wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

20.11.2016

Auf der unendlichen Suche nach den richtigen Laufschuhen


Ich dachte schon es gibt sie nicht.

Das richtige Paar für mich. Geschmeidig, fest und dennoch locker, guter Sitz, Aussehen top und attraktiv in der Verarbeitung. Die Federung soll stimmen, nicht zu viel vom eigenen Kraftaufwand reinzustecken, sondern das beste herausholen.

Der Schuh ist eine Fußverkümmerungsmaschine. (Sebastian Kneipp)


Laufschuhe sind ein wirklich hartes Pflaster. Meine jetzigen Begleiterinnen habe ich mir schwer erarbeitet. Wieso? Kleinigkeiten wie eine große Große Zehe machen die Auswahl nicht gerade einfach. Dabei geht es um den optimalen Halt beim Trailrunning im Verhältnis zum Gefühl im Schuh während längeren Läufen. Meine durchschnittliche Laufdauer beträgt 50 Min. Das bedeutet, dass ich im Monat ca. 400 Minuten am Asphalt verbringe. Vorwiegend. Denn Wien bietet zwar Schotterwege (Augarten, Schönbrunn), Trails (Hameau, Kahlenberg) und Waldwege (Lobau), um ehrlich zu sein trete ich aber meist die mir nächsten Pfade ab. Und die sind nun mal asphaltiert - Türkenschanzpark, Währinger Park, Donaukanal.

Auch Allrounder. Klein ist keine gute Größe. © diekremserin on  the go
Auch Allrounder. Klein ist keine gute Größe. © diekremserin on  the go
Jahrelang (ich muss einwerfen, dass ich Lauf-Auf- und Abs hatte) war ich mit adidas-Allroundern unterwegs, die mir immer wieder Knieschmerzen bereiteten. Nach 5k war Schluss. Hierbei spielt bestimmt die falsche Belastung, die Überbelastung, das falsche Vorbereiten, zu wenig Dehnung, mit... ich wusste, dass vieles falsch ist am eingeübten Stil, sodass die sportliche Betätigung gegen den eigenen Körper verwendet wurde. Nun, ich belasse es dabei. Der falsch gewählte Schuh tat sein übriges dazu und verdarb mir das Laufen für eine ganze Weile. Hätte ich mich nur richtig beraten lassen.

I try and I tried. © diekremserin on the go
I try and I tried. © diekremserin on the go


Zwei Nike-Runner und einen Halbmarathon später: ich weiß was es bedeutet zu kleine Laufschuhe zu tragen. Über lange Strecken hinweg verzeihen Millimeterabstände zwischen Zeh und Schuh nichts: Blaue Zehen, Blasen und verschwollene Füße. Das muss echt nicht sein. Hier kommt die große Große Zehe ins Spiel, die mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Denn ich kaufe Schuhe generell zu groß für sie, die Zehe. Aber bei Laufschuhen ist die halbe Nummer zu groß immer noch zu klein. Gelernt  ⟶check.

So wie der Mensch läuft, so geht es mit ihm. © Almut Adler


Deshalb ging es mit mir ab zur Laufanalyse beim Spezialisten. Gezeigt hat mir diese, dass ich außer meinen Plattfüßen auch noch Fersenläuferin bin, beim Lauf generell nach innen tendiere und meine Knie etwas instabil sind (Muskelaufbau, hallo?). Seitdem trage ich Cloudrunner. Ab und zu auf Reisen sogar meine Eccos, die ich auch zum Spazieren echt empfehle. Beide sind nicht wasserdicht, was zu nassen Füßen führt, aber hey, man kann nicht alles haben. Oder etwa doch, der Link führt nämlich zur Optimalvariante der Cloudrunner?



Vor dem tatsächlichen Kauf probierte ich extrem viele verschiedene Möglichkeiten aus: mit dem Runners Point Programm in Zusammenarbeit mit den großen Sportmarken kannst du wöchentlich mehrmals neue Schuhe ausprobieren.

Worauf du beim nächsten Kauf schauen solltest und ich in jedem Fall achte:

- Mach eine Laufanalyse: wie stehst du im Schuh wen du läufst? Wo belastest du deine Gliedmaßen am meisten?
- Beobachte deinen Laufstil: wie lange läufst du durchschnittlich? Welche Beschwerden fallen dir auf?
- Probiere mehrere Laufschuhe und finde deinen Typen!
- Merke, dass nicht nur ein Paar dein Paar sein muss...

13.11.2016

London Museum Bucket List: November 2016

Endlich wieder London! 

Ich werde meine Wochentage im V & A Museum verbringen - wissbegierig und neugierig was Kunstvermittlung international bedeuten kann - und mein geteiltes Wochenende die Museen von London unsicher machen. Es ist nicht mein erster Besuch in der Metropole, deshalb habe ich keinen Touristenstress, den ich mir grundsätzlich nicht mehr mache.

Vorgenommen habe ich mir aber dennoch ein paar Museen. Wieso genau diese?

V & A Museum of Childhood 

http://www.vam.ac.uk/moc

Auch das V & A kann anders: Board Games Revisited, die Ausstellung, die sich mit den beliebtesten Spielen der letzten Jahrzehnte beschäftigt, woher sie kamen und was sie in der Wissensentwicklung für Kinder und Teens bringen und wie sie uns Erwachsene fordern. Spielen bildet.
Deshalb ruft das V & A den Playtest UK auf den Tagesplan (oder Abendplan) an dem Game Designer, ProgrammiererInnen, Spielerinnen und Spieler teilnehmen können: Playtest UK: Game Design Night ... Ich bin gespannt auf die Outcomes dieses Abends. Ob ich noch zur Spielerin werde?

