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21.01.2017

Chilenische Abenteuer: Auf patagonischen Pfaden

Patagonische Stille



Eine lange Reise mit fast 30 Stunden Anfahrt (16 Stunden Flug, dann 5 Stunden Inlandsflug, dann 5 Stunden Busfahrt und 1 Stunde Katamaran) geht dem tatsächlichen Gehen voraus. Anstrengung und Müdigkeit waren mit von Beginn an ins Gesicht geschrieben, aber die Freude über eine fünf-tägige Wandertour durch das chilenische Patagonien, den Torres del Paine Nationalpark, löschte alles an Unstimmigkeit aus meinem Körper. Großen Anteil daran hat auch die hervorragende Planung des gruppeninternen Reiseleiters Marcus, der sich monatelang den Kopf über möglichst effizientes Reisen innerhalb Chiles zerbrochen hat. Mit seiner Planung lag er sehr richtig. Alle Mitreisenden, sieben an der Zahl, genossen diese Sicherheit zu wissen, wann was gemacht wird. Für diesen Wanderweg, der sich W Trail nennt, planten wir sechs Tage ein, von 20. bis 26. Dezember. Hauptreisezeit. Sommerbeginn. Herrliches Wetter. Herrliche Winde. Oh, du liebes Patagonien, du hast mein Herz gewonnen!

Der Katamaran brachte uns von Eingang und Registrierung des Nationalparks, wo auch jeder Wanderer darauf hingewiesen wird, was zu beachten ist und womit man bestraft wird, wenn die Regeln nicht eingehalten werden, direkt zur Ranger Station bei der sich der Weg teilte - 11km zum Glacier Grey und 7,5km zum Camp Italiano. Am ersten Tag wollten wir diese 11km bewältigen. Um Gletscher zu sehen und eventuell auch Gletschereis in greifbarer Nähe zu haben. Nachdem wir uns teilweise kannten, teilweise schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben, verliefen die ersten paar Kilometer sehr kommunikativ. Schnell stellte sich auch heraus, wer welches Tempo wandert und es bildeten sich kleinere Grüppchen. Immer wieder warteten wir zusammen, genossen die herrliche Aussicht, staunten über das patagonische Wetter und vor allem den Wind, der uns zu schaffen machte.

Die Wandertruppe. Vor dem Start. © Marcus Oania / @lervasaur
Der Blick in die Ferne. In die Schönheit. In die Stille. © Marcus Oania / @lervasaur

Tag Eins / 11km zum Glacier Grey

Schon an dieser ersten Wanderung stellte ich mit Genuss fest, dass ich noch nie Schöneres erlebt hatte. Das Naturschauspiel Patagonien hatte gerade erst begonnen und ich wusste - ohne pathologisch zu wirken - dass ich hier sterben könnte, ohne Reue. Der schönste Ort der Erde. Unberührt und so andächtig. Ich wusste, dass Weihnachten hier ein ganz besonderes Fest werden würde. Auch wenn ich es wortwörtlich übergehen werde.

"Alles wird sich vollkommen ergeben."
Mein Sprichwort, mein Motto, mein Credo für das Jahr 2017. Eine Reise wie Philosophie. So könnte ich Patagonien für mich auch noch beschreiben. Fragst du mich: "Muss man Patagonien gesehen haben? Muss ich Patagonien machen?" würde ich mit einem klaren Nein antworten. Wieso? Patagonien kannst du nicht machen. Und du musst es auch nicht gesehen haben. Patagonien ist keine Checkbox auf der nächsten Bucketliste. Patagonien wird nicht abgehakt (ist eine grundsätzliche Frage, ob jemals eine Stadt, ein Land, ein Gebiet abgehakt werden kann...) und schon gar nicht hast du alles gesehen. Patagonien verändert sich sekündlich. Wäre ich zwei Minunten später an der Ranger Station am Beginn des Wanderwegs angekommen, hätte ich den unbändigen Wind, die spitzen Regentropfen und das unwirsche Willkommen Patagoniens verpasst. Da hätte ich Sonne gesehen, gleissendes Licht und freundlich karge Bergspitzen. Es wäre anders gewesen. Patagonien ist ein Erlebnis, das viele Male in unterschiedlichsten Wetter- und Gefühlslagen erlebt werden kann.

Patagonien bereichert mein Leben nachhaltig.


Fragst du mich also ob du nach Patagonien reisen sollst, würde ich eindeutig mit Ja antworten. Denn eine Reise in die südlichste Spitze Südamerikas füllt Energietanks deines Körpers auf, geht an deine Grenzen und gibt Kraft, während sie dir entzogen wird. 

Ruhepol. Glacier Grey © Marcus Oania / @lervasaur
Gleich am ersten Wandertag bin ich angekommen. Bei mir. Dort. In meiner Gruppe. Das Gehen, diese fast ungewöhnliche Bewegung für viele von uns, kam mir vor wie die natürlichste Bewegung der Welt. Ein Fuß vor den anderen. Stehen bleiben. Genießen. Ausblicken. Ein Fuß vor den anderen. usw. Die Gedanken waren sehr schnell weg, woanders. Österreich war in weiter Ferne, nicht nur geographisch sondern vor allem gedanklich.

Tag Zwei / 18,5km zum Camp Italiano

Zeiteinteilung beim Gehen ist trotz der absoluten Gedankenfreiheit alles. Statt 3,5 Stunden gehen wir am ersten Tag nämlich 5 Stunden und kommen somit etwas in Verzug, sind müde und ausgelaugt. Wenn auch glücklich. Deshalb ist der Start für 9 Uhr morgens angesetzt. 16 Stunden Tageslicht nehmen etwas Stress weg, aber Fotostops legen wir eindeutig weniger ein als am Tag zuvor.

