wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
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17.09.2016

#socialconference im Albertina Museum und die Lust endlich wieder nach Frankreich zu fahren

Chaos Punkt.

Pointillismus = einer der vielen -ismen, den die Kunstgeschichte erfunden hat, um eine Epoche zu beschreiben. Dabei hat sie sich nicht besonders angestrengt, sondern das wichtigste Stilmittel der Strömung aufgegriffen und an den Anfang des Wortes gestellt: Pointe.

#SeuratSignacVanGogh

Wikipedia charakterisiert die Kunstströmung wie folgt:
Typisch für den Pointillismus ist der streng geometrisch durchkomponierte, oft ornamental wirkende Bildaufbau. Im Gegensatz zum Impressionismus wird nicht mehr eine realistische Momentaufnahme angestrebt, sondern eine wohldurchdachte Komposition. Diesen Ansatz, von der Gesamtkomposition des Bildes über die geometrischen Beziehungen, den Bildaufbau, die Beziehungen von Licht und Gegenständen hinunter zu den Einzelelementen zu gelangen, bezeichnete Seurat als Divisionismus.
 Hier fällt auch schon ein Künstlername, der als einer der Vertreter der Kunstrichtung gilt und für die Ausstellung der Albertina Dreh- und Angelpunkt ist: SEURAT.

#SeuratSignacVanGogh

#SeuratSignacVanGogh 

Social Media werden für Museen, Kunsthäuser und Ausstellungsmarketing immer wichtiger. In der Vermittlung von Themen, roten Fäden und relevanten Aussagen, bedienen sich die Marketingabteilungen den Onlinemedien und versuchen so ein neues, jüngeres, aktiveres, interessiertes Zielpublikum zu erreichen. Als eine der wichtigsten Institutionen in Wien für moderne Kunst - Picasso, Monet und Konsortien sind Stamm der Sammlung Batliner der Albertina - hätte es das Haus keinesfalls nötig in diverse Richtungen zu experimentieren. Wieso? Jede Touristin verirrt sich in die Albertina. Das Haus hat kein Imageproblem und vor allem finden BesucherInnen ihre Wege hinein und sind begeistert.

Mit der #socialconference am Abend nach der Eröffnung, im exklusiven Rahmen von nur 30 Personen nach den Öffnungszeiten das Ausstellungshaus für sich (fast) allein zu haben und fotografieren zu dürfen (sonst ist es nicht erlaubt), begeistert Social Media-affine Menschen wie mich. BloggerInnen, Twitteraten, Instagrammer und Fotografen sind vor Ort, lassen sich inspirieren, von den rosa-violetten Räumen, den schnörkeligen Schriften, den gepunkteten Bildern, den wilden Pinselstrichen, die van Gogh dann gegen Ende der Ära des Pointillismus in den Vordergrund gestellt hat und den Erzählungen von Online-Chefin Ivana und ihren Kolleginnen aus dem Ausstellungsmanagement und der Restaurierung.

#SeuratSignacVanGogh

Was bringt #socialcontent im Museumsbereich? 

Ich stelle mir selbst die Frage ob wirklich noch-nicht-BesucherInnen außerhalb des Museumsbereichs angesprochen werden von Informationen und vor allem Geschichten, die entwickelt werden, um Aufmerksamkeit zu machen. Content. Wie viel Content vertragen wir noch? Welchen Content möchten wir hören? Was sind die spannenden Geschichten, die Bilder vermitteln? Ich habe aufgrund der Einladung drei Überlegungen hierzu zusammengefasst:

(1) Exklusivität: Speziell im kleinen Rahmen durch Ausstellungen zu gehen, die sonst als Besuchermagneten kein Gustieren erlauben, spricht an. Allein vor Bildern zu stehen. Nahe ran gehen zu dürfen. Hierbei erschließen sich Geschichten wie von alleine. Ich möchte wissen, wieso Seurat und Signac befreundet waren, wie sie miteinander gesprochen haben, möchte wissen, wieso pointillistische Portraits vor allem von einem Künstler gemalt wurden und so weiter. Und dann noch: wie cool ist es, dass auch Piet Mondrian und Pablo Picasso mit Arbeiten vertreten sind?

(2) Urlaubsinspiration: Ganz ehrlich? Ich hab mir gedacht, dass ich lange nicht in Frankreich war, wie schön das Licht in Paris sein muss. Sonnenuntergang auf einer Dachterrasse. Oder am Strand in Antibes, wo sich unterschiedliche Farbreflexionen im Wasser spiegeln. Wie wäre es mit einem Segelturn in Richtung nirgendwo? Zu zweit, allein, mit Familie und Freunden. Frankreich ruft!

(3) Zeit: Take your time! Ganz eindeutig verleitet ein leeres Museum dazu, länger zu verweilen, genauer hinzusehen und vor allem durchzuatmen. Da bekommt das Energie Tanken und aufmerksam Schauen eine ganz neue Bedeutung. Zeit ist Gold wert. Nicht einmal durchgehen, sondern mehrmals hin und her zwischen Anfang und Ende, zwischen Start und Ziel, zwischen Früher und Später. Hier werden plötzlich Zusammenhänge klar, die Zeit benötigen. Wo war hier nochmal der Punkt? - Bei Vincent Van Gogh erlebe ich, dass pointillistisch auch wilde Formen sein können.

