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#VisitCarinthia bei SlowFoodTravel, unterwegs mit #ReisebloggerAT
Ruhezentrum Waldviertel - Genuss im Norden Niederösterreichs #VisitWaldviertel

Zusammen Reisen

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Wohin zieht es dich 2016? Eine erste Sammlung meiner Reisepläne stelle ich für dich zusammen. Auf folgende Destinationen darfst du dich freuen!

Zusammen Speisen

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Welches Lokal wolltest du unbedingt schon mal ausprobieren? Meine ehrgeizige Bucketlist für 2016 - Bars, Restaurants und Delis, durch die ich mich kosten will.

Zusammen Arbeiten

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Willst du dich über diekremserin on the go informieren? Erhalte den richtigen Überblick für eine Kooperation: Mediendaten, Kontakt, Impressum.

21.08.2016

Genuss am laufenden Band: Kitzeck, Gamlitz und Konsorten

Was gibt es Schöneres als ein Wochenende in der südsteirischen Toskana zu verbringen? Mit Ausblick auf die Sausaler Weinberge und hin"unter" nach Slowenien. Also in den Süden. Wie bereits in einer vergangenen Fotoreise angekündigt, habe ich mich auf den Weg zum Weingut Schauer gemacht, wo ich - in Kitzeck im Sausal - noch eine Rechnung offen hatte. Die Schauer-Buben (Stefan, Bernhard, verzeiht mir!) hegen und pflegen den elterlichen Betrieb, der einerseits den Weinbau und andererseits die Buschenschank und Ferienzimmer umfasst. Schade, dass die diesjährige Weinernte aufgrund eines grausigen Frühjahresfrostes sehr dürftig ausfallen wird. Und damit habe ich wahrscheinlich untertrieben.

Der Ausblick! © diekremserin on the go

Kreativität trifft Genuss 

"Solche Jahre helfen Ideen zu entwickeln und kreativ zu sein" meint Stefan, der beim sonntäglichen Frühstück die positiven Seite eines Ernteausfalls hervorkehrt. Bermerkenswert. Dabei habe ich das Gefühl, dass Kreativität hier sowieso schon sehr hoch geschrieben wird. Mein absoluter Highlight-Wein ist nach wie vor der sonst nicht so geliebte Sauvignon Blanc 2015, der allerdings für das nächste Jahr zurückgehalten wird und erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Verkauf kommen wird. Absolution! Neben den herrlich abgestimmten Weinen, die vom Brüderpaar gemeinsam entwickelt und vermarktet werden, können die Schauers mit den gemütlichen Zimmern voll punkten. Auch das Frühstück ist top: Heidelbeergratin? Unbedingt probieren!

Einblick in den Frühstücksraum! © diekremserin on the go
Einblick in den Frühstücksraum! © diekremserin on the go





Im GenussRegal der Vinofaktur in Gamlitz ergeht es mir nicht anders. Dort nimmt sich Chef Zeit und zeigt uns beim Rundgang, der von - nanonana - Kernölproduktion bis hin zur Schnapsbrennerei alles an Genuss widerspiegelt was die Südsteiermark zu bieten hat. Besonders spannend sind dabei die einzelnen Nischen, in denen das Ausstellungsdesign weg von den Produkten, hin zu den Fragen der Menschen rückt. Was braucht der Mensch? Was kauft der Mensch an Lebensmitteln? Was wird weggeschmissen? Wie hat sich das Tourismusland Südsteiermark verändert? Welche Speisen heissen wie sie heissen und aus welcher Zeit kommen sie?

Beim abschliessenden Verkosten - Sprudel, Sauvignon Blanc, Morillon vom Weingut Polz - gustieren meine Begleitung und ich noch im Shop. Denn davor macht die Ausstellung im GenussRegal ihrem Namen volle Ehre: Zotter-Schokoladenbrunnen, Kürbiskerne in verschiedener Zubereitungsform, Essige von Goelles, Vulcano-Schinken,... im Süden weiß ich, was ich esse!

"Das grüne Gold der Steiermark" - der Kürbis! © diekremserin on the go
"Das grüne Gold der Steiermark" - der Kürbis! © diekremserin on the go
Wir verkosten. © diekremserin on the go
Wir verkosten. © diekremserin on the go

Langsam machen wir uns wieder auf die Weiterreise. Mit dem Auto lässt sich's gut leben im Süden. Ohne wohl eher nicht so gut. Obwohl auch die Gegend rund um Gamlitz und Leibniz versuchen mit Buschenschank-Shuttles öffentliche Verkehrsmittel anzubieten. Vor allem für jene Menschen, die nicht nur kosten, sondern gerne auch trinken möchten. Diese Entwicklung wird wohl noch dauern...

Einkehr ist angesagt, denn nach dem vielen Verkosten ist uns tatsächlich ein echter Hunger aufgekommen. Empfohlen wird uns das Schramms - ein kleines Wirtshaus auf hohem Niveau. Bummvoll an einem Regentag wie diesem, obwohl draußen auf der überdachten Veranda ebenso BesucherInnen sitzen und die Aussicht geniessen. Ich entscheide mich für, klassisch, einen Backhendelsalat. Begleitung isst Bandnudeln mit wunderbarer Sauce. Herzlichst! Das Service ist rasch, unkompliziert und reizend freundlich. So, dass ich beim nächsten Mal bestimmt wieder stehen bleibe. 

Wundervolle Pastakreation im Schramms Wirtshaus, wo traditionelle Küche groß geschrieben wird. © diekremserin on the go
Wundervolle Pastakreation im Schramms Wirtshaus, wo traditionelle Küche groß geschrieben wird. © diekremserin on the go


Heidelbeeren überall, ich bin wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Hier der wunderbare Heidelbeerstrudel :P © diekremserin on the go
Heidelbeeren überall, ich bin wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Hier der wunderbare Heidelbeerstrudel :P © diekremserin on the go

Eine weitere Genussüberraschung hat die Ölmühle Hartlieb auf Lager. Nicht nur, dass der Shop alle Stücke spielt, nein, auch der Service ist ein Traum und ich bemerke, wie sehr die Menschen hier mit dem Produkt Öl verbunden sind: Kürbis, Lein, Distel, uvm. Im ersten Stock wartet ein kleines Museum auf mich: mit all den Maschinen und Vorgängen, die bei der Herstellung von Öl benötigt werden. SlowFood hat die Ölmühle in ihren Guide aufgenommen und ich verstehe sehr schnell wieso: das Produzieren von Öl ist eine langwierige, sehr aufwändige Sache, die Know-How, Gefühl und Verstand braucht, Liebe zum Detail und zum Kunden, der letztendlich als Endverbraucher gegenüber steht. Und dann ist der Genuss des Konsumenten gefragt: wie verwende ich das Öl? Ich setzte das gekaufte Erdnussöl gerne als Basis für asiatisch-anmutende Gerichte ein. Oder ich nehme das mit Dill versetzte Öl um Salate zu verfeinern.