Gletscherseen, Waldlichtungen, karges Gestein, hochalpin anmutende Wanderwege, Pflanzenarten, die ich noch nie gesehen habe: Patagonien bestärkt mich weiter zu gehen.



Mein Osprey-Rucksack ist noch prall gefüllt mit Comfort Food: Couscous,  Pasta, Haferflocken und ganz viel Schokolade. Tagtäglich esse ich ein Snickers zum Frühstück - ein Festmahl, das ich im echten Leben der Realität noch nie gemacht habe. Schokolade zum Frühstück! Etwa 16kg wiegt meine Rückenbelastung, und ich freue mich darauf sie zu leeren und meine Schultern und Hüften zu entlasten. Allerdings habe ich mir die ständige Schwere ärger vorgestellt und bin überrascht wie leichtfüßig ich mich auch am zweiten Tag fortbewege.

Frisches Quellwasser wartet hinter jeder Kurve auf uns, ungefähr einmal pro Wanderstunde trifft ein Gletscherbach auf uns Wanderer. Eine Wohltat nicht Literweise Wasser mitschleppen zu müssen!


Traumhafte Ausblicke direkt vom Camp Italiano. Marcus Oania / @lervasaur

Im Camp Italiano treffe ich bekannte Gesichter aus dem ersten Camp. Die Gespräche sind patagonischer Natur: wie geht es deinen Füßen? Hast du Probleme bei diesem und jenen Auf- oder Abstieg? Bist du zufrieden mit der Ausrüstung, die du mitgebracht hast?

Tag Drei / Restday im Camp Italiano, 4km Mirador Frances, 5km Camp Frances


Danke an Marcus, der einen Restday eingeplant hat, wo nicht viel gegangen werden muss. Ich kann ausschlafen, soweit dies im (immer wieder ungemütlichen) Zelt und frostigen Bedingungen im Wald möglich ist. Nur mit einem Tagesrucksack bestückt, gehe ich durch Wälder, die japanisch anmuten, und der ständige Nieselregen macht die kurze Wanderung anstrengend. Ich entschließe mich, mit drei anderen, den Rückweg anzutreten, als wir nahe genug am Gletscher sind und den gekennzeichneten Aussichtspunkt erreicht haben. Drei von uns gehen weiter und sind somit ein Stück näher an der Vollendung des kompletten W Trails.

Auch für kaltes Bier wird gewandert. Weswegen wir nach einer kurzen Pause im Camp einen weiteren Weg in Angriff nehmen: im Camp Frances, so haben wir gehört, gibt es einen Minimarkt und WiFi und Bier. Morgen ist Weihnachtstag für die anderen. Für mich ist heute, 24.12., Weihnachten. Prost.

PS: Es stimmt. Es gibt wirklich (völlig überteuertes) Bier. 



Tag Vier / Freaking 21,5km nach Camp Torres

Mir tut immer noch nichts weh und der vergangene Restday hat meine Lebensgeister geweckt. Die komplette Truppe ist frohen Mutes und startet frühmorgens, denn: der längste Weg des Trails ist angebrochen. Halbmarathondistanz, denke ich mir, das schaffe ich mit links. Dass jedoch ausgetrocknete Flußbetten, bewaldete Hügel und steile Auf- wie Abstiege auf Geröll anders zu gehen sind als 21,5km Asphalt in der Ebene, hatte ich nicht bedacht. Psychologisch schwierig. Körperlich ok.

Wie gehe ich damit um, dass jeder ein anderes Tempo geht? 

Grundsätzlich ist das Gehen im eigenen Tempo das wichtigste. Nicht zu schnell, nicht zu langsam, Pausen einlegen, wenn notwendig, Essen, immer dann wenn Hunger aufkommt, viel Trinken. Allerdings bleibt eine Person der Gruppe zurück. Schon nach den ersten beiden Kilometern verlieren wir, der Rückstand vergrößert sich. Ich mache mir nach etwa vier Stunden Gehzeit ernsthaft Sorgen und die Gruppe teilt sich. Das alleinige Gehen ist gut zu bestreiten. Das Gehen ganz alleine ist eine Herausforderung. Selbst bei stundenlangem Schweigen nebeneinander. Denn die bloße Anwesenheit von jemand anderem hilft. Glücklicherweise ist nichts passiert und alle schaffen den Weg ins Camp vor Dunkelheit. 

Couscous mit Chorizo, Schokolade, Mannerschnitten und ein Schluck Whisky für mich am 25. Dezember. Weihnachtstag für uns alle.


Tag Fünf / ein paar Kilometerchen rauf, ein paar hinunter

Wecker um 3 Uhr früh. Wir wollen zum Aussichtspunkt bei Sonnenaufgang, den drei Torres, die auf jedem Souvenir rund um Punta Arenas und Puerto Natales zu finden sind. Ich wusste nicht genau worauf ich mich hier einlasse. Mit einem Snickers, Schlafsack, aufblasbarer Matratze und meinen Trekking Poles ausgestattet, wandere ich vom Camp weg. Licht kommt alleinig von der Kopflampe. So dunkel ist es. Aber die Vorfreude nimmt mir die Angst vor dem nächsten Schritt in unbekanntes Gelände. Nach etwa einer Stunde erreichen wir sie, die Torres. Kein Sonnenaufgang für uns. Aber nach ein paar Stunden im gemütlichen Schlafsack, der mich vor klirrender (0 Grad) Kälte und einem noch kälteren Wind (Hallo zurück, Patagonischer Luftzug) rettet, geht es wieder runter zum Camp.