#SeuratSignacVanGogh

Weitere Bilder findest du in meiner flickr-Galerie:

#SeuratSignacVanGogh at Albertina Museum, Vienna

Many thanks, Merci & Dankeschön an das Team Albertina Museum für die Einladung. #arttogo #keinTagohneKunst #SeuratSignacVanGogh sind die Hashtags, die ich verwendet habe.

05.09.2016

Letzte Sommertage auf der #genussmeile16

Von Mödling bis nach Bad Vöslau

Wienerwald Tourismus mit den Genussmeile-Sprüchen © diekremserin on the go
Wienerwald Tourismus mit den Genussmeile-Sprüchen © diekremserin on the go

Weinwandern hat sich zum neuen Trend entwickelt. Ob in der Wachau oder im Kamptal oder gar an den Außengrenzen von Wien: auf der Genussmeile 2016 begehen über 20.000 BesucherInnen bei herrlichem Spätsommerwetter den Wasserleitungswanderweg, der über der Hochquellwasserleitung verläuft, die Wien mit dem besten Leitungswasser versorgt. Darauf gedeihen die wunderbaren Weinreben - Zierfandler, Riesling, Rotgipfler - und beherbergen während der Genussmeile 85 Stände der umliegenden Winzerinnen und Winzer.

Vor sechs Jahren haben wir uns zusammengetan, weil wir die Gemeinschaft rund um den Anninger stärken wollten. Das hat mit der Genussmeile wunderbar funktioniert. Hierher kommen nicht nur Touristen oder WienerInnen, sondern auch die BewohnerInnen der Dörfer.
Christoph Kainz erzählt von den gemeinsamen Ideen, die er mit den Bürgermeistern der Gemeinden Pfaffstätten, Baden, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Bad Vöslau, Mödling, Tattendorf, Traiskirchen vor Jahren schmiedete - bei einem guten Glaserl am Stammtisch - und in die Tat umsetzte: "die längste Schank" kam dabei heraus.

Dass das Wetter auch in diesem Jahr mitspielt, lässt den Satz auf der Wanderkarte "Bei Ausfall eines Veranstaltungswochenendes wegen Schlechtwetter erfolgt eine Verlängerung" hinfällig werden. Allerdings wäre eine Erweiterung auf ein zweites Wochenende gar nicht schlecht. Denn die 85 Genussstationen zwischen Mödling und Bad Vöslau kann ich unmöglich an nur zwei Tagen schaffen.

"Bleib ma picken"


Dieser Spruch des Wienerwald Tourismus wird zum Motto des Samstages, der mit einem wunderbaren Mittagessen im Alten Zechhaus der Familie Krug beginnt. Surschnitzel, Backhendl und Blunzengröstl spielen alle Stücke. Und der Zierfandler lässt mich schon mal picken bleiben, wie man so schön auf niederösterreichisch sagt. Das bedeutet, dass ich sitzen bleibe, bei einem guten Achterl, bei einem schönen Gespräch, bei einer netten Unterhaltung.

Die Vorspeise ist serviert. Leider wusste ich das nicht und habe meinen Teller mit herrlichem Roast Beef und Liptauer voll gefüllt. © diekremserin on the go
Die Vorspeise ist serviert. Leider wusste ich das nicht und habe meinen Teller mit herrlichem Roast Beef und Liptauer voll gefüllt. © diekremserin on the go
Einblick vom Ausblick beim Krug © diekremserin on the go
Einblick vom Ausblick beim Krug © diekremserin on the go
Am Kirchplatz startet der erste Genussmeilentag ganz traditionell mit Musikkapelle und Gebirgsschützen, bevor es dann auf die tatsächliche Meile geht, bei Ausblick ins Wiener Neustädter Becken und den Anninger in die andere Richtung. 

Mario Gruber, Geschäftsführer von Wienerwald Tourismus, ist stolz auf den großen Erfolg, den er mit der Veranstaltung verzeichnen kann. "Wir sorgen hier für den perfekten Abschluss der Sommerferien und locken viele WeinliebhaberInnen aus der Umgebung an." 

Oh ja, die Sonne geht unter und der Blick wird immer schöner © diekremserin on the go
Oh ja, die Sonne geht unter und der Blick wird immer schöner © diekremserin on the go 


Die Burgundermacher rund um das Weingut Heggenberger schenken ganz wunderbaren Rotwein aus: der Pinot Noir hat mich überzeugt. Denn neben den begünstigten, für die Gegend bekannten Weißweinsorten spielt die Winzerzusammenarbeit die Trumpfkarte bei den Roten aus. Oh ja, einer der besten österreichischen Rotweine, die ich je getrunken habe. Großes Kompliment! 

Schwenken. Riechen. Kosten. Schmecken. Gut isser. © diekremserin on the go
Schwenken. Riechen. Kosten. Schmecken. Gut isser. © diekremserin on the go


Den perfekten Abschluss machen zwei Kugeln. Eiskreme. Vom steirischen Eisgreissler, der mich schon in Wien auf der Rotenturmstraße stundenlang anstellen lässt. Hier ist die Schlange kürzer und das Eis beim Ausblick noch besser. Lieblingssorten: Mohn und Zitrone. 

Habe die Ehre! 

Verbinden kannst du die Wanderung mit einem Besuch des Arnulf Rainer Museums in Baden, das im ehemaligen Kurbad mit großartigen Ausstellungen auffährt. Momentan mit einer sehr spannenden Retrospektive zu Arnulf Rainer. 