erkäufer mit Herz und Seele seit 20 Jahren. Er ist schon immer dabei und lebt seine Berufung in der alten Mühle. © diekremserin on the go
Verkäufer mit Herz und Seele seit 20 Jahren. Er ist schon immer dabei und lebt seine Berufung in der alten Mühle. © diekremserin on the go
Sammelsurium an wichtigen Begleitern für das Pressen von Öl im Museum © diekremserin on the go
Sammelsurium an wichtigen Begleitern für das Pressen von Öl im Museum © diekremserin on the go

Zu besichtigen ist das Museum zu folgenden Öffnungszeiten in Heimschuh: 

06.08.2016

Ruhezentrum Waldviertel: alles für den langsamen Genuss

#SlowFoodTravel ins Waldviertel


Runterkommen und stressfrei frische Luft genießen. Das und dennoch genussvolles Leben wünscht du dir beim Urlaub Machen? Ich bin ein Fan geworden in die sogenannte Pampa (nicht nach Argentinien) zu fahren, um richtig abzuschalten. Rauf, ins Waldviertel, wo es ein paar Grad kühler ist, wo sich Fuchs und Hase um 18 Uhr "Gute Nacht" sagen und wo die Straßen so eng sind, dass ich mir oftmals nicht sicher bin ob ein entgegenkommendes Auto Platz hat. Die zehnte Wiese, das fünfzehnte Waldstück, glitzernde Sterne, strahlend blauer Himmel. All das, kann das Waldviertel.

 Gleich in Arbesbach angekommen. Wiese, Wald, Ruine. That's it! © diekremserin on the go
Gleich in Arbesbach angekommen. Wiese, Wald, Ruine. That's it! © diekremserin on the go


"Es ist soweit, das Netz ist weg." - Ich lege mein immer erreichbares Smartphone weg - Zipp zu. Die Gedanken sind plötzlich woanders.
Einblick ins Theaterstadl wo das Event stattfand!
Einblick ins Theaterstadl wo das Event stattfand! 

GenussfanatikerInnen, herzlich Willkommen!

In meiner spannenden Kooperation mit #Sonnentor durfte ich das Waldviertel schon von seiner nachhaltigen und sehr genussvollen Seite kennenlernen. Sprögnitz, der Ort an dem immer die Sonne scheint, bleibt mir gut in Erinnerung. Der kulinarische Höhepunkt war sicher der Besuch in der hauseigenen Leibspeis', wo mit Produkten aus der Region gekocht wird, wo alle möglichen Kräuter im Vordergrund stehen und der Blick auf das Wesentliche gewahrt wird. 

Ein paar Dörfer weiter, nach Zwettl und dort, wo Hase und Fuchs auch mir zum Gruße die Pfoten reichen, liegt Arbesbach. Dort kocht ein ganz Großer. 

Michi Kolm in seinem Element...
Michi Kolm in seinem Element... 
Michael Kolm, seit zehn Jahren am Herd des Restaurant Bärenhof, lernte bei jenen österreichischen Starköchen, die momentan Wien revolutionieren (Mraz und Sohn) und übersetzt dies in Waldviertlerischer, authentischer Manier auf den Teller. 

Zur Zehn-Jahres-Geburtstagsfeier verzauberten Michi Kolm und Team sowie Freunde des Koches 250 Gäste. Magie! Auch hier stand Nachhaltigkeit im Genuss am Tagesplan, denn Friends wie Josef Floh setzen auf Regionalität und vor allem Qualität. Auf den Teller kommt was Saison hat! 




Plus, Bärenbeobachtung inklusive

Der Bärenhof hat seinen Namen nicht von irgendwoher. Im Naturpark, der gleich anschließend an das  Lokal ins Abenteuer führt, kannst du Braunbären entdecken. Das Tierschutzprojekt von Vier Pfoten lässt Bären, die als Zirkusbären 

Sehr spannend klingt auch die Wanderführung von Elfie Grünstäudl, die sich mit BesucherInnen auf den Pfad der Urzeit macht. Leider konnte ich dies nicht ausprobieren, denn bei meinem Besuch stand eindeutig der pure Genuss im Vordergrund. 

Prost, Bloggerinnen :D
Prost, Bloggerinnen :D 

Die Speisefolge forderte die Gäste auf von Station zu Station zu wandern. Kurz überlegte ich mit der famosen Nachspeise bei Mraz zu beginnen. Entschied mich dann aber doch für den konventionellen Weg:

Gelbe Raunen mit Mohn, Topfen und Roastbeef vom Hirschkalb (Bärenhof)
Krautfleisch mit knusprigen Schweinebauch und Gnocchi (die üBÄRflieger - Männerkochgruppe rund um Michi Kolm)
Auberginencreme, gebratene marinierte Mini-Aubergine, marinierte Stekovics Paradeiser, Ziegenfrischkäse, Kräutersalat aus Königskraut, Spicy Oregano & Bohnenkraut (Floh)
2 x Kalb mit Eierschwammerl, Kohlrabigemüse und Polenta (Bärenhof)
Flat Iron Steak mit Kürbisgemüse (Bittermann)
Erdäpfel mit Buttermilch, Heublume und Bauchspeck
Basil Smash mit griechischem Joghurteis, Granola, Berberitzen und Melone (Mraz)

Rate, was das ist... ©diekremserin on the go
Rate was das ist.... © diekremserin on the go
...oder wer sich hier mit der geilsten Kruste abmüht ... © diekremserin on the go
...oder wer sich hier mit der geilsten Kruste abmüht ... © diekremserin on the go
...inklusive Endergebnis © diekremserin on the go
Salat at its best. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen © diekremserin on the go
Salat at its best. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen © diekremserin on the go
Michi Kolms Handschrift. © diekremserin on the go
Michi Kolms Handschrift. © diekremserin on the go
Anrichten, bitte! © diekremserin on the go
Anrichten, bitte! © diekremserin on the go
Zum Dessert. Das Eis schmilzt. Jede Bowl wird minutiös angerichtet. Ein Traum! © diekremserin on the go
Zum Dessert. Das Eis schmilzt. Jede Bowl wird minutiös angerichtet. Ein Traum! © diekremserin on the go 


Ausgelassen habe ich, weiß aber von Lisa (Finespitz.at), dass die Speisen mehr als zu empfehlen waren:

Grammelknödel (Blumentritt)
Kalbsrahmbeuschl (Goldenes Bründl)



Die Reise nach Arbesbach erfolgte auf Einladung von Hiller Communications


30.07.2016

Auf den Maler gekommen: Martin Johann Schmidt im Farblabor

Ist dir schon langweilig in den Sommerferien? Täglich schwimmen gehen geht sich in Österreich leider sowieso nicht aus, denn die chaotischen Gewitterzüge machen uns immer wieder einen Strich durch diese Rechnung.