Science Museum 

http://www.sciencemuseum.org.uk

z.B. habe ich nach dem Hippokratischen Eid gesucht und die Infos unter Techniques & Technologies gefunden....  Screenshot der Website
z.B. habe ich nach dem Hippokratischen Eid gesucht und die Infos unter Techniques & Technologies gefunden....  Screenshot der Website

Ich mag Naturwissenschaften. Und ich mag mit wie viel Sensibilität und Hands-On-Wissen Ausstellungen in naturwissenschaftlichen Museen gemacht werden. Da hinkt die Kunst meiner Meinung nach noch etwas hinter her. Auch Kunst kann begreifbar sein. Nicht durch nachahmen, sondern durch experimentieren. Ausserdem faszinieren mich die schlüssigen Zusammenhänge zwischen Disziplinen, die die Menschen geschaffen haben. Mathematik, Physik, Chemie, Technik und die Schönen Künste schliessen einander nicht aus, sondern sind unmittelbar verbunden.

Ein kleines Online-Experiment vom Science Museum taugt mir gleich beim ersten Ausprobieren: brought to life. Exploring the History of Medicine  Ein paar Online-Games zum Ausprobieren findest du hier. Mein Favorite ist Energy Ninja.

Southbank Arts Centre

http://www.southbankcentre.co.uk

Ok, ein bisschen Kunst muss sein. Aber anders. Diesmal von Menschen, die aus der sichtbaren Gesellschaft ausgegliedert werden. Ausgeblendet. Die aber auf jeden Fall eine wichtige Stimme haben sollten und v.a. etwas zu sagen haben. In der We Are All Human - Ausstellung bekommen Kunstprojekte aus Spitälern, Strafanstalten, usw. endlich eine öffentliche Plattform.
Am 13. November ist der letzte Tage dafür,... was für ein Glück, dass ich dort bin... Und was für ein zweites Glück, dass gleichzeitig ein Food Market stattfindet...

Warner Bros. Studio Tour

https://www.wbstudiotour.co.uk/the-tour-experience



Ich kann es nicht aussparen. Den Hogwarts-Express, die Studios, die wunderbar verzaubernde Einrichtung. Ich gebe es zu: ich liebe Harry Potter. Mit den Geschichten rund um den Zauberlehrling und seine aufreibende Vergangenheit bin ich nun einmal aufgewachsen. Schauspielerin Emma Watson ist in meinem Alter, ich bin quasi von Film zu Film mit ihnen gealtert. Nur das Zaubern habe ich nicht gelernt. Ich erwarte viel von den Studio Tours. Hoffentlich nicht zu viel...

Tate Modern

http://www.tate.org.uk/visit/tate-modern

Ein absolutes Must für mich. Egal wie oft ich schon in London war, die Tate Modern ist immer ein Highlight, mit neuen Sonderausstellungen, einer fantastischen Sammlung und einer Präsentation (online wie real), die zum Niederknien ist. Ok, verstanden? Ich bin verliebt in ein Museum. Konzentrieren möchte ich mich diesmal auf Tate Exchange, wo Besucherinnen und Besucher aufgefordert werden sich durch künstlerische Partizipation zu beteiligen. Let's do it!





12.11.2016

Indigene Kunst: Kanadas Erbe in Toronto auf der Spur

AGO - Art Gallery of Ontario © diekremserin on the go
AGO - Art Gallery of Ontario © diekremserin on the go

Die schönste Holztreppe der Welt von Frank Gehry © diekremserin on the go
Die schönste Holztreppe der Welt von Frank Gehry © diekremserin on the go

Norval Morrisseau und sein Toronto

Während meines Aufenthalts in Toronto habe ich versucht möglichst viel über die schwierige Geschichte der First Nations in Zusammenhang mit den ersten kanadischen Siedlern aus Europa. Indigene Kunst, wie die von Norval Morrisseau, begleitet meine Suche nach dem Erbe Kanadas.
Ich erfahre, dass die Hauptstadt Toronto seinen Namen aus der indigenen Mohawks-Sprache "Tkaranto" erhielt, was so viel bedeutet wie "wo Bäume im Wasser sind". Das bringt mich in die Art Gallery of Toronto, wo gerade eine fantastische Schau zu sehen ist "Toronto: Tributes + Tributaries, 1971-1989". Die Kuratorin Wanda Nanibush, zuständig für kanadische und indigene Kunst im AGO, stellte das Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Themen, wie feministische Performance, Unterdrückung von indigenen Völkern, die schwierige Lage Torontos in diesem Zeitraum, zwischen Körper, dem Selbstbild und story telling.

Schon als ich in Ennismore ( #VisitCanada: fünf Highlights meines ost-kanadischen Roadtrips) bei Familie Sullivan übernachtete, erzählte mir John von Noval Morrisseau, der als einer der wichtigsten Künstler aus der indigenen Gesellschaft hervorging. Die Ausstellung in Toronto begegnet den indigenen Künstlerinnen und Künstlern nicht nur auf Augenhöhe, sondern bespricht auch wie die Minderheiten während einer Zeit des (politischen) Umbruchs gehört und v.a. nicht wahrgenommen wurden.

Vor der Arbeit von Nouval Mourisseau, einem indigenen, kanadischen Künstler © brewaholic
Vor der Arbeit von Norval Morrisseau, einem indigenen, kanadischen Künstler © brewaholic

Ausstellungsansicht #TOtributes © diekremserin on the go
Ausstellungsansicht #TOtributes © diekremserin on the go



Die bilinguale Ausstellung - Englisch und Anishinaabe - klärt Differenzen, herausfordernde Situationen eines auf Hierarchie aufgebautes System und die Macht des weißen Mannes. Denn neben den indigenen Bevölkerungsgruppen stellt die Ausstellung künstlerische Reaktionen anderer Minderheiten ins Zentrum.

Eine gute Möglichkeit das von Frank Gehry geplante Haus kennen zu lernen sind die 14 Uhr Guided Tours von Volunteers durch die Galerieräume. Und danach auf einen Absacker Espresso Tonic ins Café.
Enjoy! © diekremserin on the go
Enjoy! © diekremserin on the go

Unser Volunteer-Guide, die sich für ihre 14 Uhr-Free-Tour zwei kanadische Künstler aus Quebec aussuchte © diekremserin on the go
Unser Volunteer-Guide, die sich für ihre 14 Uhr-Free-Tour zwei kanadische Künstler aus Quebec aussuchte © diekremserin on the go

Und, eine weitere Empfehlung, die allerdings schon vorbei ist... 