Die vinophile Wanderung erfolgte auf Einladung von Hiller Communications im Auftrag von Wienerwald Tourismus. Unter #genussmeile16 können die Beträge via Social Media aufgerufen werden. 


24.07.2016

#Sommertag: die Hitze in Wien gut aushalten

Ich fahre Rad. Meist noch mit dem Citybike, weil ich mein Mitbewohnerinnenrad erst reparieren lassen muss. Und da komme ich schon ganz schön rum in Wien. Zu Hitzezeiten suche ich nicht immer nur das kühle Nass, sondern auch die Abkühlung durch schattige Bäume und kleine Auszeiten außerhalb des Trubels. An der Endstation der 43er Straßenbahn, Neuwaldegg, sind es nur wenige Meter in die Allee, wo's schön schattig ist.

Der Weg ist weit und die Stadt noch weiter weg. Endlich Ruhe © diekremserin on the go
Der Weg ist weit und die Stadt noch weiter weg. Endlich Ruhe © diekremserin on the go

#Sommertag im Schwarzenbergpark

Dass der Park heute den Schwarzenbergs, einer österreichischen Adelsfamilie zugeordnet ist, kommt daher, dass sie den Park um 1800 erworben und aufgewirtschaftet haben. In den Weltkriegen verwilderte der Park, bevor er 1957 von der Stadt Wien übernommen wurde. Heute ist er wirklich ein Naherholungsgebiet für die ganze Familie. Viele Wege, die zu Entdeckungen abseits des asphaltierten Wegs einladen oder grüne Wiesen, in denen du ganz gemütlich picknicken kannst. 

Eintritt in die Schwarzenberg Allee. © diekremserin on the go
Eintritt in die Schwarzenberg Allee. © diekremserin on the go
Ach, und auch der Park hat irische Geschichte, wie ich: Graf von Lacy erwarb die Fläche im frühen 18. Jahrhundert. Der hatte es gut, denn er war immerhin mit dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. befreundet. Im Stile der englischen Landschaftsgärten ließ er seinen Park anlegen und auch das Hameau - ein Dörfchen mit 17 Schilfdachhäusern, das ich noch nicht besucht habe.

Überall im Park verteilt findest du Gebäude, die teils revitalisiert wurden, teils etwas verfallen wirken. Hier das Grabmahl des Grafen Lacy. © diekremserin on the go
Überall im Park verteilt findest du Gebäude, die teils revitalisiert wurden, teils etwas verfallen wirken. Hier das Grabmahl des Grafen Lacy. © diekremserin on the go


Aber Martin Moser, gehlebt.at, hat sich während seiner Stadtwanderwegstour durch den 17. Bezirk gekämpft, aufgeschrieben im Juni 2015 erschienen Buch "Wien wandert".

Schattiges Plätzchen gefällig? Für Getränke und eine kleine Jause ist selbst zu sorgen. © diekremserin on the go
Schattiges Plätzchen gefällig? Für Getränke und eine kleine Jause ist selbst zu sorgen. © diekremserin on the go
Mehr zum Park findest du bei der Stadt Wien, wo auch die Broschüre für die Stadtwanderwege ausgegeben wird.

Schlemmerei in der Manameierei 

Kulinarisch empfehle ich dir im Container zwischen Schwarzenberg Allee und Sophienalpe vorbeizuschauen. Direkt an der Exelbergstraße gelegen sitzt du auf der Terrasse, kannst einen wunderbar gerösteten Fürth-Kaffee genießen (Achtung, fruchtige Röstung!). Die Mehlspeisen - von Brownies über Cheesecakes, very American, aber gut - sind sehr zu empfehlen, mit einem eisgekühlten Cappuccino die optimale Nachmittagsjause. 

Exelbergstrasse 32
1170 Wien
Tel: +43(1) 480 51 72
E-Mail: info@manameierei.com
Mi. bis So. 09:00 bis 18:00 Uhr


30.04.2016

#polawalk: entdecke deine Stadt sofort mit Bildern

Wien, mal anders mit PolaWalk


Los geht's. Zuerst nämlich Kaffee bei den Coffee Pirates unweit der Polaroid-Headquarters in der Türkenstraße.

Ich kenne meine Stadt, ich kenne meinen Bezirk (so halbwegs) und ich habe meine Lieblingsplätze. Mit acht Themen ausgestattet beginne ich also gemeinsam mit Freundin C. mich auf die Suche nach den besten Motiven für Versteckt, Snack Attack, Kreislauf, Licht, Naturverbunden, Nur Süßes im Sinn, Neugier und Perspektive. Für die Gedankensammlung sitze ich am schirchsten Platz (rate!) in ganz Wien auf einer Bank, die mehr von Tauben als Touristen benutzt wird. Will ich mehrere Bezirke besuchen? Möchte ich mich den Themen aus verschiedenen Positionen nähern? Erzähle ich eine Geschichte?

Davor: Startnummern-Ausgabe. Polaroid-Kamera-Entgegennehmen. Erste Einschulung. Strenge Gesichter. Herzklopfen. Vorfreude. 

Wir überreichen dir feierlich deinen Sofortbild Safari Gymbag. Yes, stylisch!

Das ist drin im Goodiebag. Sponsors sei Dank: Vöslauer, Red Bull, EIKON, Impossible, Jim Beam, Rita bringt's, Good Morning Vienna, treats., Polaroid...