Kommt bei dir gar Lust auf ein wenig Kreativität auf? 


Ganz stolz bin ich auf die bereits siebente Veranstaltung "Kunst trifft...", die ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen von der Kunstmeile Krems heuer ist Leben gerufen habe: Workshops zu verschiedenen künstlerischen Techniken und spannenden Themen rund um Kunst, Karikatur und Museum für Erwachsene.

Die Sommerferien laden dazu ein wie eine Touristin durch Krems zu gehen - schon in den vergangenen Jahren durfte ich einerseits als Tourguide mit Creativelena oder auf dem Rad Stadtrundfahrten machen. Dabei kam Stein, der zweite Teil der charmanten Doppelstadt Krems-Stein, meist zu kurz. Gemeinsam mit Christine Emberger entdeckte ich bei einer Vorab-Stadtführung die fragile, historische Stadt aus der Sicht des bekannten Kremser (stimmt nicht, denn es ist ein Steiner!) Schmidt.
Christine Emberger als Martin Johann Schmidt  © Martina Hackel
Christine Emberger als Martin Johann Schmidt  © Martina Hackel

Wer ist eigentlich dieser Kremser Schmidt?

Das fragte sich Christine ebenso und begann zu recherchieren. "Das ganze Projekt ist als Steinerin ein Herzensprojekt von mir. Je mehr ich in die Materie eintauchte, desto mehr Fragen wurden offengelegt... ich glaube ich werde nie damit fertig..." Mit einer umgänglichen und offenen Art geht die forschende Fremdenführerin und begeisterte Reisende auf ihr neues Projekt "Martin Johann Schmidt und Stein" zu. "Perücken! Du weißt gar nicht, wie schwierig es ist die perfekte Perücke zu finden, das hier ist schon die dritte... und den Hut, den muss ich aufsetzen, sonst kann mich wirklich niemand anschauen..." 

Mit einem jahrhundertealten Gehrock, einer Farbpalette, Pinsel und Perücke ausgestattet, treffe ich Christine am Linzer Tor. Dort sehen wir uns um: was ist heute da? Womit musste sich Martin Johann, der hier aufgewachsen ist und sein ganzes Leben verbracht hat, herumschlagen? Sie erzählt begeistert aus dem Leben des großen niederösterreichischen Künstlers, das 1718 in Grafenwörth bei Krems begann. Bald feiern wir also sein Geburtsjubiläum, eine große Sache für die Doppelstadt. Verstorben ist er auch in Krems, alt, aber immer noch sehr feinfühlig was seine Arbeiten betrifft. Bewundern kannst du "Kremser Schmidts" in vielen niederösterreichischen Klöstern, wo der Herr Auftragsarbeiten erhielt. Fad wurde ihm wohl nie. Seine besonders geschäftige Werkstatt in Krems vergleichen Zeitgenossen angeblich sogar mit Rembrandt. 


Gemeinsam mit Christine entdecken wir einige Originale, besuchen das Grab des Malers und hören einiges aus dem bewegten Leben des doch sehr braven Künstlers. Zurück an der Kunstmeile Krems entschwinden wir ins Farblabor: mit welchen Bindemitteln haben Künstler dieser Zeit gearbeitet? Wie entsteht das sogenannten Kremser Weiß? Und was hat es mit der Vorzeichnung auf sich? 

Der "Kunst trifft... Martin Johann Schmidt"-Workshop gibt Einblick in die Geschichten der Vergangenheit, die uns heute mit Fresken an den Hausmauern oder Altarbildern in den Kirchen noch begleiten, die über das Kopfsteinpflaster mitgetragen werden und die in den versteckten Eckchen von Stein auftauchen. Außerdem wird praktisches Anwenden gefragt sein - ausprobieren. Keine Vorkenntnisse notwendig. 

Zurück in die Zukunft mit Christine Emberger - Kunst trifft... Martin Johann Schmidt im Farblabor 

Anmeldung über 02732 908010 oder office@kunstmeile.at
10 Euro pro Person 

Mehr zu Martin Johann Schmidt via Bundesdenkmalamt.  

26.07.2016

#Sommer2016: am Wasser unterwegs

Ahoi, Wasserratten! 

Wie schon im Kärnten-Post mit dir geteilt, war ich ziemlich viel am Wasser unterwegs im Juni. Ein absolutes Highlight war dabei die Buchtenwanderung mit Gottlieb Strobl am Millstätter See. 

Das dunkle Wasser, die sagenumwobenen Geschichten rund um den See und seine Mystik haben mich mehr als verzaubert. Vielen Dank an meine Bloggerkolleginnen, die mich bei den Wasser-Aktivitäten gefilmt und fotografiert haben. 

Creativelena, Elena nahm mich beim Manövrieren des Bootes auf, mit dem ich durch die hängenden Äste etwas zu kämpfen hatte:




Sabine Mey (travelstories-blog.com) konnte mich beim meditativen Rudern festhalten. Mitten am See. Herrlich!

 Schaupause. © Sabine Mey
 Schaupause. © Sabine Mey

Hier bin ich zwar nicht am, aber beim Wasser...

Oder Angelika Komposch, das Kärntner Madl, das mich am Campingplatz im Rosental beim Yoga am Steg unbemerkt blitzte. © Angelika Komposch
Oder Angelika Komposch, das Kärntner Madl, das mich am Campingplatz im Rosental beim Yoga am Steg unbemerkt blitzte. © Angelika Komposch

24.07.2016

#Sommertag: die Hitze in Wien gut aushalten

Ich fahre Rad. Meist noch mit dem Citybike, weil ich mein Mitbewohnerinnenrad erst reparieren lassen muss. Und da komme ich schon ganz schön rum in Wien. Zu Hitzezeiten suche ich nicht immer nur das kühle Nass, sondern auch die Abkühlung durch schattige Bäume und kleine Auszeiten außerhalb des Trubels. An der Endstation der 43er Straßenbahn, Neuwaldegg, sind es nur wenige Meter in die Allee, wo's schön schattig ist.