Theater Gates: How to Build a House Museum, wo Kunst noch Party ist...


Im Ausstellungsraum bewegte sich ein großer Disco-Kugel-Fels und House Musik wummerte dazu. Yeah! © diekremserin on the go
Im Ausstellungsraum bewegte sich ein großer Disco-Kugel-Fels und House Musik wummerte dazu. Yeah! © diekremserin on the go

29.10.2016

Shan Shui Within: Zeitgenössisches über chinesische Kultur


People's Park mit fantastischer Bepflanzung, viel Wasser und natürlich: einem Teehaus! © diekremserin on the go
People's Park mit fantastischer Bepflanzung, viel Wasser und natürlich: einem Teehaus! © diekremserin on the go

Einmal Kultur, bitte! 


Zugegeben, es fiel mir nicht leicht auf meiner (sehr kurzen, aber intensiven) Reise nach Shanghai einen objektiven Blick auf chinesische Traditionen und vor allem auf chinesische Kultur zu erhalten. Nie war ich mir sicher, ob Bauten historisch gewachsen oder nachgebaut wurden, ob Kunsthandwerk ehrlich entstanden oder in Massen produziert worden ist. Anders im MoCa - Museum of Contemporary Art im People's Park, mit einem vorgelagerten Fitnessplatz, wo sich meist ältere Menschen zum Tai Chi treffen.

Das MoCa zeigt eine interpretative Ausstellung von fünfzehn zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern aus China, die sich mit den jüngsten Entwicklungen der Gesellschaft auf emotionale und kritische Weise auseinandersetzen. Sie versuchen mit ihren Arbeiten Spuren in die chinesische Tradition und Kultur zu finden. Shanshui bedeutet so viel wie Berge und Wasser, also das traditionell prägende, chinesische Landschaftsbild.

The ultimate goal of this exhibition is for the works to move beyond the restrictive enclosures of museums and find themselves on display within schools and communities as part of the "Art Momentum" project, which aims to bring contemporary art to people.

Gleich zu Beginn steigt die Ausstellung ein in ein kritischen Betrachten von der heutigen Gesellschaft und ihrem Blick auf die Vergangenheit: Xu Bings Background Story spiegelt wider, wie die Metapher des Land des Lächelns funktioniert. Nach außen hin wirkt die Installation wie eine wunderbare, beleuchtete Landschaft in Tusche, die Berge, Bäume, Pavillons und kleine Boote sowie pittoreske Wasserläufe zeigt. Auf der Hinterseite, dort wo sich das Leben abspielt, zeigt der Künstler eine Ansammlung von Materialien, die eindeutig aus dem Müll arrangiert worden sind: Plastiksäcke, alte Kartonagen, teilweise Backsteine, mit Klebeband an die Hinterseite des wunderbaren Gemäldes geklebt. Gemälde? Ich musste mehrmals hin und her gehen, und mich vergewissern: nein, das Gemälde ist eine Illusion, die uns Xu Bing vorspielt, die wir glauben wollen, aber die Hinterseite - Background Story - erzählt die realere Geschichte. Mit der Anordnung des Restmülls auf der Rückseite der Glaswand, die beleuchtet ist, arrangiert der Künstler Schatten für Schatten so, dass sich vorne di wunderbare Landschaft ergibt. Das Milchglas kommt auch als technischer Filter zum Einsatz, mit dem Xu Bing bestimmte Schattierungen hervorheben oder gar verschwinden lassen kann. Von den dreidimensionalen Objekten in eine zweidimensionale Landschaft verwandelt, gibt die kritische Installation Einblick in eine Möglichkeit die chinesische Gesellschaft als künstlich zu betrachten. Der Schein lebt also.


Eine weitere faszinierende Arbeit, die Ban Lei und Xu Cong gemeinsam entwickelten, beinhaltet eine interaktive Möglichkeit auf eine Rauminstallation einzuwirken. Ich als Besucherin war ganz begeistert: ich stand in einem dunklen Raum, eine Projektion an der Längswand, weiß mit schwarzen Partikeln. Durch Bewegung meiner Arme und meines gesamten Körpers durch den Raum in unterschiedlicher Geschwindigkeit reagiert die generierte Installation (Immaterial perception). Die projizierten Stäbchen und Punkte bewegen sich in einem dem angemessenen Tempo hin und her, gestalten neue Formen und Muster. Ban Lei, der sich als Producer für den Sound verantwortlich zeigt, experimentierte in seiner Laufbahn (geb. 1990) bereits mit klassischer Musik, deren Grenzen er auslotete und fand im Umgang mit Synthesizer  einen technischen Companion, der die Regeln der klassischen Musik bricht. Durch seine Musik erhält die Installation eine Ebene der Erzählung, die durch wörtliche wie schriftliche Sprache nicht erzählt werden könnte. Ein echtes Erlebnis! Ich wollte gar nicht mehr raus aus dem Raum. Aber da waren ja noch andere Besucherinnen...


Eine dritte Künstlerin möchte ich noch hervorheben, die mir in der Shanshui Ausstellung besonders gefallen hat. Im Ausstellungsheft beschreibt Leah Lihua Wong selbst, wie sie die papierenen Schriftzeichen, einem Vorhang ähnlich angefertigt und aufgefädelt hat und woher diese Liebe zum Scherenschnitt kommt. Ihre Installation Illuminating nimmt Bezug auf ein Gedicht des Poeten Li Bai der Tang-Dynastie (Regentschaft von 618-907), der den Einfluss des Mondlichts auf die Weltbevölkerung als emotionale Verbindung durch die Jahrhunderte beschreibt. In ihrer Installation verleiht die Künstlerin dem Gedicht unendliche Perspektiven - die Betrachterinnen und Betrachter können uneingeschränkt assoziieren und imaginieren was hinter den ausgeschnittenen Zeichen steht, die nicht mehr dechiffriert werden können.