Thomas erklärt wie's geht. Denn sonst löse ich mit meinem Glück das Polaroid-Teil noch aus ohne überhaupt die Linse geöffnet zu haben...

Hallo Hietzing! 


Hallo Hietzing. Ich bin's die Polaroid-Verrückte diekremserin on the go... macht Spaß!
Nachdem ich schon lange nicht mehr draußen war, am anderen Ende der Stadt, dort wo das Land langsam anfängt und die Leute reich sind (Achtung, Klischee). Mit C. entschließe ich mich die U4 bis nach Hietzing zu nehmen, wo wir uns auf einen wunderbaren Kuchen im noch wunderbareren Café in der Altgasse freuen: Pure Living, optimal für einen Samstag Lunch. Leider gibt's den Garten nicht mehr, aber das Wetter bestimmt uns sowieso nach drin. Crumble, Cheesecake, Flat White oder Chai, alles was sich die verwöhnte Städteseele so wünscht gibt es in der Pure Living Bakery und wird von zwei süßen, fast ein bisschen unbeholfen wirkenden Jungs gerockt. Am Fenster sitzend überlege ich mir zum ersten Bild den Crumble in den Mittelpunkt zu stellen... Ja, das soll's sein.


Die Auswahl ist schwer. Zum Glück darf ich mir Zeitnehmen um die richtigen vier Polaroids einzureichen. 

Als Teilnehmerin der 2. Wiener Sofortbild Safari, die von PolaWalk einmal im Jahr veranstaltet wird (heuer mit 61 Teilnahmeteams, 244 eingereichten Polaroids, 488 gemachten Sofortbildern), freue ich mich auf die Auswertung und auf das Küren der Gewinner und Gewinnerinnen, auf das Austeilen der Preise und letztendlich die Anerkennung die eigenen Polaroids am Kühlschrank bewundern zu können.

20.03.2016

Fotoreise: welcome to my hood...

Wien zeigt sich oft von seiner schönsten Seite. Eine Auswahl meines Wohn- und Arbeitsorts der letzten Jahre. Ich freue mich über deine Eindrücke von Wien per Mail oder Social Media (Facebook, Instagram).

Auf zur Donauinsel! Die Erholung- und ehemalige Überschwemmungszone hat mit viel Grün, der Donau und dem leichten Zugang durch U-Bahnstationen großes Entspannungspotential. Im Sommer auf jeden Fall dort schwimmen! Ich gehe gerne in die Lobau laufen, mit einer Abschlussrunde über die Insel ... © diekremserin on the go

Hoch hinaus! Rund um Wien können Wanderlustige wie ich das "Tal" verlassen. Hier  am Himmel gibt's auch Jahraus, Jahrein wunderbare Festivitäten. Einen wunderbaren Ausblick hast du beim Essen im Oktogon am Himmel. © diekremserin on the go
Schon mal den Kutschkermarkt im 18. Bezirk besucht? Gleich im Marktgetümmel hat das Café Himmelblau geöffnet und dient als netter Rastplatz zwischen Einkäufen und Marktschreiern. Wunderbaren Käse bekomm' ich, zwar schweineteuer, bei Pöhl's. 
Kiss me! Zum Geburtstag darf ich mir auch mal was besonderes gönnen. Am Spittelberg eröffnete bereits vor zwei (?) Jahren das KUSSMAUL. Gegessen habe ich dort noch nicht. Aber wunderbar getrunken. Solche Cocktailvariationen muss mal jemand nachmachen... Love it! © diekremserin on the go
Wo bin ich? Dort wo ich die meiste Zeit meines Studiums verbracht habe... Easy, oder? Nein nicht in der Hauptbibliothek der Universität Wien, auch nicht an der Nationalbibliothek am Heldenplatz (es waren auch dort einige Stunden...), aber hauptsächlich war ich im Kunsthistorischen Museum unterwegs. Mit einem Buch, bei den Niederländern oder Italienern, oder irgendwo versteckt auf einer gemütlichen Bank. Dort lauschte ich den Gesprächen, den Guides und schaute den BesucherInnen zu. Und lernte... © diekremserin on the go
Letztes Jahr durfte ich bei der Wiener Bloggerreise (Post 1, Post 2) meine Hauptstadt von einer ganz neuen Seite kennenlernen. Mit einem Austrian Guide ging's durch Hinterhöfe und Gässchen im 1. Bezirk (Innere Stadt). Dass es selbst in der Innenstadt geheime Plätze zum Verweilen gibt, hat mich sehr überrascht. Wunderbar! © diekremserin on the go

15.03.2016

Ein Klick und eine Chance: willkommen bei der 2. Wiener Sofortbild-Safari



Kennst du PolaWalk? Das Unternehmen macht genau das, was es verspricht: mit einer Sofortbildkamera ausgestattet können Touren gebucht werden. So schauen Touristen wie BewohnerInnen der jeweiligen Stadt (Wien, Warschau, Graz) mit ganz anderen Augen auf ihre Umgebung und haben nach ihrem Aufenthalt nicht hunderte, gar tausende Aufnahmen, die sie mühevoll aussortieren. Nein, eine Chance, ein Klick, ein Bild. Thomas, Teresa und Gilbert (und das Cookie Monster) haben sich in Wien ganz der Polaroidfotografie verschrieben. Das Team unterstützt Polaroid- und ortskundigen wie -unkundigen Personen beim Schießen und Erleben von unvergesslichen Momenten. So das Credo.