Wir haben es zu den Torres geschafft! Freude!  © Marcus Oania / @lervasaur
Zum letzten Mal packe ich das Zelt ein, verstaue alle Utensilien im Rucksack, der nun schon etwas geschrumpft ist an Gewicht, und schultere ihn. Die letzten paar Kilometer warten auf mich. Teilweise steil bergauf, aber eine sehr lange Strecke, bis zum Hotel Las Torres, steil bergab. 

Danke, Torres del Paine für diese Erfahrung, diese Grenzen, dieses Erlebnis und diese intensive Energie. Ich werde diese Wanderung lange mit mir tragen und daraus schöpfen. 


Geschafft. Torres del Paine. You gave me some pain... but I loved it! © Marcus Oania / @lervasaur

Gut zu wissen, wenn du diesen Hike auch machen möchtest: 

Du MUSST alle Campsites vorab reservieren.
Plane viel Zeit und Geduld in die Vorbereitung und Anreise.
Versuche nicht zu stressen - nicht davor und währenddessen auch nicht.
Gehe viel zu Fuss.
Versuche Gepäck zu tragen, bevor du erstmals deinen Rucksack schulterst und merkst, wie sehr ihr zwei zusammenwachsen werdet.
Gehe dein Tempo! Immer!

Besuche Marcus Oanias Webseite für fantastische Fotos und großartige Videos, hiermit ein Danke an ihn für die fotografische Begleitung. Die Travel Pins waren übrigens auch schon da genauso wie Elena von Creativelena.






12.01.2017

Kreativ auf der Piste: #CasinoUrlaub mal sportlich

Vom Wedeln zum Jodeln

Nachdem ich mich im #CasinoUrlaub schon sehr zuhause fühlte, begleiteten uns Reiseblogger Ursula Auer (Hotel Feinschmecker) und Nadja Pachner von Zell am See Tourismus als Schiguides auf die Piste. Strahlend blauer Himmel, perfekte Schneekonditionen und fantastische Aussichten versprechen ein Schierlebnis der besonderen Art. Ich liebe österreichische Pisten!

Top of Salzburg! Direkt am Kitzsteinhorn ist die schönste Aussichtsplattform von ganz Salzburg © diekremserin on the go
Top of Salzburg! Direkt am Kitzsteinhorn ist die schönste Aussichtsplattform von ganz Salzburg © diekremserin on the go
Zell am See-Kaprun ist nicht nur aufgrund der herrlichen Innenstadt eine Reise wert, sondern vor allem wegen der Diversität auf dem Berg. Gletscherschifahren am Kitzsteinhorn und die Wanderung durch den Berg lassen das über 3.000 m Dasein ganz besonders erleben. Auch wenn die Luft knapper wird, das bemerke ich allein schon beim Berg auf gehen in den Schischuhen - kein tolles Erlebnis - aber der Ausblick zahlt sich aus. Die Gipfelwelt 3000 inklusive dem höchstem Kino lässt den Berg ganz neu und anders entdecken. Auch im Sommer ist dieser Blick ganz sicher eine grandiose Erfahrung.

Hello Gletscher, hier bin ich! Auf der coolsten Plattform © diekremserin on the go
Hello Gletscher, hier bin ich! Auf der coolsten Plattform © diekremserin on the go

Die beste aller Schijausen neben dem obligatorischen Germknödel: Buchteln mit Vanillesauce © diekremserin on the go
Die beste aller Schijausen neben dem obligatorischen Germknödel: Buchteln mit Vanillesauce © diekremserin on the go
Auch das Essen im Gipfelrestaurant ist spitzenmäßig und es zahlt sich aus den Service in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile bieten die Gletscherbahnen schon mehrere Möglichkeiten an die Spitze zu kommen - die Schlepplifte bestehen nach wie vor aufgrund der Gletscherbewegung im Sommer.

Und dann ist die Schmittenhöhe ein besonderer Genuss - nicht nur kulinarisch, sondern vor allem für die begnadete SchifahrerInnenseele. Mit Blick auf den Zeller See, auf die Stadt Zell am See und auf (im Dezember) noch grüne Berge. Im Winter ist hier sicher ein ganz anderes, schneebedecktes Wonderland. Ursula und Nadja begleiten uns also auf der Schmittenhöhe, lassen die Bretter über den (Kunst)Schnee laufen und zeigen uns die schönsten Blicke auf die Sisi-Kapelle und runter nach Zell.
Begeisterte SchifahrerInnen auf frisch präparierten Pisten! © diekremserin on the go
Begeisterte SchifahrerInnen auf frisch präparierten Pisten! © diekremserin on the go

Von der Schmittenhöhe blicke ich ganz verträumt auf den Zeller See. © diekremserin on the go
Von der Schmittenhöhe blicke ich ganz verträumt auf den Zeller See. © diekremserin on the go

Yay! © diekremserin on the go
Yay! © diekremserin on the go
Ach, da war noch was: ich habe Jodeln gelernt. Oder zumindest geübt. Zwar habe ich vor versammelter Mannschaft und BesucherInnen der neuen Eder-Hütte (wunderbarer Flammkuchen!) durch einen Trichter gejodelt, fühle mich aber dennoch noch nicht bereit von einem Gipfel zum anderen zu Juchzen um mit anderen Bergsteigern und Kletterern in Kontakt zu treten. Dafür brauche ich noch ein paar Stunden beim lieben Jodellehrer Toni.