Der Weg ist weit und die Stadt noch weiter weg. Endlich Ruhe © diekremserin on the go
Der Weg ist weit und die Stadt noch weiter weg. Endlich Ruhe © diekremserin on the go

#Sommertag im Schwarzenbergpark

Dass der Park heute den Schwarzenbergs, einer österreichischen Adelsfamilie zugeordnet ist, kommt daher, dass sie den Park um 1800 erworben und aufgewirtschaftet haben. In den Weltkriegen verwilderte der Park, bevor er 1957 von der Stadt Wien übernommen wurde. Heute ist er wirklich ein Naherholungsgebiet für die ganze Familie. Viele Wege, die zu Entdeckungen abseits des asphaltierten Wegs einladen oder grüne Wiesen, in denen du ganz gemütlich picknicken kannst. 

Eintritt in die Schwarzenberg Allee. © diekremserin on the go
Eintritt in die Schwarzenberg Allee. © diekremserin on the go
Ach, und auch der Park hat irische Geschichte, wie ich: Graf von Lacy erwarb die Fläche im frühen 18. Jahrhundert. Der hatte es gut, denn er war immerhin mit dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. befreundet. Im Stile der englischen Landschaftsgärten ließ er seinen Park anlegen und auch das Hameau - ein Dörfchen mit 17 Schilfdachhäusern, das ich noch nicht besucht habe.

Überall im Park verteilt findest du Gebäude, die teils revitalisiert wurden, teils etwas verfallen wirken. Hier das Grabmahl des Grafen Lacy. © diekremserin on the go
Überall im Park verteilt findest du Gebäude, die teils revitalisiert wurden, teils etwas verfallen wirken. Hier das Grabmahl des Grafen Lacy. © diekremserin on the go


Aber Martin Moser, gehlebt.at, hat sich während seiner Stadtwanderwegstour durch den 17. Bezirk gekämpft, aufgeschrieben im Juni 2015 erschienen Buch "Wien wandert".

Schattiges Plätzchen gefällig? Für Getränke und eine kleine Jause ist selbst zu sorgen. © diekremserin on the go
Schattiges Plätzchen gefällig? Für Getränke und eine kleine Jause ist selbst zu sorgen. © diekremserin on the go
Mehr zum Park findest du bei der Stadt Wien, wo auch die Broschüre für die Stadtwanderwege ausgegeben wird.

Schlemmerei in der Manameierei 

Kulinarisch empfehle ich dir im Container zwischen Schwarzenberg Allee und Sophienalpe vorbeizuschauen. Direkt an der Exelbergstraße gelegen sitzt du auf der Terrasse, kannst einen wunderbar gerösteten Fürth-Kaffee genießen (Achtung, fruchtige Röstung!). Die Mehlspeisen - von Brownies über Cheesecakes, very American, aber gut - sind sehr zu empfehlen, mit einem eisgekühlten Cappuccino die optimale Nachmittagsjause. 

Exelbergstrasse 32
1170 Wien
Tel: +43(1) 480 51 72
E-Mail: info@manameierei.com
Mi. bis So. 09:00 bis 18:00 Uhr


21.07.2016

Fünf Dinge, die ich mir von Peggy Guggenheims Leben abschaue

Peggy Guggenheim auf den Stufen des Griechischen Pavillons, in dem sie ihre Sammlung während der 24. Biennale in Venedig im Jahr 1948 ausstellte. In der Hand hält sie ein Gemälde ihrer Tochter Pegeen Vail (Interior, 1945). © Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada
Peggy Guggenheim auf den Stufen des Griechischen Pavillons, in dem sie ihre Sammlung während der 24. Biennale in Venedig im Jahr 1948 ausstellte. In der Hand hält sie ein Gemälde ihrer Tochter Pegeen Vail (Interior, 1945).
© Roloff Beny / Courtesy of National Archives of
Canada
Sei du selbst!
Tu so, als gebe es kein Morgen
Kommunikation über alles
Folge deiner Intuition
... don’t give a shit!

Sei du selbst! 

Die neueste Doku über Peggy Guggenheim (Peggy Guggenheim - Ein Leben für die Kunst), die exzentrische Kunstsammlerin des 20. Jahrhunderts, geht auf ein wiederentdecktes und noch nie verwendetes Interview zurück, das die bereits 90-Jährige über ihr Leben reflektieren lässt. Wahrscheinlich ganz unvermittelt, glaubt PG an sich selbst. Sie ist davon überzeugt, dass jede Entscheidung ihren Grund und ihren Fortsatz hat. Ich bewundere Menschen, die mit Selbstbewusstsein ihrem Leben gegenüber entscheiden, sich verändern und in Abenteuer begeben.

Roloff Beny fotografierte Peggy Guggenheim auf der Biennale in Venedig durch die Skulptur Developable Surface des Künstlers Antoine Pevsner hindurch. © Roloff Beny / Courtesy of National Archives of Canada
Roloff Beny fotografierte Peggy Guggenheim auf der Biennale in Venedig durch die Skulptur Developable Surface des Künstlers Antoine Pevsner hindurch.
© Roloff Beny / Courtesy of National Archives of
Canada

Tu so, als gebe es kein Morgen

PG war keine reiche Frau, zumindest zu Beginn ihrer Karriere als Netzwerkerin stand die Dame mit dem klingenden Namen (ihr Onkel war Solomon Guggenheim, der das Guggenheim in New York initiierte) ziemlich karg da. Aber das störte die junge Frau nicht, denn sie tat das, was viele wohl nicht getan hätten: sie investierte in ihre Freundschaften, umgab sich mit Künstlern und entdeckte mit viel Feingefühl neue. Sie erschuf Trends und war als klares Anti-Sexsymbol ein Konterpart zum gängigen Schönheitsideal. Meiner Meinung nach, lebte die Frau im Hier und Jetzt. Vielleicht hatte sie eine Idee, wie der morgige Tag aussehen sollte, entschied sich aber eindeutig klar für heute.

Kommunikation über alles

Jackson Pollock, Salvador Dalí, Luis Buñuel, Willem de Kooning – egal ob Vertreter des abstrakten Expressionismus, des Dadaismus oder einer anderen –ismus Strömung des frühen 20. Jahrhunderts: PG hatte auf jeden Fall ihre Finger im Spiel. Du auf Du mit den großen Erneuerern der Avantgarde, mit Picasso und Konsorten, ihr Lebensstil – „Ich hatte mit jedem eine Affäre.“ – ließ ein ständiges im Kontaktsein mit Literaten, Künstlern und Musikern zu. Quasi gegenseitige Befruchtung,... durch (tiefgehende) Kommunikation. Ich werfe PG vor, dass sie sich zu sehr um die Menschen hinter den Kunstwerken kümmerte, gleichzeitig verschuf ihr dieses enge Netzwerk einen unglaublichen Einblick in die Sphäre der Kulturschaffenden.