Was mich schon immer an den Sofortbildern fasziniert ist die Unmittelbarkeit mit der der Auslöser gedrückt werden muss. Es muss einfach passen. Aber...


Der Siegeszug der Digitalkameras und ihrer Displays schien das Ende des alten „Sofortbilds“ zu besiegeln: Digital ist eben noch soforter. Als die Firma Polaroid dann 2008 die Pleite anmeldete, endete eine Epoche von vier Jahrzehnten.
Die Welt, wie Polaroid sie sah | WAZ.de 


Deshalb finde ich Initiativen wie PolaWalk und ihre Sofortbild-Safari einfach sensationell!
Best of Polaroids Safari 2015 © PolaWalk

So läuft's...

Während der 2. Wiener Sofortbild-Safari kannst du ausprobieren, experimentieren und Blickwinkel einnehmen, die du vielleicht mit deinem Smartphone nicht fotografiert hättest. Du kannst dich vor allem nicht vorbereiten. Denn deinen geheimen Auftrag findest du erst in deinem Starterpack am Tag des Events, am 23. April 2016, vor. Ab dann geht's los, mit der richtigen Wahl des Motivs, dem richtigen Winkel, dem besten Licht, und, und, und. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Innerhalb von drei Stunden darfst du mit deiner Leihkamera (falls du keine eigene hast, einfach beim Ticketkauf angeben!) Polaroidbilder zum jeweiligen der 8 Themen machen. Wähl dann bei der Abgabe deine vier Favoriten aus und lass die Jury bewerten...

Safari 2015 © PolaWalk

Code krems10

Ich werde dieses Jahr ganz exklusiv auf Einladung von PolaWalk als Bloggerin dabei sein - kommst du mit? Gibt den Code krems10 an und erhalte beim Buchen deines Tickets Rabatt! Gespannt bin ich, welche Themen auf mich zu kommen und vor allem wie ich mit der Kamera umgehen werde. Immerhin bin ich ein völliger Newbie! Wer die Jury überzeugt, kann natürlich wunderbare Preise gewinnen...
Mitmachen, Spaß haben und auf Safari (ohne Tiere, oder mit wenn's das Thema erlaubt...) gehen! 

19.01.2016

Auf Bier folgt Wein und wie #zåmessn funktioniert

Mittwochabend. 


Nach dem letzten Beer-Dinner 2014 entschlossen Judith und ich uns zur zweiten Auflage mit einer nicht weniger spannenden Gästeschar, die sich nun nicht nur mit Bierbegleitung sondern auch mit Wein zum Essen auseinandersetzen durfte.

Weniger entspannt als vielmehr angespannt verliefen die Vorbereitungen diesmal. Wir waren doch beide sehr nervös: wird es wieder so klappen wie beim letzten Mal? Wird das Essen schmecken? Und die Frage aller Fragen: werden wir rechtzeitig fertig werden?

Die genaue Speise- und Getränkefolge hat Judith auf ihrem Blog publiziert. 

Judith beim Kürbis Präparieren. Ein bisschen Kraft muss dabei schon aufgewendet werden. So ein Hokkaido lässt sich nicht gleich knacken. © diekremserin on the go


Limette, Honig und Traubenkernöl stehen bereit. Außerdem ein Korianderblatt im Gmundner Häferl fùr die Suppe. © diekremserin on the go

Duck Face vs. Dark Face. Wir stoßen an! © diekremserin on the go

Erdäpfelkas mit Speck und homemade Bread. Besser geht's nicht. © diekremserin on the go

Zwischenmahlzeit. Fruchtiger Quinoasalat - mein Favorit! © diekremserin on the go

Trendy Ceviche. Wolfsbarsch gepimpt mit Sachen. © diekremserin on the go

Da ist sie nun, die Suppe. Sellerie-Karotte mit orientalischem Einschlag. © diekremserin on the go

Wo bleibt die Hauptspeise? Dexter-Rind aus Großriedenthal, feinstes geschmort © diekremserin on the go

Bunt muss es sein. Süßkartoffel, Kürbis, Kohlsprossen - Herz, was willst du mehr? © diekremserin on the go 

Nichts geht über ein bisschen Käse vom Käsefeinspitz Robert Paget © diekremserin on the go

Und am Kuchen fehlt's natürlich auch nicht. Rote Rüben mit Pfeffer. Und Schokolade. I love it! © diekremserin on the go





14.01.2016

Lebensmasken zum Abfeiern oder wenn ich mir Gedanken zum Tod mache


"Ich habe mein Leben immer so gelebt, dass ich auch zufrieden wäre, wenn es morgen vorbei wäre." Josef Zotter

Was mache ich an einem Sonntagnachmittag in Wien? Meine Jahreskarte im Kunsthistorischen Museum Wien läuft bald ab. Es ist nebelig. Und ich habe Lust mich vom großen Schlachtschiff der Kunst schlucken zu lassen, um inspiriert und hoch motiviert wieder raus zu gehen. Neben der ständigen Sammlung von Italien bis in die Niederlande, der Kunstkammer und dem Münzkabinett, begleiten Sonderausstellungen mit Zeitgenossen die historischen Räume. Leider war mir nicht bewusst, dass die Ausstellung Joseph Cornell am letzten Tag überfüllt ist. Sonderausstellungen neigen dazu besonders dann aus allen Nähten zu platzen. Erst wollte ich mich konzentrieren, mich hinter dem Besucher vor mir anstellen, die nächste Besucherin im Rücken zu haben und mich auf ein Tempo der anderen einzustellen.