I loved Chinese paper cuts when I was a child. I want to create new perspectives with paper cutting, and I want to share the beauty of poetry but without the words being recognizable. the words take up space within the installation that transcends the characters to create a sense of new content that is visually abstract, universal and timeless.
Leah Lihua Wong, Illuminating - Ausschnitt © diekremserin on the go
Leah Lihua Wong, Illuminating - Ausschnitt © diekremserin on the go

ShanShui Within
Museum of Contemporary Art, Shanghai

September 3 - November 20, 2016
Gate 7, People's Park
231 West Nanjing Road, Shanghai, China

Tipp: MoCa Pavillon am Eingang 7 People's Park 

Fortune Tellers. Installation View at MoCA Shanghai Pavilion. Screenprint on neoprene, extruded aluminium, electronics, custom boxes, microcontrollers, speakers, 3 channels, voices sopranos, forecasts of the Shanghai Stock Exchange obtained through proprietary algorithms and astral chart, code. Approx 2.45 x 4.5 x 2 mt
Fortune Tellers. Installation View at MoCA Shanghai Pavilion.
Screenprint on neoprene, extruded aluminium, electronics, custom boxes, microcontrollers, speakers, 3 channels, voices sopranos, forecasts of the Shanghai Stock Exchange obtained through proprietary algorithms and astral chart, code.


Während meines Aufenthalts in Shanghai zeigte das MoCa im ausgelagerten Pavillon das Fortune Teller Projekt von Fabio Lattanzi Antinori. Die Sound-Installation des international tätigen Künstlers, der in London lebt und arbeitet, darf angegriffen werden: interaktive Oberflächen, die wie ein Paravent angeordnet im Raum stehen, reagieren auf die Berührung vom Publikum mit einem gesungenen Ton in unterschiedlicher Intensität und Tonhöhe. Die Töne interagieren auch untereinander und reagieren aufeinander - ganz durchschaut habe ich die technischen und interaktiven Möglichkeiten der Installation nicht.
Besonders spannend finde ich aber die Intention der Installation auf den globalen Finanzmarkt zu reagieren, deren Algorithmen der Künstler als realen Ausgangspunkt für ein extrem fragiles Notensystem nimmt. Auch in anderen Arbeiten fokussiert er sich auf global gültige Systeme, die unsichtbar sind und als irregulär und zufällig übersetzt werden. Systemkritik!


20.10.2016

#FoodiesOnTheGo: Shanghai, Baby!

Bund, international. 

Wo High-End Foodies auf ihre Kosten kommen

Ein Hotel nach dem anderen schießt aus dem Boden. Ein Wolkenkratzer spektakulärer als der andere. In Shanghai trügt der Schein und ist dennoch Teil der Wirklichkeit. Denn der Schein gehört dazu.

Blick vom Bund über den Huang Pu Fluss. Shiny! © diekremserin on the go
Blick vom Bund über den Huang Pu Fluss. Shiny! © diekremserin on the go

Ich komme nach einem 14-stündigen Flug über Doha, Qatar in der chinesischen Metropole an und leiste mir ein Hotel Shuttle direkt vom Flughafen Pudong. Meine Mitfahrerin Jackie und ihr Sohn Tim leben derzeit in Hong Kong. An den Wochenenden unternehmen sie Reisen in die asiatische Welt, diesmal Shanghai. "Hier sind meine Wurzeln" betont Jackie, die mir viel über die chinesische Kultur, ihre Entscheidung nach New York zu gehen und die Relevanz internationaler Einflüsse in ihr Leben erzählt. Auch wenn die Fahrt nur eine Stunde dauert, erfahre ich einiges über Shanghai und seinen Vibe.

Comfort Zone? Da bewege ich mich nicht mehr raus... die Betten sind ein Traum, das Dekor modern-chinesisch © diekremserin on the go
Comfort Zone? Da bewege ich mich nicht mehr raus... die Betten sind ein Traum, das Dekor modern-chinesisch © diekremserin on the go

Das Shangri-La Pudong Ost ist eines der ersten Hotels, das sich im sogenannten Bund-Viertel 1998 ansiedelt. Als alleiniger Player steht es wie eine Landmark auf der Seite des Huangpu Flusses, der die Stadt teilt. Heute ist davon nichts mehr zu spüren, denn Hotels säumen die Straßen zwischen Pearl Tower, Financial District und Shanghai Aquarium. Vor etwa 15 Jahren begannen große Hotelketten in die Niederlassungen zu investieren.

Der Claude Monet hätte mich als Kunsthistorikerin natürlich besonders interessiert, aber dieser Genuss ist sich leider nicht ausgegangen... hat jemand Zeit?  © diekremserin on the go
Der Claude Monet hätte mich als Kunsthistorikerin natürlich besonders interessiert, aber dieser Genuss ist sich leider nicht ausgegangen... hat jemand Zeit?  © diekremserin on the go

Brunch am Sonntag bei Jeremy im Jade on 36. Die Nachspeisen? Französisch mit chinesischem Vibe © diekremserin on the go
Brunch am Sonntag bei Jeremy Biasiol im Jade on 36. Die Nachspeisen? Französisch mit chinesischem Vibe © diekremserin on the go
Und im Yi Cafe? Eine Garküche für die Zubereitung unterschiedlicher Dim Sun-Variationen © diekremserin on the go
Und im Yi Cafe? Eine Garküche für die Zubereitung unterschiedlicher Dim Sun-Variationen - auch schon zum Frühstück für die Hotelgäste © diekremserin on the go
Genuss, Genuss, Genuss! © diekremserin on the go
Genuss, Genuss, Genuss! © diekremserin on the go

Teresa Koh, die im Marketing des Shangri-La Pudong arbeitet, verbringt den Sonntagmorgen mit mir. Wir brunchen im Jade on 36, wo europäische Kost mit chinesischem Touch angesagt ist. Wieso? Der Koch, Jeremy Biasiol, kommt aus Frankreich, Lyon und wurde in New York zum Michelin-Sternekoch erhoben. Er fusioniert asiatische Küche mit der europäischen, tischt neben der typischen Carchuterie auch großartig leichte Kost. Angefangen von Jakobsmuscheln bis hin zu frisch gebackenem schwarzen Brot - Traum jedes deutschsprachigen Europäers. Fantastisch ist, dass Jeremy uns in die Küche einlädt wo wir beim Kochen zusehen können, wo das Steak frisch in die Pfanne kommt, wo Spargel geschwenkt und Krabbenkroketten entstehen.