Folge deiner Intuition

Zusammenhängend mit all den anderen Punkten, die ich mir von der guten Frau Guggenheim abschauen möchte, liegt auf der Hand, dass ihr Instinkt ganz gut funktionierte. Sie wusste genau in welcher Situation sie was sagen musste, wen sie wie behandelte und wohin sie als nächstes strebte. Vielleicht stimmt Punkt Nr. 2 doch nicht ganz so, sondern der große Plan war im Kopf durchaus verankert. Oder aber, so mutmaße ich, ein Quäntchen Glück, Skrupellosigkeit und ein Hang zur Dramatik verhalfen PG zu ihrem Erfolg. Und da wäre noch die weibliche Intuition, die ich ihr nun andichte. Eng mit der Szene verbunden zu sein, bedarf ein gewisses Geschick, ein Einhalten von Regeln und seiner Position, die eingenommen wurde. Trotz den künstlerischen Freigeistern werden (nach wie vor) gerne traditionelle Rollen verteilt. Maler – Muse, Lehrer – Schülerin, Kunst – Inspiration. Die Frau als Objekt der Begierde, als passives, (eindeutig) weiblich-konnotiertes Modell steht dem zu begehrenden, betrachtenden Künstler gegenüber. Jener, der den Ton angibt.

... don't give a shit! 

Braucht es dafür eine Erklärung. PG tat was sie tat. Ohne Rücksicht auf Verluste. Mit denen hatte sie aufgrund der harten Geschichte sowieso zu kämpfen. Verlust, Tragik und ein erfülltes Leben stehen gerade bei der 2006 verstorbenen Dame nahe beieinander.
Plakat zum Film PEGGY GUGGENHEIM Ein Leben für die Kunst
Plakat zum Film PEGGY GUGGENHEIM Ein Leben für die Kunst

I took advice from none but the best. I listened, how I listened! That's how I finally became my own expert.
(Peggy Guggenheim)


Bilddateien über filmpressekit.de

15.07.2016

Loipersdorf abseits der Masse: einatmen und Kraft tanken

Paddeln gut, alles gut.


Wie kann eine Thermen-Gegnerin wie ich davon überzeugt werden, dass die Gegend rund um Loipersdorf in der Thermenregion der Steiermark und des angrenzenden Burgenlandes eine empfehlenswerte Abwechslung bietet. Zum Alltag. Zum Abschalten. Zum Kraft Tanken.

Willkommen im Hotel Panoramahof! © diekremserin on the  go
Willkommen im Hotel Panoramahof! © diekremserin on the  go
Ich schaue von meinem Balkon gen Slowenien, in die Hügellandschaft, dort wo bald das Meer am Horizont auftaucht und mediterrane Stimmung herrscht. Hier, im Hotel Panoramahof etwas abgeschwächt auf Österreichisch. Da und dort ist der Hausherr noch unzufrieden mit Kleinigkeiten, die mir als Gast gar nicht aufgefallen wären. Das Umweltzeichen? Der neue Ausgezeichnete gibt sich bedeckt, verweist aber auch hierbei auf die Ausbaufähigkeit seines Vier-Sterne-Betriebs. Die Zimmer sind ausgestattet mit klassischem Vollholz, die Tomaten wuchern draußen auf der Sonnenterrasse und der Naschgarten ist über und über voll mit klitzekleinen Walderdbeeren. Hier lässt sich's doch leben!
"Die meisten Menschen kommen auf Kurzbesuch, von Freitag bis Sonntag, düsen in die Therme und kehren abends müde wieder heim. Sie erkunden die Umgebung nicht wirklich und wissen nicht, was hier sonst noch möglich wäre...", mit diesen Worten steigt Franz Strobl in das Bloggerauto, das uns zur Kanufahrt an die Raab bringt. Meine Kolleginnen Jeanette und Elena sind genau wie ich ganz gespannt was uns erwartet: denn, im Naturpark Raab werden herrliche Kanufahrten angeboten, die vom Naturpark- und Kanu-Guide geführt werden. Schwimmweste an, Paddel in die Hand und ein paar wenige Instruktionen, los geht's. Ich fühle mich frei am Wasser, zwischen den beiden Ufern, die mit Bäumen bewachsen Schatten liefern. Ich atme tief durch, merke, wie angenehm das Paddeln ist. Hier eine Stromschnelle, da eine brenzlige Situation um nicht an Land gespült zu werden. Ich bin kein Profi, nicht einmal Fortgeschritten. Aber die Ruhe kehrt ganz von selbst ein. Hinter unserem Dreier-Kanu kichern ein paar junge Frauen, die sich mit dem Paddeln nicht ganz zurecht finden. Krizstian, unser Guide, gibt sich gelassen und wartet auf die Schlusslichter, erklärt erneut wie das Paddel richtig zu halten ist und welche Bewegungen, welche Resultate hervorbringen.


Der Ausblick bestätigt den Namen © diekremserin on the go
Der Ausblick bestätigt den Namen © diekremserin on the go 


Sommerhit - im Hotel Panoramahof das volle Package buchen:

Naturpark Kanu-Thermenpaket

4 Nächte ab nur € 249,00 pro Person

  • 5 Tage/4 Nächte im Natur- oder Panoramazimmer
  • 4x erweitertes Panoramahof-Frühstücksbuffet
  • 1x Kanutour: Entdecken Sie die romantische Flussauenlandschaft im Dreiländer-Naturpark im 2er bzw. 3er Kanu unter fachlicher Anleitung 
  • 1x Thermeneintritt ganztägig nach Wahl in Loipersdorf (mit Liege, Sauna und neuem Funpark), Stegersbach bzw. gegen Aufpreis ***Blumau oder Schaffelbad! 
  • 1x Therme Loipersdorf (NM ab 15:45 bw. am So ab 14:45) 
  • 1x kuscheliger Bademantel pro Person für Ihren Thermenbesuch 
  • 5x Fitness-Studios Galaxy mit fachkundiger Betreuung oder Trainer 
  • inkl. aller Panoramahof-Standards

Hier lässt sich's zum Entspannen herkommen © diekremserin on the go
Hier lässt sich's zum Entspannen herkommen © diekremserin on the go


Essen gut, alles gut. 