Jodeln macht durchaus Spass! Vor allem wenn die ganze Gruppe mitmacht. © diekremserin on the go
Jodeln macht durchaus Spass! Vor allem wenn die ganze Gruppe mitmacht. © diekremserin on the go

Lies über die Reise aus anderen Perspektiven, meiner Kollegen und Kolleginnen aus ganz Österreich:

Christina von City Sea Country und Nummer Zwei
Flo und Cori von Travel Pins
Romeo und Kathi von Sommertage
Theresa von travelwoman.at 
Elena von Creativelena
Wolfgang und Jessica von reiseblitz.com

Weitere Fotos sind hier zu finden:

#CasinoUrlaub in Zell am See


Die Einladung zur Reise erfolgte durch Casinos Austria Hotel und dem Tourismusverband Zell am See-Kaprun in Zusammenarbeit mit Hotel Feinschmeck, Romantikhotel und Wellness & Sporthotel Mavida. Verfolge die Reise meiner Kolleginnen und Kollegen auch via Social Media mit den Hashtags #zellkaprun #CasinoUrlaub #CasinoZellamSee #CasinosAustria #romantikhotel #feinschmeck #wellnesshotelmavida

07.01.2017

Chilenische Abenteuer: in der Großstadt

© diekremserin on the go

Guten Morgen, Santiago de Chile!


Zwischen 9 Uhr und 13 Uhr tut sich in Santiago de Chile, der Hauptstadt des gefühlt längsten Landes der Welt wenig. Geschäfte und Lokale öffnen erst später, Cafes bereiten den langen, ausgiebigen Abend vor. Die Sonne bleibt hier lange. Im Sommer der Südhalbkugel. Nur vier Stunden Zeitverschiebung trennen Wien und Santiago de Chile, dennoch läuft die Uhr anders. Schnelligkeit steht nicht auf der Tagesordnung, aber das ist gut so. Nach ein, zwei Tagen Gewöhnungszeit, freue ich mich, dass nicht immer gleich alles am Tisch steht, sondern, dass auch warten Qualitäten hat. Zeit, mit Freunden zu plaudern, Zeit sich das Lokal genauer anzusehen, Zeit sich zurück zu lehnen um ein bisschen zu träumen. 

Mein erstes Frühstück bestelle ich in La Cafeteria, gefunden auf The Culture Trip, wo ich mit meinen nicht vorhandenen Spanischkünsten dennoch zu Kaffee und einer Eierspeis komme. Ich fühle mich wie die Heldin des Tages.
Dos Huevos zum Frühstück - mein Spanisch ist peinlich schlecht, aber ich komme durch... © diekremserin on the go
Dos Huevos zum Frühstück - mein Spanisch ist peinlich schlecht, aber ich komme durch... © diekremserin on the go
Ich habe 1,5 Tage in der Hauptstadt bevor ich meine Reisefreunde aus den USA treffe und nach Patagonien und später in die Atacama-Wüste zum Wandern abhaue. Somit ist meine Zeit sehr begrenzt und ich versuche möglichst viel von der südamerikanischen Grossstadt auf einmal aufzunehmen. Sehr zu empfehlen ist eine Free Walking Tour - ich habe mit Andres von Spicy Chile einen echten Glücksgriff gemacht - die um 10 Uhr startet und zu unterschiedlichen Themen bis zu drei Stunden Entdeckungsreise quer durch die (Innen-)Stadt verspricht. Ich entscheide mich für die La Vega - Market Tour, wo wir neben dem Cerro St. Lucia, einem ehemaligen Inkaweg und Revolutionshügel, die vier größten Gemüse- und Obstmärkte besuchen.  

Wir bewegen uns von den Graffitis des Meeting Points bei der Metrostation Bellas Artes weg, zum Cerro, wo wir viel über das politisch gespaltene Land erfahren. Fasziniert hat mich besonders Andres Know-How über die Pflanzen aus aller Welt, die auf dem Hügel gepflanzt wurden, wie in einem botanischen Garten - inklusive chilenischen Eigenarten. Auch Charles Darwin hat auf seiner Südamerika-Tour Halt hier gemacht... 

Und dann, die Märkte: La Vega

Andres ist streng und lässt uns nichts kosten - ein Minuspunkt in der Tour, es ist Mittag und wir verspüren Hunger. Aber wir schauen nur. Neben chilenischen Dingen, die ich nach wie vor nicht zuordnen kann, wie diesen orangen Früchten (hat jemand eine Ahnung?) bin ich begeistert von der Auswahl an eingelegten Gemüsesorten - nicht nur die mir bekannten Gurkerl, sondern viele Gemüsearten reihen sich ein und bekommen die Möglichkeit haltbar zu werden. 

Die Obst- und Gemüsesorten werden nicht importiert, sondern stammen allesamt aus Chile. Nachdem das Land viele Breitengrade durchläuft, unterschiedliche Wetter- und Vegetationsbedingungen durchlebt, ergeben sich fantastische Möglichkeiten viele verschiedene Arten von Obst und Gemüse zu produzieren. Pluspunkt!
Was ist das? Auf dem La Vega Central Markt in Santiago © diekremserin on the go
Was ist das? Auf dem La Vega Central Markt in Santiago © diekremserin on the go
Mais, Mais Mais,... © diekremserin on  the go
Mais, Mais Mais,... © diekremserin on  the go

Wir schauen kurz zum Mercado des Flores, dem Blumenmarkt, wo es wunderbar nach Rosen duftet und Verkäufer Blumengestecke in Windeseile fixieren. Für die Liebe, und den Tod. 
Danke Andres, für diese aufregende und mit Wissen gefüllte Tour durch deine Hauptstadt! 