Teresa erzählt mir von ihrer Entscheidung von ihrem Heimatort Singapur nach Shanghai zu gehen, von den besten gedämpften Dim Sums im französischen Concession-Areal und der fantastischen Möglichkeit auf chinesische Aromamassage im Chi Wellness-Bereich (die ich zwischen chinesischer Hochzeit und Champagner genieße!).

Abschalten und hingeben! © diekremserin on the go
Abschalten und hingeben! © diekremserin on the go

Nach der Massage also Hochzeit: einen kleinen Einblick in die private Feier gebe ich dir...
Pompös und wunderbar shiny. Wie ich es erwartet habe! © diekremserin on the go
Pompös und wunderbar shiny. Wie ich es erwartet habe! © diekremserin on the go
Hallo, hier kommen 12 Gänge serviert - aber in die Mitte des Tisches, sodass ich auswählen konnte, was ich kosten möchte und wie viel ich davon haben will :) © diekremserin on the go
Hallo, hier kommen 12 Gänge serviert - aber in die Mitte des Tisches, sodass ich auswählen konnte, was ich kosten möchte und wie viel ich davon haben will :) © diekremserin on the go
I'm off to wherever... © diekremserin on the go
I'm off to wherever... © diekremserin on the go

Und danach? Geht's noch weiter ins French Concession Areal in ein wunderbares kleines Cafe, in den Century Park und in den Yu Yuan, den historischen Garten. To be continued...




16.10.2016

wora... wie? woracziczky!

Endlich ist er zurück! 

So sieht's aus! © diekremserin on the go
So sieht's aus! © diekremserin on the go


Nikolaus Ottenbacher hat - mit einigen Umwegen - seinen Weg zurück in die Innenstadt von Krems gefunden und ich bin überglücklich. Nach einem Espresso nach der Arbeit und dem unglaublich internationalen Gefühl am Pfarrplatz von Krems, lasse ich mich heute fur einen Vormittag voll mit Köstlichkeiten im Lokal nieder. Meine Bloggerkollegin Pamela von Lust auf Krems kam mir bereits zuvor und hat sich ebenso ins neue woracziczky verliebt.

Wie Wohnzimmerlektüre im woracziczky


Schau dir den Paprika-Tomaten-Aufstrich an! Und Birnensaft! © diekremserin on the go
Schau dir den Paprika-Tomaten-Aufstrich an! Und Birnensaft! © diekremserin on the go
Das nächste Mal residiere ich in den Fauteuils am Fenster ;) © diekremserin on the go
Das nächste Mal residiere ich in den Fauteuils am Fenster ;) © diekremserin on the go 

Nachdem ich mich auf der langen (aus französischen Lokalen abgeschaut) zu meinen Freundinnen und neuen Gesichtern geselle, bin ich angekommen. Wie zuhause. Hier ist wie eine heimelige Blase, die sich wie eine gemütliche Decke rund um mich legt. Ich will hier bleiben, werde mit Cappuccino und meiner bevorzugten Ei-Version verwöhnt (easy, weiches Ei!) und kann noch zusätzlich in Büchern schmökern. Wo bleibt der Kamin, das Sofa und die warmen Stricksocken?

Unbedingt lesen: Studio Olafur Eliasson: The Kitchen 

Wie wahr! Solche Weisheiten stehen im oben genannten Buch über das Projekt von Olafur Eliasson geschrieben... © diekremserin on the go
Wie wahr! Solche Weisheiten stehen im oben genannten Buch über das Projekt von Olafur Eliasson geschrieben... © diekremserin on the go
Neben Sunny Side Ups und Omeletts in allen Variationen, bietet Nikolaus ein regionales Buffet mit herrlichen Aufstrichen, frischem Gebäck, Schinken, Käse, frischem Obstsalat und herrlichen Kuchen. Achja, und die Marillenmarmelade - wunderbar!

Die Gespräche am Tisch wandeln sich von ernst über philosophisch bis hin zu witzigen Ideen. Nikolaus und Andrea sind genau dann da, wenn wir sie brauchen, sie sind bemüht und wir fühlen uns super wohl.



Nikolaus und Andrea, ihr werdet mich OFT und BALD wiedersehen! 

In diesem Sinne: Happy Herbst! © diekremserin on the go
In diesem Sinne: Happy Herbst! © diekremserin on the go

08.10.2016

#VisitCanada: fünf Highlights meines ost-kanadischen Roadtrips

Road Trip durch den Osten Kanadas im Herbst / mit Google Maps

Das passiert im kanadischen Herbst und ist einfach empfehlenswert: 

(1) First Thursdays in der AGO - Art Gallery of Ontario in Toronto 

Auch an den schönen, noch warmen Tagen lohnt sich ein Ausflug in die AGO, die Art Gallery of Ontario, die sich in einer architektonischen Besonderheit von Frank Gehry verbirgt. Holz und Glas dominieren das Ausstellungshaus, das sowohl eine umfangreiche Sammlung besitzt als auch Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen wie zum Bespiel den First Nations und indigenen Völkergruppen. 
Ausstellung über die First Nations Künstlerinnen Torontos zwischen 1970-1989 © diekremserin on the go
Ausstellung über die First Nations Künstlerinnen Torontos zwischen 1970-1989 © diekremserin on the go


(2) Kayak fahren auf einem geheimen See in den Kawartha Lakes

Auch wenn das Bild nur eine Abbildung einer der vielen Seen Kanadas ist, die ich umfahren habe, und nicht der Chemong See bei Ennismore, wo ich bei einer ganz besonderen Familie eingeladen war. 