Nein, dachte ich mir, das Museum ist heute nur für mich da. 


Ich gebe die Geschwindigkeit vor. Und die ist langsam an einem Sonntag. Nun, ich höre mich für dich wohl etwas eigensinnig an, aber während ich an der Rückseite der Vitrinen von Joseph Cornell Besucher wie Werke von der "falschen" Seite betrachtete - die einen sah ich durch das Glas und die anderen (ergo die Kunstwerke) von der verkehrten Seite, nämlich von hinten - entschloss ich mich zu den Breughels und Rubens' zu gehen. Dort saß ich womöglich eine halbe Stunde einfach nur vor einem großformatigen Tafelbild und dachte. Oder besser: ich schaute.

Arnulf Rainer by Arnulf Rainer © diekremserin on the go

Feiert das Leben!



Wunderbar, niemand ist hier in der Antikensammlung, wo ich mich suchend nach den Lebensmasken um, die zur Ausstellung "Feiert das Leben!" in Kooperation mit der Caritas der Erzdiözese Wien erstellt wurden. Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben erklärten sich bereit in Anlehnung an die antiken Totenmasken Lebensmasken von sich abnehmen zu lassen. Ein eindrucksvoll gestalteter Film direkt im Ausstellungsraum gibt jedem und jeder der zehn Personen circa eine Minute Zeit sich zum Thema Tod zu äußern. Ganz ungeschminkt wird ihnen da auch blaue, orange oder rosa Paste ins Gesicht geschmiert und ein Gipsabguss von der eingedickten Paste (ich weiß die Fachausdrücke dafür nicht) genommen. Barbara Coudenhove-Kalergi, Christiane Hörbiger, Karl Markovics, Robert Menasse, Cornelius Obonya, Arnulf Rainer, Barbara Stöckl, Michael Landau und Josef Zotter ließen Lebensmasken von sich herstellen und standen Rede und Antwort: Was bleibt von uns wenn wir gehen?


KünstlerInnen gestalten

Neben den zeitgenössischen Persönlichkeiten spielten Künstlerinnen und Künstler eine maßgebliche Rolle für die Gestaltung der Lebensmasken:  Daniel Knorr, Erik van Lieshout, Teresa Margolles, Arnulf Rainer, Hans Schabus, Hubert Scheibl, Deborah Sengl, Daniel Spoerri, Kader Attia und Nives Widauer machten sich Gedanken zur Präsentation. Am spannendsten fand ich Nives Widauers Bearbeitung von Cornelius Obonyas Abguss, der inmitten der römischen Ansammlung von Köpfen als zeitgenössisches Objekt platziert wurde.
Witzig, dass ich durch die Antiken und die Ägyptische Sammlung mit einem ganz veränderten Blick ging. Ich war nicht auf der Suche nach einem bestimmten Objekt der Sammlung, ich sah mich ständig um: entdecke ich irgendwo eine Maske? Wie eine Rätselrallye, in der ich eine versteckte Botschaft finden sollte, um am Ende eine Lösung herauszufinden.

Time flies | Nives Widauer – Lebensmaske von Cornelius Obonya © diekremserin on the go
Wie stehe ich zum Tod? Die Lösung, die ich erhielt war ernüchternd und etwas deprimierend - passend zum Nebel - denn aus zehn Kommentaren zum Tod und zehn künstlerisch gestalteten Masken wurde ich nicht schlau. Zumindest nicht soweit um den Tod für mich bestimmen zu können. Du bist genauso damit konfrontiert wie ich. Ich halte es wie Josef Zotter. Wenn ich morgen sterbe, möchte ich nichts auf die lange Bank geschoben haben. Ich will zufrieden sterben. Live a happy life. Smile.


bis 3. April 2016

Antikensammlung
Kunsthistorisches Museum Wien
Hochparterre
Maria Theresien-Platz, 1010 Wien



04.01.2016

Be classy, Vienna!

Die letzten Wochen verbrachte ich sehr viel in der Hauptstadt. Wieso? Mein Lebensmittelpunkt verschiebt sich wieder etwas und somit freue ich mich auf neue Herausforderungen in der Großstadt. Nachdem ich Krems zwei Jahre sehr genau unter die Lupe genommen habe und dabei viele Menschen kennengelernt habe, die ich nicht missen möchte. Großartig, wenn Wien und Krems dann plötzlich eine unvermutete Verbindung bekommen. Wenn zum Beispiel meine Freundin, die fanatische Kaffeekennerin und seit Mitte 2015 auch Rösterin im Kaffee Campus Krems, Doris Karl ihren Kaffee im hippen Salon Plafond im Wiener MAK anbietet.



Wusstet ihr schon, dass unser toller Kaffe von unserer Freundin Doris Karl kommt. Sie röstet im Kaffee Campus Krems. Der geht immer ... <3
Posted by Salonplafond on Dienstag, 29. Dezember 2015


Du weißt, was jetzt kommt? Natürlich haben Doris und ich, gemeinsam mit der Bier- und Getränkebloggerin Judith, the newest shit in town (oder fast!) einen Besuch abgestattet. Nicht nur um den bekannten Kaffee zu kosten, sondern auch die Brotkreationen zu versuchen. Die imperialen Räumlichkeiten gehören - mit einer Verbindungstür zum MAK Design Shop sicher gestellt - zum MAK Museum für Angewandte Kunst, wo momentan Stefan Sagmeisters The Happy Show Besucherinnen und Besucher Lachen ins Gesicht zaubert. Tim Mälzer hat mit Barbara und Peter Eichberger dort die Pacht im November 2015 übernommen.