Entdecken auf eigene Faust...

Nachdem Andres zu seiner zweiten Free Walking Tour aufbricht, ich am Plaza des Armas mit W-Lan und Google Maps einen Plan für den Tag mache, weiss ich schon sehr genau, dass ein Abstecher ins Museum sein muss. Denn, zwischen 9 Uhr und 13 Uhr haben Museen durchaus geöffnet. Bei freiem Eintritt! Ich bin begeistert und erkenne erst nach dem zweiten Hinsehen, dass ich zwei Fliegen auf einmal gefangen habe: das Museo Nacional de Bellas Artes und das MAC (Museo Arte Contemporaneo). Zwischen chilenischer satirisch-kitschig aufgeladener Kunst und Le Corbusiers Südamerikaprojekten bewege ich mich durch klassizistische Hallen nach europäischem Vorbild. Hier ist Kolonialismus zu spüren.

Wenn ein Segelschiff im Museum hängt, gesehen im Museo della Belles Artes © diekremserin on the go
Wenn ein Segelschiff im Museum hängt, gesehen im Museo Nacional de Bellas Artes © diekremserin on the go

Santiago ist divers, neben Hochhäusern stehen kleinere Neubauten oder ältere Gebäude. In der sieben Millionenstadt entwickeln sich verschiedene dezentralisierte Zentren. Zum Beispiel das Italienische Viertel, das zwar in Gehnähe zum historischen Zentrum liegt, aber dennoch fast 45 Minuten entfernt ist und einen ganz eigenen Vibe mit sich bringt. Unbedingt testen: Lusitano in der Av. Condell ! Nicht wundern, dass viele Cafes Kuchen anbieten. Die deutschsprachigen Einwanderer haben dieses Wort in die chilenische Sprache eingebracht und Kuchen wird tatsächlich zu Nachmittagskaffee gegessen. 

PARE! © diekremserin on the go
PARE! © diekremserin on the go

Gute Nacht, Santiago! 

Der Sonnenuntergang ist magisch. Egal ob vom Balkon im 16. Stockwerk oder von San Cristobal, dem etwas höheren Hügel in Santiago, den ich nicht erwandert, sondern erfahren mit. Mit einer Zahnradbahn. Auch möglich ist die Gondel nach oben zu nehmen. Von dort ist der Sonnenuntergang noch besser zu sehen und die Berglandschaft rund um Santiago, im Smog oder auch an klaren Tagen, beglückt mich mit einer einzigartigen Atmosphäre. Danke, Santiago! Und Gute Nacht.  

Gute Nacht, Santiago. Allerdings geht die Sonne im Sommer hier erst um 10 Uhr abends unter © diekremserin on the go
Gute Nacht, Santiago. Allerdings geht die Sonne im Sommer hier erst um 10 Uhr abends unter © diekremserin on the go
Wohnen im Gnomo Hostel
Essen in La Mensajeria
Trinken in Kross Bar

28.12.2016

Kurztagebuch Reisen oder wohin es mich 2016 verschlug

12 Monate hat das Jahr, 11 davon war ich unterwegs, zumindest in Teilen. Ein starkes Jahr geht zu Ende.

Mein Jahr auf Instagram.


02/2016 Hauser Kaibling, Österreich




03/2016 Graz, Österreich





04/2016 Schladming, Österreich





05/2016 Weinviertel, Österreich





06/2016 Lesachtal, Rosental und Millstätter See, Österreich





07/2016 Waldviertel, Österreich





07/2016 Südsteiermark, Südburgenland, Österreich





08/2016 Siena, Italien




09/2016 Shanghai, China




10/2016 Quebec bis Toronto, Kanada





11/2016 London, United Kingdom




12/2016 Salzburger Land, Österreich




Herzlichen Dank an meine Projektpartnerinnen und Projektpartner #CasinoAustria, #Umweltzeichen, #SalzburgerLand, #FraeuleinFlora, #CreativElena, #ShangriLaPudong, #Südsteiermark, #WeingutSchauer, #Oetscher, #WaldviertelTourismus, #WeinviertelTourismus, #VisitGraz, #DieSüsseLuise, #Lend, #ReisebloggerAT !

16.12.2016

Wie daheim: #CasinoUrlaub in Zell am See-Kaprun


Duft von Zuhause

Schiurlaub vergleiche ich gerne mit dem Ideal von Heimkommen. Das Feuer prasselt im Kamin. Das Wohnzimmer ist in angenehmes, gedimmtes Licht getaucht. Es riecht nach frischgebackenen Keksen. Aus einem Zimmer schallt klassische Musik und eventuell summt jemand mit.

Guten Morgen im Mavida Sport & Wellnesshotel © diekremserin on the go
Guten Morgen im Mavida Sport & Wellnesshotel © diekremserin on the go
Hier riecht es gut.“ – mein erster Eindruck sobald ich das Wellness & Sporthotel MAVIDA im Zell’schen Schüttdorf betrete. Tatsächlich steht Weihnachtsgebäck bereit und ein überdimensionaler Adventskranz aus Reisig gibt einen wohltuenden Duft ab. Die hochwertigen Vollholzmöbel fügen sich perfekt. Ich fühle mich zuhause. Das Personal an Rezeption, Bar und Spa ist bemüht das Wohlfühlbarometer nach oben zu treiben. Sportlich genießen hier wohl während der Ironman-Zeit die Sieger ihre Freizeit. Als Ironman-Hotel betitelt verfügt das Hotel über ein Outdoor-Sportpool, in dem eine größere Distanz gut absolviert werden kann. Ein absolutes Highlight!