Die Therme Loipersdorf, mit dem 4-Jahreszeiten-Hotel gleich angeschlossen (das erst vor kurzem Horst eröffnete), darf am Programm der Reise aber dennoch nicht fehlen. Trotz Thermenphobie. Ich lasse mich gleich auf eine Behandlung ein - auch eher untypisch für mich, die sich doch gegen die gemachten Beruhigungszonen sträubt. Aber ich bin begeistert. Bernadette, seit über 20 Jahren als Masseurin im Thermengeschäft, weiß was sie tut und wie der Energiefluss bei mir funktioniert. "Wir sind ein funktionierendes Team, jeder kann sich auf den anderen verlassen und das schon seit sehr, sehr vielen Jahren. Gemeinsam haben wir die Therme hier aufgebaut...." erzählt sie stolz nach meiner Behandlung. Das Gesundheitszentrum bietet viele ganzheitlich orientierte Behandlungen an, die den Körper von Stress und schlechter Energie herunterholen, auf den Boden bringen und mit neuer, guter Energie aufladen. Das hat Bernadette für mich geschafft. Hut ab!
In Zimmern, wie dem Lilienzimmer gut aufgehoben sind Jeanette, Monika, Petr und Elena, die im 4-JAhreszeiten Hotel residieren © diekremserin on the go
In Zimmern, wie dem Lilienzimmer gut aufgehoben sind Jeanette, Monika, Petr und Elena, die im 4-Jahreszeiten Hotel residieren © diekremserin on the go

Hannes Wagner schwärmt... © diekremserin on the go
Hannes Wagner schwärmt... © diekremserin on the go

Neben dem Aspekt der Gesundheit, steht wie gesagt die ganzheitliche Balance des Körpers im Einklang mit Seele ganz oben. Ich finde sehr schön, wie versucht wird Erlebnis im Familienbereich - Lebenstherme -, Stärkung und Stressabbau hier im Zentrum zu verbinden. Es gelingt Geschäftsführer Wolfgang Wieser gut eine Balance zwischen Masse und Individualbesuch zu finden. Bei einem Rundgang durch den gerade eröffneten Bereich des Thermalbades - die Architektur aus den Achtziger Jahren wurde revitalisiert und nicht abgerissen und neugebaut - staune ich nicht schlecht: Salzgrotte, Saunen ohne Ende, großzügiger Platz zum Rasten, AlphaSphere Cocoon,... Ich möchte doch gleich alles ausprobieren. Trotz Thermalangst.

Elena genießt den Ausblick über die Thermallandschaft © diekremserin on the go
Elena genießt den Ausblick über die Thermallandschaft © diekremserin on the go
Die Ruhe vor dem Sturm. Herrliches Wetter, Stille, ein Traum in Loipersdorf © diekremserin on the go
Die Ruhe vor dem Sturm. Herrliches Wetter, Stille, ein Traum in Loipersdorf © diekremserin on the go
Wolfgang Wieser vor "seiner" Therme © diekremserin on the go
Wolfgang Wieser vor "seiner" Therme © diekremserin on the go

Vorher geht's aber zum Essen ins 4-Jahreszeiten, wo der quirlige Geschäftsführer Hannes Wagner schon auf uns wartet. Mit vielen Geschichten rund um die Gründung des Thermalbades, "Die Leute hier dachten, was da kommen Leute zum Baden? Zum Baden!?" und dem Unverständnis der näheren Nachbarschaft, auf das man stieß, bis hin zur Gestaltung seines eigenen Hotels, das direkten Zugang zur Thermenlandschaft bietet und das er ständig adaptiert, neu denkt und in sich wieder-erfindet. Wäre Hannes Wagner kein Hotelier geworden, wäre er wohl Erfinder oder Tüftler geworden. Als Beirat der Thermen KG hat er aber genug zu koordinieren, zu denken und zu tun.

Jetzt kommt das Essen (als Blogger bekamen wird die Haupt- und Nachspeise serviert, während ein großes Buffet die weiteren BesucherInnen zur Bewegung einlädt):

Fangfrischer Zander mit Dillkartoffelchen und Brokkoli - genau das richtige Essen nach einem anstrengenden Blogger-Relax-Tag :) © diekremserin on the go
Fangfrischer Zander mit Dillkartoffelchen und Brokkoli - genau das richtige Essen nach einem anstrengenden Blogger-Relax-Tag :) © diekremserin on the go
Oh, hallo, liebe Nachspeise... © diekremserin on the go
Oh, hallo, liebe Nachspeise... © diekremserin on the go
Hannes Wagner lässt keine Gelegenheit aus, um uns Geschichten zu erzählen. Ein Storyteller par excellence! © diekremserin on the go
Hannes Wagner lässt keine Gelegenheit aus, um uns Geschichten zu erzählen. Ein Storyteller par excellence! © diekremserin on the go
Wunderbar, Grünkernlaibchen auf Wokgemüse © diekremserin on the go
Wunderbar, Grünkernlaibchen auf Wokgemüse © diekremserin on the go
Da war mein Mundwerk wieder einmal zu groß... Dem Koch zu sagen, dass ich gerne Obst als Nachspeise hätte, ersetzt die Nachspeise nicht... © diekremserin on the go
Da war mein Mundwerk wieder einmal zu groß... Dem Koch zu sagen, dass ich gerne Obst als Nachspeise hätte, ersetzt die Nachspeise nicht... © diekremserin on the go

Später noch Tiefenentspannung im AlphaSphere Cocoon. Alles gut. 


Im Cocoon kommet ein Energiebündel wie ich auch runter. Unbedingt ausprobieren!! © diekremserin on the go
Im Cocoon kommet ein Energiebündel wie ich auch runter. Unbedingt ausprobieren!! © diekremserin on the go

Beiträge meiner Mitreisenden erschienen hier und wurden mit den Hashtags #Umweltzeichen #VisitLoipersdorf #Wellness in Social Media Kanälen verbreitet. Ich bedanke mich für die Einladung von Umweltzeichen.

Follow-Your-Trolley: Ein tiefenentspanntes Wochenende in der Steiermark
Creativelena: #Genussreisetipps pur: Umweltzeichen Hotels & Therme Loipersdorf in der Steiermark  


29.06.2016

Drei nachhaltige Glamping-Destinationen in Kärnten

Wo fange ich nur an? 

