend...

Hunger! Nach so vielen Geschichten aus der historischen Rüstungsindustrie, meldet sich mein Magen nach dem reichhaltigen Frühstück der süßen Luise doch zurück. Wo geht's hin? Chili Fries essen.
Im Blendend in Lend - wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof - fühle ich mich wie im Wohnzimmer meiner Oma, aber besser.
Ich entscheide mich erst für eine wärmende Heiße Schokolade (ohne Schlag) und lese mich durch das Programm der Diagonale 2016. Aus der hervorragenden Auswahl werde ich mir den ein oder anderen Film noch ansehen. Wie zum Beispiel den Kunstfilm mit gelitin: whatever happened to gelitin. Und zum Abschluss meines Grazbesuchs entscheide ich mich dann wirklich für die herrlichen Chili Fries im Blendend. Denn nichts geht über ein bisschen Schärfe :)

Graz, du siehst mich bald wieder! 


Vielen Dank an das VisitGraz Team des Infobüros für die tatkräftige Unterstützung bei der kurzfristigen Planung meines Trips. Die Anreise erfolgte reibungslos mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit einem wunderbaren SparSchiene-Ticket von 9 Euro (exkl. Sitzplatzbuchung). In meinem Sommerblog 2015 Travel With Lucie habe ich übrigens in drei Akten von Graz geschrieben. EINS, ZWEI, DREI!


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