#salonplafond - was kann der?

© diekremserin on the go
Ich fühle mich wohl, während ich vom eher unspektakulären Eingang die Treppen zum Salon hinaufsteige. Willkommen geheißen werde ich gleich vom Filmplakat "Das große Fressen", das wohl direkt auf die lange Tafel verweist, die zum Gustieren einlädt. Süße Kuchen, die wunderbaren Brote und farbenfrohen Salate präsentieren sich den Gästen ganz unvermittelt. Was davon will ich nun? Ich gehe langsam vorbei und schaue mich gleichzeitig um. Nicht mehr nobel, sondern hip. "Hoppala" steht mit schwarzen Pinselstrichen an einer der Leinwände die an den Wänden neben den Fenstern lehnen. 
Nach einem Kaffee (Espresso Macchiato) - das Servicepersonal sollte sich noch einmal anschauen, welche verschiedenen Kaffeezubereitungsmöglichkeiten es gibt - lächelt mich das Brot, mit Avocado, Grana und Schnittlauch besonders an und ich entscheide mich letztendlich auch dafür. Meine Begleitungen kosten Beef Tatare Brot und Karotten Frischkäse Brot sowie eine kleine Salatvariation, die liebevoll angerichtet zum Tisch gebracht wird. Ich muss zugeben: yummy! Leider konnte ich die neue Hauptspeisenkarte nicht durchprobieren - neben Pulled Pork Burger auch noch andere Köstlichkeiten für den größeren Hunger - die an mir vorbeigetragenen Teller mit Linguine sehen durchaus hervorragend aus.


Salon Plafond, also. Überraschend positiv ist die Preisgestaltung im Salon angelegt. Ich empfehle dir dort bei kleinem Hunger oder zum Aufwärmen vorbei zu schauen. Und danach einen Abstecher in den MAK Design Shop zu machen. Diese Gläser sind nämlich mehr als classy. Hip, hip, hurra!

© MAKDesign Shop, Sagmeister on Loos, Entwurf Stefan Sagmeister, 2011/2013


13.06.2015

Yoga lieben und herzen

Ausgeglichen und angenehm


Stefan und Denise © loveyoga.at
Stefan und Denise © loveyoga.at

Mit den Worten "Wie geht's euch heute?" starten Denise und Stefan ihre Yogaeinheit im Park. Unweit des Pavillons, der mir ja persönlich sehr am Herzen liegt und der momentan mit einigen Fitness-, Sport- und Bewegungsgruppen bespielt wird, rollen wir unsere Matten auf der saftigen Wiese auf. Die Frage rattert in meinem Kopf: Wie geht es mir heute denn tatsächlich? Eine Einschränkung geben die beiden vor: "Das Wort 'Gut' ist verboten! Denn zu oft geben wir als Antwort auf diese Frage 'gut', 'sehr gut', ohne genau in uns hinein zu hören und unser Gefühl zu beschreiben." So lerne ich zwischen den Zeilen zu lesen und antworte mit "Ausgeglichen. Weder allzu fröhlich, noch allzu traurig."

Denise mit Hundefreunden © loveyoga.at
Denise mit Hundefreunden © loveyoga.at

Denise Rosenberger und Stefan Winkler nennen sich loveyoga und bieten Yoga im Freien von Mai bis Juni bei Schönwetter in Krems an. 

1 1/2 Stunden lasse ich mich in einer kleinen, aber feinen Gruppe ein, meine Gedanken loszuwerden und mich total auf meinen Körper und seinen heutigen Zustand ein. "Geht soweit in die Position wie es für euch heute angenehm ist.", sagt Denise während des Kurses immer wieder mit einem herzlichen Lächeln.


Zusammen ist man weniger allein - Yoga zu Zweit macht Spaß und bringt neue Herausforderungen © loveyoga.at
Zusammen ist man weniger allein - Yoga zu Zweit macht Spaß und bringt neue Herausforderungen © loveyoga.at

Sehr positiv an ihrem Kurs sehe ich, dass sie als Yogis zu zweit für die TeilnehmerInnen da sind. Gibt es Unklarheiten beschäftigt sich Stefan gerne auch länger mit einer Person, während Denise in die nächste Übung geht. "Die Autos, die Vorbeigehenden, die Stadt - alles hat man ziemlich schnell ausgeblendet und man fühlt sich wie auf einer Wiese am Land.", kommentiert Stefan die Platzwahl. Gleich neben dem Stadtpark liegt das Atmos Zentrum, in dem die Räumlichkeiten vermietet werden und unter anderem auch Indoor Kurse von Stefan und Denise stattfinden. Die zwei pendeln zwischen Klosterneuburg und Krems hin und her, wo sie ihren yogaliebenden Kunden nicht nur Kurse sondern auch ganze Urlaube anbieten. Yoga in der freien Natur - stop, drop and make yoga - steht bei loveyoga großgeschrieben. Dieses Jahr verschlägt es das junge Pärchen zum Beispiel mit einer Gruppe nach Susak in Kroatien, wo Partneryoga gelehrt und vor allem gelebt wird.