Eine Frage, die ich mir nach den intensiven fünf Tagen im Juni stelle, die ich auf Einladung des österreichischen Umweltzeichens in Kärnten verbrachte. Nach dem Reisebloggertreffen, das ebenso auf Kärntner Boden stattfand, verlängerte ich meinen Aufenthalt in Kötschach-Mauthen um zwei Nächte. Auf einem Campingplatz. Ungewöhnlich für mich. Denn Campen ist nicht meine große Leidenschaft. 
© diekremserin on the go
Das #Umweltzeichen, gestaltet von Friedensreich Hundertwasser, dem Künstler, der sich mit seinem Manifest für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein aussprach. 
Camping ist nicht gleich Camping? Mit dieser These im Kopf begab ich mich auf die exotische Reise. Und schon nach ein paar Minuten im Alpencamp Kötschach-Mauthen wusste ich, dass ich richtig lag. Bei Katharina Kupper-Wernig im Rosental-Roz konnte ich den längsten Camping-Gast kennenlernen, der viele Geschichten zu erzählen wusste und sogar am Wandertag Teil des Teams war. Seecamping in Döbriach ist ein besonderer Genuss. Selbst bei Regen und einem wolkig-holprigen Beginn ist Camping am Millstätter See mit Sinn für Nachhaltigkeit ein Genuss. Schließlich glampe ich... 

1. Alpencamp Kötschach-Mauthen

Zwei, drei Sepps, die mit Idealismus überzeugen

"Was, schon wieder ein Sepp?" denke ich mir, als ich Sepp Kolbitsch, dem dynamischen Betreiber des Alpencamps die Hand schüttle. Der zweite innerhalb der letzten 24 Stunden. Der letzte Sepp kam mir beim Besuch in Würmlach unter, heißt Brandstätter und züchtet den einzigartigen Gailtaler Weißen Mais. Dieser hier ist in Lederhose und gebrandetem Shirt gekleidet, redet ohne Punkt und Komma über seinen Betrieb, seinen Werdegang, seine Forschungsprojekte, seine Ideen für die Zukunft und was ich die nächsten Tage hier unternehmen werde. 

Alpencamp Kötschach-Mauthen © diekremserin on the go
Sepp Kolbitsch, täglich gut gelaunt, immer auf Trab und vor allem gesprächig und auskunftsfreudig was seinen Idealismus rund um Nachhaltigkeit und Umwelt betrifft. 


"Ich zeig euch jetzt die Schauheizung. Das ist zwar extrem technisch, aber ich versuche euch näher zu bringen welche Chancen wir hier nutzen" und schon geht es los mit den Details zu seiner Schauheizung, die online abgerufen werden kann, die von TU-Studierenden gewartet und geprüft wird, die sichtbar im Haupthaus des Alpencamps verankert ist und optimierend lernfähig. Ständig werden Daten abgerufen, geprüft, optimiert und eingearbeitet. Die Heizung sorgt für Warmwasser, spart und speichert, legt Wert auf die Bedürfnisse der Camping-DuscherInnen und beschäftigt sich gleichzeitig mit einem nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser. Unglaublich vielfältig, was so ein Ding können kann. "Gleichzeitig versuchen wir an allen Ecken und Enden Wasser zu sparen. Das geht soweit, dass wir in die Duschköpfe investiert haben. Statt 20 Liter pro Sekunde schüttet die etwas teurere Variante nun nur 4 Liter pro Sekunde aus." - "Mit langen Haaren wird das wahrscheinlich ein Problem...?" - "Nicht wirklich, nachdem Wasserblasen aus dem Duschkopf kommen, entsteht dadurch kein Rinnsal, das nur wenig Wasser gibt. Der Druck stimmt auch." Ich teste es. Und ja, die Wasserblasen-Variante ist eine gute. Ich fühle mich wie mit Seifenblasen geduscht. Wäre doch auch mal eine schöne Möglichkeit. 

Alpencamp Kötschach-Mauthen © diekremserin on the go
Ja, das stimmt! Die Gemeinde ist Energie:Autark :)
schauheizung.com 


Genüsslich:
Das Restaurant beim Alpencamp wurde von einem engagierten Koch übernommen, der Hausmannskost auf den Tisch bringt. Auch aus Ungarn - sehr zu empfehlen ist das Teufelsgulasch oder der Camping-Burger. 
Ein weiterer Genuss-Tipp in der Nähe führt mich auf die Valentinalm, wo ich erstmals Kärntner-Kasnudln probiere. Ein Traum! 

Alpencamp Kötschach-Mauthen © diekremserin on the go
This is Love ! 

Aktiv:
Unbedingt auszuprobieren ist die Laufroute direkt an der Gail, die aber genauso mit dem Mountainbike (E-Mountainbike fahren ist TOP!) befahren werden kann. 

http://www.movelo.com/de/elektrofahrrad/
Ich fahre erstmals mit einem e-Bike und gleich mit einem e-Mountainbike von movelo, geht gut! 


Wanderwege rund um Kötschach-Mauthen gibt es en masse. In den Genuss einer Wanderung mit Sepp Lederer, Sepp Nummer 3, zu kommen, entwickelt sich zu einer botanischen Entdeckungsreise auf dem Plöckenpass. Sepp, der Herausgeber der Blumenberge, hat zu jeder Pflanze eine Geschichte zu erzählen und kennt sie in den unterschiedlichen Phasen der Blüte. Als Obmann des Alpenvereins der Sektion Obergailtal-Lesachtal bestimmt er den Weg zum Sentiero Storico, einem Erinnerungsweg, der die Alpenkämpfe zwischen österreichischen und italienischen Soldaten im 1. Weltkrieg in den Mittelpunkt rückt. 

Sepp Lederer kann von jeder Pflanze eine Geschichte erzählen. Eine wunderbare Errungenschaft ist seine Ausgabe von BLICKPUNKT "Wanderung über die Blumenberge Mauthner Alm und Mussen"


Alpencamp Kötschach-Mauthen © diekremserin on the go
Heute ein traumhafter Ausblick. Vor 100 Jahren ein bedrückender. 
Alpencamp Kötschach-Mauthen © diekremserin on the go
In den Himmel schauen. Ich muss an diese unbekannten Männer denken. Sie ließen ihr Leben in einem sinnlosen Krieg.  