Nachdem ich meinen Entschluss gefasst habe bei einem Triathlon im Jahr 2018 mitzumachen, betrete ich ganz ehrfürchtig auch den Indoor-Poolbereich, wo zwar weniger Schwimmmeter, aber umso gemütlichere Atmosphäre herrscht. Nicht täuschen lassen, das Pool ist nicht aufgeheizt und fürs richtige Wellnessen ungeeignet: auch hier soll aktiv geschwommen werden! Für Genießer ist die Saunalandschaft genau das Richtige: großzügig angelegt kannst du zwischen zwei Saunen, einem Dampfbad, der Alpha-Sphere und einigen Ruheräumen (mit Wasserbetten) wählen. Ganz zurückgezogen entspannen Gäste bei Massagen und Gesichtsbehandlungen. Dazu war in meinem Programm keine Zeit – denn: auf geht’s zum Spielen ins neue Casino Zell am See!

Happy Xmas! Gemütliche Atmosphäre im Frühstücksbereich © diekremserin on the go
Happy Xmas! Gemütliche Atmosphäre im Frühstücksbereich © diekremserin on the go
Schwimmen? Yes, please! © diekremserin on the go
Schwimmen? Yes, please! © diekremserin on the go


Versuch dein Glück!

Aus dem flauschigen Bademantel wechsle ich direkt ins (auch ganz gemütliche) Etuikleid. Bevor ich mein Glück auf die Probe stelle, stärken sich meine KollegInnen und ich bei einem Casino Dinner im Romantikhotel bei Familie Hörl. Von Barbara Fischer und Veronika Suntinger erfahren wir Details zu den Casino Hotels Austria und Renate Ecker vom Tourismusverband Zell am See-Kaprun belegt mit enthusiastischem Feuer, dass die Region eine Bandbreite an Veranstaltungen und Aktivitäten bietet. Für jeden. Fast 365 Tage im Jahr. Über die kulinarischen Genüsse der Casino Hotels Austria berichte in zu einem späteren Zeitpunkt. Denn auch im Hotel Feinschmeck werden wir zu Gast sein, für das Gernot und Ursula Auer mit ausgiebigem Einsatz und innovativen Ideen arbeiten.
Einschulung am Roulette-Tisch © diekremserin on the go
Einschulung am Roulette-Tisch © diekremserin on the go

Jackpot! © diekremserin on the go
Jackpot! © diekremserin on the go


Nach einer Einschulung im Roulette, mit fünf Jetons ausgestattet traue ich mich nach langjähriger Pause und zwei vergangenen Versuchen aus den Jetons mehr zu machen als sie innerhalb von zwei Minuten zu verlieren, ans Spielen. Ich muss dazusagen: ich bin keine Spielerin. Immer überwiegt die Vernunft und das Gefühl über den Tisch gezogen zu werden. Das hat aber bestimmt mit der Frustration zu tun, noch nie gewonnen zu haben. Meine Annahme wird sehr schnell bestätigt, denn ich gewinne beim ersten Einsatz gleich drei Jetons. Diese Errungenschaft horte ich nun wie Frodo den Ring. Aber das Spielfieber hat mich durchaus angesteckt. Es macht Spaß andere bei ihren Zügen zu beobachten, den Croupiers zu zu sehen und ihre schnelle Auffassungsgabe zu bewundern.

Der Casinobesuch verknüpft mit Übernachtung und Dinner empfinde ich als reizvolles Abendprogramm nach einem langen Schitag oder von Wellnesseinheiten. Das Spielen steht für mich im Hintergrund, denn die Spannung und Aktion, gemeinsam Zeit zu verbringen, erfüllt sich zu 100 Prozent. Achtung, Weihnachtsgeschenk-Alarm! 

Einsatz und nichts geht mehr... © diekremserin on the go
Einsatz und nichts geht mehr... © diekremserin on the go


Nach meiner siegreichen Expedition in die Welt von Roulette und Black Jack, wartet nur mehr das Bett auf mich:




Lies über die Reise aus anderen Perspektiven, meiner Kollegen und Kolleginnen aus ganz Österreich:

Christina von City Sea Country
Flo und Cori von Travel Pins
Romeo und Kathi von Sommertage
Theresa von travelwoman.at 
Elena von Creativelena: Fotos,
Wolfgang und Jessica von reiseblitz.com


Die Einladung zur Reise erfolgte durch Casinos Austria Hotels und dem Tourismusverband Zell am See-Kaprun in Zusammenarbeit mit Hotel Feinschmeck, Romantikhotel und Wellness & Sporthotel Mavida. Verfolge die Reise meiner Kolleginnen und Kollegen auch via Social Media mit den Hashtags #zellkaprun #CasinoUrlaub #CasinoZellamSee #CasinosAustria #romantikhotel #feinschmeck #wellnesshotelmavida

09.12.2016

Kanadisches Bier, leicht getrunken


diekremserin, two-drink und das Bier

Distillery District ist DER hippe Bereich in Toronto für Design, Food und Drinks © diekremserin on the got
Distillery District ist DER hippe Bereich in Toronto für Design, Food und Drinks © diekremserin on the got
"One of the best things we've found in running our tours is the incredible diversity of the folks who join us. There really is something about a beer tour -- people from all walks of life getting together and having fun in a way that would not otherwise seem possible!"