PS: Couchsurfing funktioniert wunderbar im Osten von Kanada. 
Das ist zwar nicht der richtige See, aber auch einer, in der Nähe von Mont Tremblant Village, wo du gut Kanu fahren kannst (gratis ausborgen beim Hi Hostel)  © diekremserin on the go
Das ist zwar nicht der richtige See, aber auch einer, in der Nähe von Mont Tremblant Village, wo du gut Kanu fahren kannst (gratis ausborgen beim Hi Hostel)  © diekremserin on the go

(3) Kaffeezeit in Balzac's Cafe in Kingston 



(4) Early Bird Hike auf den Mont Tremblant


Grundsätzlich ist die Fahrt nach Mont Tremblant und die drei umliegenden Ortschaften eher nicht zu empfehlen. Wieso? Die Touristenströme werden mit Bussen angekarrt, selbst wenn noch kein Schnee liegt. Allerdings zahlt sich eine morgendliche Wanderung auf die Spitze aus - hinauf auf der leichteren Strecke (Grün) und hinunter auf der Grand Brûlé (Rot). Wer früh genug bei den Liften oben ist, erhält vielleicht wie ich eine Tasse heißen Kaffee und einen Blaubeermuffin.
Frühmorgens weggehen, noch in Dunkelheit, kurz vor den Bären Angst haben und dann los geht's auf den Berg! Bis zum 'Gipfel' :) © diekremserin on the go
Frühmorgens weggehen, noch in Dunkelheit, kurz vor den Bären Angst haben und dann los geht's auf den Berg! Bis zum 'Gipfel' :) © diekremserin on the go


(5) Picknick am Vieux Port in Quebec City

Einkaufen direkt bei den Markttandlern, die frische Äpfel (McIntosh!) und im Herbst Kürbisse in allen Varianten verkaufen. Für ein gescheites Kürbisgulasch habe ich Hokkaido gekauft und sogar ungarisches Paprikapulver erhalten.

Zum morgendlichen Frühstück am Hafenkai kaufe ich herrlichen Ziegenkäse, Frischkäse mit Erdbeeren und Cranberries und säuerliche Apfel... ein Traum! Außerdem entscheide ich mich für ein Poppy Seeds-Baguette. Richtige Wahl! 

Diesen Ausblick beim Picknick! © diekremserin on the go
Diesen Ausblick beim Picknick! © diekremserin on the go  



27.09.2016

Ich bin dann mal unterwegs im September

Oh September - Reiseglück und Routenplanung


Einmal rund um die Erde mit dem Flugzeug werde ich im September fliegen. Ich bin aufgeregt und freue mich gleichzeitig auf viele neue Eindrücke und Menschen, die ich kennenlernen werde.

On the way oder on the go (c) diekremserin on the go

Planungsstress

Direkt aus dem Büro zum Flughafen. Das macht mir zwar einerseits Sorgen, andererseits bin ich froh nicht viel darüber nachdenken zu müssen, wie ich die kommenden Flugstunden überlebe. Ich fadisiere mich schnell und das nervt. Bücher sind eine fantastische Ablenkung, denn meist ist Schlafen bei Langstreckenflügen keine wirkliche Option für mich. Zumindest kann ich auf keinen tiefen, erholsamen Schlaf zurückgreifen. Schade eigentlich.

Bucket-Reading-List
  • George R. R. Martin: Game of Thrones - alle fünf Bücher auf Englisch
  • Jonathan Safran Foer: Extremely Loud & Incredibly Close
  • Philipp Blom: Über Sehnsucht, Träume und Geschichten
  • Iljia Trojanow: Meine Olympiade. Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen

Gekauft für meinen Tolino e-Reader von Thalia.

Natürlich habe ich auch die jeweiligen Reisebegleiter im Gepäck: Shanghai kompakt von MARCO POLO (gebe diesem Mini-Überblick) wieder einmal eine Chance, da ich sonst nicht so begeistert bin davon.
Kanada von Lonely Planet gibt mir eine gute Möglichkeit Routen zu planen, vieles übers Land und seine States zu erfahren und macht echt Lust endlich vor Ort zu sein. Leider sind manche Links veraltet.

Stop-Over: Doha, Qatar (2h)

Zwischenlandung. Natürlich ist eine Zwischenlandung nur ein Stopover, ein Einholen einer kleinen Dosis Ferne. Aber ich werde bestimmt ein paar Fotos machen.
Was sind deine Tipps für solche Zwischenzonen beim Reisen?

Welcome in Qatar - 25 Minuten zum Transfer, etwas stressig (c) diekremserin on the go

Schnelle Autos und das große Geld, sichtbar auch am Flughafen (c) diekremserin on the go

Aufenthalt Eins: Shanghai 
#foodiesonthego: Shanghai, Baby!

Aufenthalt Zwei: Montréal (3 Tage)
Lies hier bald mehr...

Aufenthalt Drei: Toronto (4 Tage)
Lies hier bald mehr...


Und dazwischen? Ich werde sehen welche Abenteuer ich zwischendurch in den Weiten von Quebec und Ontario erlebe. Weintouren, ja. Gutes Essen, ja. Schöne Wanderungen, auf jeden Fall!

Via Instagram (@lucietae) , snapchat (diekremserin) und Facebook (diekremserinonthego) bleibst du Live bei meiner Reise mit Judith von Brewaholic Blog / two drink  dabei. Follow my path & I'll keep you posted! 

17.09.2016

#socialconference im Albertina Museum und die Lust endlich wieder nach Frankreich zu fahren

Chaos Punkt.