Wenn ihr vorab testen, schnuppern und Lust bekommen habt bei Yoga im Freien dabei zu sein: jede Montag, um 18.30 Uhr habt ihr die Möglichkeit euch einzulassen auf euch selbst. Mitzubringen sind Yogamatte, angenehme Kleidung, eine Decke oder ein großes Handtuch und Wasser. 


Zum Abschluss der Yogaeinheit stellte Stefan abermals die Frage, wie es uns heute geht, jetzt nach der intensiven Bewegung unseres Körpers, nach der Meditation, nach den Atemübungen: von ausgeglichen bewegte sich meine Antwort auf "Angenehm. Energiegeladen. Belebt." 

Danke!

Hello, goodbye, Stefan und Denise, ich komme wieder © loveyoga.at
Hello, goodbye, Stefan und Denise, ich komme wieder © loveyoga.at

26.04.2015

Wien: des Kaisers neue Gerichte

Während der #Genussreise, die ich gemeinsam mit meinen Bloggerkollegen und -kolleginnen letztes Wochenende bestritt, durfte natürlich die Wiener Schmankerlküche nicht zu kurz kommen. Wir haben nicht nur getrunken, wie in "Wien: is Glück is a Vogerl!"  Gut, dass das Schick Hotel "Hotel Stefanie" in der Taborstraße, 1020 für unseren Genuss sorgte...

Hotel Stefanie, Rezeption © diekremserin
Hotel Stefanie, Rezeption © diekremserin

Schmankerl des Kaisers

Die Alt-Wiener Schmankerl-Reise nimmt mich mit in die Zeit der Habsburger, ins ausgehende 19. Jahrhundert, als Kaiser Franz-Joseph I. regierte und sich so mancher Klassiker der österreichische Küche herauskristallisierte. Über die Legenden, wie die Gerichte nach Wien und sich als österreichische Traditionen eingliederten, kann man streiten. Ob das Wiener Schnitzel (Kalbsschnitzel paniert mit Mehl, Ei und Semmelbrösel) tatsächlich aus der Lombardei eingebracht wurde, ist fraglich. Aber eine schöne Geschichte, dass Feldmarschall Radetzky in seinem Einsatzbericht aus der Lombardei auch die Küche berücksichtigte und dieses Rezept der Wiener Hofküche beibringen musste. Das stelle ich mir ganz lustig vor!

Die Wiener Wirtshauskultur kehrt zurück im Lugeck der Familie Figlmüller © diekremserin
Die Wiener Wirtshauskultur kehrt zurück im Lugeck der Familie Figlmüller © diekremserin


Dass der Kaiser in der heutigen Traditionsküche nach wie vor omnipräsent zeugt einerseits von der jahrhundertelangen Regentschaft der Habsburger in Österreich (und den Umlanden) und andererseits von der verklärten Melancholie, die wir den vergangenen Tagen der Monarchie entgegen bringen. Kaiserschöberl, Kaisersuppe, Kaiserfleisch, Kaisernockerl, uvm. gelten als Leibspeisen des Kaisers Franz Joseph I. Vieles davon ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Einzig um den Wiener Kaiserschmarren ranken sich verschiedene Mythen. Eine der plausibelsten möchte ich euch aber nicht vorenthalten. Angeblich geht das Wort Kaiser in diesem Fall auf das Italienische 'casa" = Haus zurück, da das Gemisch von Milch, Mehl, Zucker und Ei eher als "Hausschmarren", als einfach Küche bekannt war. Andererseits dürfte am Hof einmal eine Nachspeise verlangt worden sein, allerdings in der Küche nur mehr die oben genannten Grundzutaten zugegen gewesen sein, die man einfach mischte und dem Kaiser kredenzte, der es ganz köstlich fand. Oder aber die Palatschinke war zu dick geraten und der Kaiser nahm es gelassen: "Geben's her den Schmarren..."

"Kein Wunder aber auch, dass außer der Wiener keine Sprache reich genug ist, um den Begriff eines einzigen "Grammel-Pogatscherls" oder "Salzburger Nockerls" mit all seinen Feinheiten knapp und klar zum Ausdruck zu bringen." 


Das Alt-Wiener Schmankerl Menü im Hotel Stefanie beinhaltet folgende Gerichte:

Kalbsgulasch mit Salzstangerl © diekremserin
Kalbsgulasch mit Salzstangerl © diekremserin

Frittatensuppe mit Kaiserschöberl © diekremserin
Frittatensuppe mit Kaiserschöberl © diekremserin

Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat © diekremserin
Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat © diekremserin


Tafelspitz mit "G'rösten", Schnittlauchsauce und Apfelkren © diekremserin
Tafelspitz mit "G'rösten", Schnittlauchsauce und Apfelkren © diekremserin

Dessertvariation: Powidltascherl, Apfelstrudel, Kaiserschmarren © diekremserin
Dessertvariation: Powidltascherl, Apfelstrudel, Kaiserschmarren © diekremserin

Die Alt-Wiener Schmankerl Reise lege ich jedem und jeder ans Herz, die die Wiener Küche schon liebt oder noch kennen lernen will. Dazu werden Pfiff Bier, Grüner Veltliner und Blauer Zweigelt gereicht!

Es hat mich sehr gefreut,...

Hotel & Restaurant Stefanie 

Taborstraße 12
1020 Wien
(unweit des Schwedenplatz, U4/U1)





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