Kontaktiert habe ich Oliver Dawson einige Monate bevor ich mich auf die lange Reise nach Kanada machte. Er kam mir bei der Recherche für abwechslungsreiches Programm in der kanadischen Metropole mit den Beer Lover' Tours unter. Gegründet hat Oliver sein Unternehmen 1998, als Bier noch kein Hype sondern ausschließlich Massengetränk war. Artisinal Beer oder Craft Beer wie es bei uns genannt wird, ist ein Rückbesinnen auf das Handwerk, auf die Geschichte und auf die Zutaten, das Rezept, das dem Bier zugrunde liegt.


Old Toronto Beer Tour - eine reichhaltige Möglichkeit Toronto zu erkunden © diekremserin on the go

Old Toronto Beer Tour und so weiter

Prost! Bei noch sommerlichen Temperaturen gönnte ich mich ein herrliches Erfrischungsgetränk mit Grapefruitnote und Sprudel. Bier. © diekremserin on the go
Prost! Bei noch sommerlichen Temperaturen gönnte ich mich ein herrliches Erfrischungsgetränk mit Grapefruitnote und Sprudel. Bier. © diekremserin on the go
Oliver erzählt uns bei - no, na - einem Bier, wie er dazu kam über Bier zu sprechen, sich näher damit zu beschäftigen und was ihn nach wie vor daran reizt: "Bier ist immer neuen Herausforderungen gestellt, kann neu kombiniert werden, wie zum Beispiel mit Schokolade. Beer-Food-Pairing ist noch nicht ganz en vogue, aber im Kommen..." Ich kann zwar bei keiner großen Tagestour durch Toronto mitmachen, wo der Fokus auf hohem Genussniveau liegt, aber bin dabei als Oliver mit internationalen Gästen vier verschiedene Biere verkostet. Er erklärt den Unterschied zwischen Lager und Ale, den ich mir erstmalig merke, danke Judith von two-drink für die weitere Begleitung auf meinen Bierabenteuern.


Oliver Dawson in seinem Element - er ist nicht nur Bierliebhaber sondern ein hervorragender Storyteller, der genau weiß, wie Menschen einer guten Geschichte folgen, wie die Customer Journey fesselnd ist und wo er ansetzen muss um alle mitzunehmen © diekremserin on the go
Oliver Dawson in seinem Element - er ist nicht nur Bierliebhaber sondern ein hervorragender Storyteller, der genau weiß, wie Menschen einer guten Geschichte folgen, wie die Customer Journey fesselnd ist und wo er ansetzen muss um alle mitzunehmen © diekremserin on the go
In kleinen Bechern werden uns vier verschiedene Biere kredenzt. © diekremserin on the go

Trendsetter Oliver empfiehlt außerdem noch eine Tour durch den Distillery District, wo sich neben Schmuck- und Fooddesignern auch bildende und angewandte Künstler und Künstlerinnen Ateliers geschaffen haben. In den einstigen Fabrikshallen wird gewerkelt und gearbeitet, gelötet und geklebt, gemalt und geformt. Ich fühle mich sehr zuhause...

Ach und da wäre noch die Besonderheit, die uns Oliver kredenzt. Mit einem Seitenhieb an die österreichische Schnapskultur: Bierschnaps. Kaum zu glauben, aber wahr, auch gebranntes Bier wird angeboten und der Markt dürfte es lieben. Denn Schnaps, genauso wie der japanische Sake sind voll im Trend. Ich widme mich lieber dem Altbekannten:

Prost und cheers, ich geh jetzt auf ein Bier! 




07.12.2016

Weihnachten ist, um Himmels Willen: Salzburg!


#VisitSalzburg #XmasInSalzburg

Die Überschrift ist eine Aufforderung. Eva und Matthias von Fräulein Flora haben mich eingeladen gemeinsam mit Salzburger Land in die schöne Mozartstadt zu fahren. In der Adventszeit türmen sich in Salzburg zwar die Menschen, aber trotzdem ist es besonders herrlich dekoriert. Beleuchtete Kirchen hier, Strohsterne da, helle engelsgleiche Stimmen und Glühwein. Weihnachten kann beginnen. Deshalb geht's nach einer verspäteten Ankunft (aufgrund von anderen Verpflichtungen) erstmal ins Hotel Sacher, wo ich über die spannende Geschichte der Hotels in Wien und Salzburg höre. Besonders Anna Sacher, die coole, in Männerhosen gekleidete, Zigaretten rauchende Socke fasziniert mich. Gedankennotiz: mehr über Anna Sacher erfahren! Ich bewundere vor allem den herrlichen Ausblick auf das Museum der Moderne am Mönchsberg und die Festung Hohe Salzburg. Dass auch junge Leute auf einen Kaffee die Terrasse des Traditionshauses nutzen, finde ich nicht nur sympathisch, sondern vor allem nachvollziehbar: auch ich würde mich hier in die Nachmittagssonne setzen. Selbst im Winter!

Einen Punsch später sitze ich mit meinen Bloggerkolleginnen und -kollegen bei Beef Tatar und plaudere mit Sara über ihr Heimatland Italien. Bis die Salzburger Nockerl geliefert werden. Statt der üblichen drei Berge, die mich Eischnee aufgeschlagen auf uns her kommen, sitze ich vor zehn schneebedeckten Gipfeln. Gerecht aufgeteilt, versuche ich mich nach langer Zeit wieder einmal an der wohl süßesten Köstlichkeit der Salzburger. Ausser den Fürst Mozartkugeln, die ich auch in meiner Tasche habe.