Pointillismus = einer der vielen -ismen, den die Kunstgeschichte erfunden hat, um eine Epoche zu beschreiben. Dabei hat sie sich nicht besonders angestrengt, sondern das wichtigste Stilmittel der Strömung aufgegriffen und an den Anfang des Wortes gestellt: Pointe.

#SeuratSignacVanGogh

Wikipedia charakterisiert die Kunstströmung wie folgt:
Typisch für den Pointillismus ist der streng geometrisch durchkomponierte, oft ornamental wirkende Bildaufbau. Im Gegensatz zum Impressionismus wird nicht mehr eine realistische Momentaufnahme angestrebt, sondern eine wohldurchdachte Komposition. Diesen Ansatz, von der Gesamtkomposition des Bildes über die geometrischen Beziehungen, den Bildaufbau, die Beziehungen von Licht und Gegenständen hinunter zu den Einzelelementen zu gelangen, bezeichnete Seurat als Divisionismus.
 Hier fällt auch schon ein Künstlername, der als einer der Vertreter der Kunstrichtung gilt und für die Ausstellung der Albertina Dreh- und Angelpunkt ist: SEURAT.

#SeuratSignacVanGogh

#SeuratSignacVanGogh 

Social Media werden für Museen, Kunsthäuser und Ausstellungsmarketing immer wichtiger. In der Vermittlung von Themen, roten Fäden und relevanten Aussagen, bedienen sich die Marketingabteilungen den Onlinemedien und versuchen so ein neues, jüngeres, aktiveres, interessiertes Zielpublikum zu erreichen. Als eine der wichtigsten Institutionen in Wien für moderne Kunst - Picasso, Monet und Konsortien sind Stamm der Sammlung Batliner der Albertina - hätte es das Haus keinesfalls nötig in diverse Richtungen zu experimentieren. Wieso? Jede Touristin verirrt sich in die Albertina. Das Haus hat kein Imageproblem und vor allem finden BesucherInnen ihre Wege hinein und sind begeistert.

Mit der #socialconference am Abend nach der Eröffnung, im exklusiven Rahmen von nur 30 Personen nach den Öffnungszeiten das Ausstellungshaus für sich (fast) allein zu haben und fotografieren zu dürfen (sonst ist es nicht erlaubt), begeistert Social Media-affine Menschen wie mich. BloggerInnen, Twitteraten, Instagrammer und Fotografen sind vor Ort, lassen sich inspirieren, von den rosa-violetten Räumen, den schnörkeligen Schriften, den gepunkteten Bildern, den wilden Pinselstrichen, die van Gogh dann gegen Ende der Ära des Pointillismus in den Vordergrund gestellt hat und den Erzählungen von Online-Chefin Ivana und ihren Kolleginnen aus dem Ausstellungsmanagement und der Restaurierung.

#SeuratSignacVanGogh

Was bringt #socialcontent im Museumsbereich? 

Ich stelle mir selbst die Frage ob wirklich noch-nicht-BesucherInnen außerhalb des Museumsbereichs angesprochen werden von Informationen und vor allem Geschichten, die entwickelt werden, um Aufmerksamkeit zu machen. Content. Wie viel Content vertragen wir noch? Welchen Content möchten wir hören? Was sind die spannenden Geschichten, die Bilder vermitteln? Ich habe aufgrund der Einladung drei Überlegungen hierzu zusammengefasst:

(1) Exklusivität: Speziell im kleinen Rahmen durch Ausstellungen zu gehen, die sonst als Besuchermagneten kein Gustieren erlauben, spricht an. Allein vor Bildern zu stehen. Nahe ran gehen zu dürfen. Hierbei erschließen sich Geschichten wie von alleine. Ich möchte wissen, wieso Seurat und Signac befreundet waren, wie sie miteinander gesprochen haben, möchte wissen, wieso pointillistische Portraits vor allem von einem Künstler gemalt wurden und so weiter. Und dann noch: wie cool ist es, dass auch Piet Mondrian und Pablo Picasso mit Arbeiten vertreten sind?

(2) Urlaubsinspiration: Ganz ehrlich? Ich hab mir gedacht, dass ich lange nicht in Frankreich war, wie schön das Licht in Paris sein muss. Sonnenuntergang auf einer Dachterrasse. Oder am Strand in Antibes, wo sich unterschiedliche Farbreflexionen im Wasser spiegeln. Wie wäre es mit einem Segelturn in Richtung nirgendwo? Zu zweit, allein, mit Familie und Freunden. Frankreich ruft!

(3) Zeit: Take your time! Ganz eindeutig verleitet ein leeres Museum dazu, länger zu verweilen, genauer hinzusehen und vor allem durchzuatmen. Da bekommt das Energie Tanken und aufmerksam Schauen eine ganz neue Bedeutung. Zeit ist Gold wert. Nicht einmal durchgehen, sondern mehrmals hin und her zwischen Anfang und Ende, zwischen Start und Ziel, zwischen Früher und Später. Hier werden plötzlich Zusammenhänge klar, die Zeit benötigen. Wo war hier nochmal der Punkt? - Bei Vincent Van Gogh erlebe ich, dass pointillistisch auch wilde Formen sein können.

#SeuratSignacVanGogh

Weitere Bilder findest du in meiner flickr-Galerie:

#SeuratSignacVanGogh at Albertina Museum, Vienna

Many thanks, Merci & Dankeschön an das Team Albertina Museum für die Einladung. #arttogo #keinTagohneKunst #SeuratSignacVanGogh sind die Hashtags, die ich verwendet habe.