Salzburger Nockerl at it's best. Wer gerne selbst tätig wird, probiert sicherheitshalber nach Rezept zu schlagen... © diekremserin on the go
Neben Nockerl und Himbeersahne liegt das wichtigste Instrument der Blogger neben den Smartphones: die Kamera. © diekremserin on the go
Neben Nockerl und Himbeersahne liegt das wichtigste Instrument der Blogger neben den Smartphones: die Kamera. © diekremserin on the go

#Grossarl #Christkindlwerkstatt

Zum Kinderadvent in Grossarl gehoert nicht nur das Karussell sondern auch die Christkindlbackstube und die Werkstatt wo zum Beispiel Strohsterne gebastelt werden. © diekremserin on the go
Zum Kinderadvent in Grossarl gehoert nicht nur das Karussell sondern auch die Christkindlbackstube und die Werkstatt wo zum Beispiel Strohsterne gebastelt werden. © diekremserin on the go
Szenenwechsel in die Gemeinde Grossarl, etwa eine Stunde von Salzburg entfernt. Dort, wo Fuchs und Hase Gute Nacht sagen und wo Tom, der Chef des örtlichen Touristenverbands bereits wartet, um die Blogger zwei Tage lange zu begleiten. Er ist aufmerksam, traditionsbewusst und gibt Informationen zu seiner Region preis, die wohl sonst niemand so genau weiß wie er. Der Advent in Grossarl ist eine Institution, die seit zehn Jahren existiert. "Wir wollten ein Saisonopening machen, wie das auch andere Skigebiete betreiben, hatten schon alles fixiert und gebucht, aber dann kam ein Aufschrei der Bevölkerung. Das ist eine stille Zeit, haben sie gemeint, die ihnen der Tourismus nicht wegnehmen darf.", erklärt er die Besinnung auf die Stille, die Rücknahme und die Konzentration auf das Wesentliche: Familie, Genuss und Freude am Handwerk. Die Hütten, die auf der für Auto abgesperrten Straße aufgestellt werden, bieten neben Köstlichkeiten aus der Region, qualitätsvolle Handwerkskunst, die vom Tourismusverband vorab ausgewählt werden. Nicht jeder darf ausstellen, es wurden schon Anfragen abgewehrt. Qualität und Regionalität über alles.

Kinderträume werden wahr: 

Highlights für Kinder oder kindliche Erwachsene gibt es einige: von der Christkindlwerkstatt, wo Strohsterne gebastelt werden bis hin zur Christkindlpost, wo die Englein darauf warten, dass Wünsche diktiert werden, die dann feinst verpackt ans Elternhaus geschickt werden (neue Schi in Weiss, Zeit,... und?) und natürlich die Kekserlbackstube, in der ich bei Grete und Josefa himmlische Engelsboten und Christbäume aussteche und verziere. Ich bin im siebten Himmel!

Alles ist für uns vorbereitet. Keksausstecher mit Weihnachtsmotiven und genug Mehl um den Mürbteig auch tatsächlich ausrollen zu können. © diekremserin on the go
Alles ist für uns vorbereitet. Keksausstecher mit Weihnachtsmotiven und genug Mehl um den Mürbteig auch tatsächlich ausrollen zu können. © diekremserin on the go
Los gehts, mit Schürzen und Kappen ausgestattet, weisen uns Josefa und Grete ein. Tom ist auch mit dabei! © diekremserin on the go
Los gehts, mit Schürzen und Kappen ausgestattet, weisen uns Josefa und Grete ein. Tom ist auch mit dabei! © diekremserin on the go
Ich mache den Anfang, danke an Matthias für das Foto! © diekremserin on the go
Ich mache den Anfang, danke an Matthias für das Foto! © diekremserin on the go
Dekoration ist alles. Nachdem der Muerbteig ausgerollt und in Form gebracht wurde, werden die Kekserl mit geschlagenem Ei bestrichen und mit herrlichen Weihnachtsschmuck verziert. © diekremserin on the go
Dekoration ist alles. Nachdem der Muerbteig ausgerollt und in Form gebracht wurde, werden die Kekserl mit geschlagenem Ei bestrichen und mit herrlichen Weihnachtsschmuck verziert. © diekremserin on the go
Und natürlich nimmt jeder seine eigenen Kekse mit. © diekremserin on the go
Und natürlich nimmt jeder seine eigenen Kekse mit. © diekremserin on the go

Und jetzt wird verkostet... happy Christmas, liebe Leserinnen und Leser!

PS: Der weihnachtliche Adventsmarkt mit Krippenweg ist jeweils von Freitag bis Sonntag in der Adventszeit zu besuchen.




Hier sammle ich die Beiträge meiner Mitreisenden:

Romeo & Kathi von Sommertage Blog, Wien
Sabrina & Steffen von Feed Me Up Before You GoGo, München
Sonja & Moritz von Goldfasan Blog, Berlin
Sara von L'Appetito Vien Leggendo, Mailand
Rebecca von RebFre, Stockholm
Fanny von Fanny Staaf, Stockholm
Eva & Matthias von Fräulein Flora, Salzburg
Vanessa von VannDann, Fuschl
Vroni von Berghasen

Weitere Fotos von der Reise findest du hier:

#SalzburgerLand: Weihnachten in Salzburg

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