05.09.2016

Letzte Sommertage auf der #genussmeile16

Von Mödling bis nach Bad Vöslau

Wienerwald Tourismus mit den Genussmeile-Sprüchen © diekremserin on the go
Wienerwald Tourismus mit den Genussmeile-Sprüchen © diekremserin on the go

Weinwandern hat sich zum neuen Trend entwickelt. Ob in der Wachau oder im Kamptal oder gar an den Außengrenzen von Wien: auf der Genussmeile 2016 begehen über 20.000 BesucherInnen bei herrlichem Spätsommerwetter den Wasserleitungswanderweg, der über der Hochquellwasserleitung verläuft, die Wien mit dem besten Leitungswasser versorgt. Darauf gedeihen die wunderbaren Weinreben - Zierfandler, Riesling, Rotgipfler - und beherbergen während der Genussmeile 85 Stände der umliegenden Winzerinnen und Winzer.

Vor sechs Jahren haben wir uns zusammengetan, weil wir die Gemeinschaft rund um den Anninger stärken wollten. Das hat mit der Genussmeile wunderbar funktioniert. Hierher kommen nicht nur Touristen oder WienerInnen, sondern auch die BewohnerInnen der Dörfer.
Christoph Kainz erzählt von den gemeinsamen Ideen, die er mit den Bürgermeistern der Gemeinden Pfaffstätten, Baden, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Bad Vöslau, Mödling, Tattendorf, Traiskirchen vor Jahren schmiedete - bei einem guten Glaserl am Stammtisch - und in die Tat umsetzte: "die längste Schank" kam dabei heraus.

Dass das Wetter auch in diesem Jahr mitspielt, lässt den Satz auf der Wanderkarte "Bei Ausfall eines Veranstaltungswochenendes wegen Schlechtwetter erfolgt eine Verlängerung" hinfällig werden. Allerdings wäre eine Erweiterung auf ein zweites Wochenende gar nicht schlecht. Denn die 85 Genussstationen zwischen Mödling und Bad Vöslau kann ich unmöglich an nur zwei Tagen schaffen.

"Bleib ma picken"


Dieser Spruch des Wienerwald Tourismus wird zum Motto des Samstages, der mit einem wunderbaren Mittagessen im Alten Zechhaus der Familie Krug beginnt. Surschnitzel, Backhendl und Blunzengröstl spielen alle Stücke. Und der Zierfandler lässt mich schon mal picken bleiben, wie man so schön auf niederösterreichisch sagt. Das bedeutet, dass ich sitzen bleibe, bei einem guten Achterl, bei einem schönen Gespräch, bei einer netten Unterhaltung.

Die Vorspeise ist serviert. Leider wusste ich das nicht und habe meinen Teller mit herrlichem Roast Beef und Liptauer voll gefüllt. © diekremserin on the go
Die Vorspeise ist serviert. Leider wusste ich das nicht und habe meinen Teller mit herrlichem Roast Beef und Liptauer voll gefüllt. © diekremserin on the go
Einblick vom Ausblick beim Krug © diekremserin on the go
Einblick vom Ausblick beim Krug © diekremserin on the go
Am Kirchplatz startet der erste Genussmeilentag ganz traditionell mit Musikkapelle und Gebirgsschützen, bevor es dann auf die tatsächliche Meile geht, bei Ausblick ins Wiener Neustädter Becken und den Anninger in die andere Richtung. 

Mario Gruber, Geschäftsführer von Wienerwald Tourismus, ist stolz auf den großen Erfolg, den er mit der Veranstaltung verzeichnen kann. "Wir sorgen hier für den perfekten Abschluss der Sommerferien und locken viele WeinliebhaberInnen aus der Umgebung an." 

Oh ja, die Sonne geht unter und der Blick wird immer schöner © diekremserin on the go
Oh ja, die Sonne geht unter und der Blick wird immer schöner © diekremserin on the go 


Die Burgundermacher rund um das Weingut Heggenberger schenken ganz wunderbaren Rotwein aus: der Pinot Noir hat mich überzeugt. Denn neben den begünstigten, für die Gegend bekannten Weißweinsorten spielt die Winzerzusammenarbeit die Trumpfkarte bei den Roten aus. Oh ja, einer der besten österreichischen Rotweine, die ich je getrunken habe. Großes Kompliment! 

Schwenken. Riechen. Kosten. Schmecken. Gut isser. © diekremserin on the go
Schwenken. Riechen. Kosten. Schmecken. Gut isser. © diekremserin on the go


Den perfekten Abschluss machen zwei Kugeln. Eiskreme. Vom steirischen Eisgreissler, der mich schon in Wien auf der Rotenturmstraße stundenlang anstellen lässt. Hier ist die Schlange kürzer und das Eis beim Ausblick noch besser. Lieblingssorten: Mohn und Zitrone. 

Habe die Ehre! 

Verbinden kannst du die Wanderung mit einem Besuch des Arnulf Rainer Museums in Baden, das im ehemaligen Kurbad mit großartigen Ausstellungen auffährt. Momentan mit einer sehr spannenden Retrospektive zu Arnulf Rainer. 


Die vinophile Wanderung erfolgte auf Einladung von Hiller Communications im Auftrag von Wienerwald Tourismus. Unter #genussmeile16 können die Beträge via Social Media aufgerufen werden. 


29.08.2016

Shanghai, ich esse!

Nach meinem Beitrag zu meiner Reisevorbereitung in die Kunstgefilde von Shanghai, werde ich mich nun etwas mit der Kulinarik beschäftigen. Auf das Kosten von neuen Gerichten, das Erschrecken von Gewürzen, die ich nicht kenne und Ausprobieren von Köstlichkeiten, die ich wohl in Wien niemals bekommen werde, freue ich mich mehr als auf alles andere...

Instagram sei Dank, empfehlen mir dort schon einige Shanghai-Insider Restaurants, Brunch-places-to-be und Bars, wo ich abends abhängen kann.

Nach meinem Aufenthalt werde ich Fazit über meine Erfahrungen geben...

Shanghai Food & Drink Bucket List


Shook! 



BAOISM China



Blackbird

Ein von Kae Collective (@kaestories) gepostetes Foto am


Aunn Cafe & Co



Street Food Experience!

In den wenigen Tagen, die ich in der Metropole verbringen werde, möchte ich auch Best Street Food in Shanghai testen.


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