Mauthen ist übrigens Bergsteigerdorf, das im Herzen der Karnischen Alpen zum Tourengehen einlädt. Im Winter wie im Sommer! 
Kulturell:
Sich mit der Zeit zwischen 1915-1918 zu beschäftigen, fällt auf diesem Sentiero Storico leicht. Denn nach den ersten Serpentinen durch den Wald treffen wir auf Stellungen und Unterschlüpfe der österreichischen Soldaten, die die grausamen Gebirgskämpfe rund um den Plöckenpass ausgestanden haben. Viele Tote wurden hier gezählt, die aber nicht auf Grund der Kämpfe, sondern vorwiegend durch die Ausweglosigkeit Selbstmord begingen oder durch Naturkatastrophen im Winter, starben. Die Stimmung auf dem Weg ist seltsam - meine Begleitung und ich sind ruhig, fast andächtig. Der Lauf der Dinge, die Natur und ihre "Arbeitsweise" holt sich nach und nach die von Menschen geschaffenen Wege zurück, wächst über die Öffnungen der Stellungen. Oben angekommen riecht es ganz wunderbar nach Jasmin, der gerade blüht. Natur und Geschichte stehen einander kurioser Weise gegenüber und ergänzen sich. Das zugehörige Museum konnte ich leider nicht besuchen. 

Alpencamp Kötschach-Mauthen © diekremserin on the go
Wie Sandsäcke, oder Polster, aussehende Mauern. Der Sentiero Storico mahnt zum Frieden. Ich will mich daran halten. 

2. Camping Rosental-Roz

Quantensprünge und Experimentierfreude 

Ein paar Duzend Kilometer weiter, raus aus dem Gailtal, rein ins Rosental an der slowenischen Grenze, befindet sich in Gotschuchen ein herrlicher Campingplatz mit angelegtem See in der Mitte. Die Ruhe strahlt förmlich. Natürlich liegt dies an der Vorsaison, denn es sind bei Weitem noch nicht alle Plätze belegt - in wenigen Wochen wird sich das ändern. Aber ich schätze Katharina Kupper-Wernig und ihr Team so ein, dass auch in jenen stressigen Wochen des Jahres Ruhe und Freundlichkeit bewahrt wird. Spätestens wenn der Gast der ersten Stunde - vor vierzig Jahren ging es los mit dem Campingplatz hier - aus seinen Erinnerungen berichtet und von regnerischen Abenteuern mit triefendem Zelt und nicht mehr fahrender Ente (=Auto) erzählt, weiß ich, dass ich hier als Nicht-Camperin gut aufgehoben bin.

Camping Rosental Roz © diekremserin on the go
Willkommen im Rosental! 


Vor allem als ich entdecke, dass das EXPI (Haus voller Experimente) neben dem Campingplatz direkt von Katharinas Mann Samo, Quantenmechaniker und Tüftler, betrieben wird. Eine Halle voll mit Experimenten zu physikalischen Vorgängen begeistert nicht nur mich, sondern viele Schulklassen aus der Umgebung, die einen spielerischen Zugang zu Physik lernen sollen. Da steht das Teilchen aus CERN im Vordergrund oder wie das mit der Erdbeschleunigung funktioniert. Hands-On, ausprobieren und testen! Gleichzeitig zeigt das EXPI eine wunderbare Multi Media-Ausstellung zu 100 Jahre Relativitätstheorie: Einstein Inside, entwickelt von der Universität Tübingen. 



Genüsslich: 
Katharinas Frühstück ist kaum zu überbieten. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Camping Rosental Roz © diekremserin on the go
Besser geht's nicht, oder?


Aktiv:
Rauf auf den Radsberg, der auf der anderen Seite der Drau liegt. Dort kann man Paragleiten oder einfach weiterwandern.

Camping Rosental Roz © diekremserin on the go
Nur mit der richtigen Thermik kommen die Paragleiter wieder an den Platz zurück wo sie starten. 
Camping Rosental Roz © diekremserin on the go
Versuch eines Panoramas mit Straße, Wald und Ausblick. Mit Bloggerinnen. 

Entlang der Drau sind Halbmarathonstrecken angelegt worden, in den Wäldern rund um Gotschuchen befinden sich tolle Trail-Running-Pfade und Katharina legt großen Wert auf ihre vierbeinigen BesucherInnen - da gibt's viele Möglichkeiten für lange Spaziergänge.

Kulturell:
Direkt in Gotschuchen lebt Maria Mlecnik-Olinowetz, die in der Vergangenheit als Unternehmerin Bauernmalereien herstellte. Die handgemachten Kunstwerke auf Glas, Holz oder Kerzen finden sich heute in ihrem Privathaus in einer alten Fassbinderei wieder. Dort hat sie ein Museum angelegt und schwärmt von ihrer Tätigkeit, die sie über dreißig Jahre ausgeübt hat. Auch heute ist sie noch tätig und illustriert zum Beispiel Kinderbücher. Die besten FreundInnen ihres Mannes Michael lerne ich draußen kennen: die Bienenkönigin und ihre Untertanen. 

Camping Rosental Roz © diekremserin on the go
Honig vom Imker aus dem Rosental. 
Camping Rosental Roz © diekremserin on the go
In Marias Atelier erfahre ich woran sie momentan arbeitet und wie sie in der Vergangenheit Erfolg hatte. Eine bescheidene Frau mit tollen Zielen. 

3. Ferien-Erlebniswelt Mössler

Mystischer Millstätter See

Der Regen begleitet mich aus dem Rosental nach Döbriach am Millstätter See, was mich allerdings nicht aufhält dort aktiv zu sein. Georg Mössler, der junge Betreiber des Campingplatzes in Döbriach und von Seecamping direkt am See (wie der Name schon verrät), ist halber Waldviertler. Ob er genau deshalb Innovationsgeist und Veränderungswillen in sich trägt, weiß ich nicht. Denn im Waldviertel gibt es immerhin einige Kollegen, wie den Schuhmeister Heini und Kräuterbaron Gutmann, die sich nix scheißen und einfach mal machen. Georg Mössler verbindet einen großen Campingplatz mit familiärem Flair, einem Restaurant und einem beheizten Pool für all jene, die frühmorgens nicht zum See laufen oder radeln wollen, sondern gleich ihre Längen schwimmen möchten. Da kommt die Umwelt ins Spiel... denn neben Solarenergie legt der Betreiber auch Wert auf #SlowTravel, wie den keltischen Baumpfad direkt am Platz. Außerdem bietet Döbriach wunderbare Möglichkeiten in die Sagenwelt einzutauchen. Ob in im Museum Sagamundo für die mystischen Geschichten oder direkt in der sagenumwobenen Landschaft, die zum Beispiel mit dem Ruderboot erkundet werden kann.

Glamping Ferien-Erlebniswelt Mössler © diekremserin on the go
Mystische Seenlandschaft. Schön, dass das südliche Ufer kaum bebaut ist.

Glamping Ferien-Erlebniswelt Mössler © diekremserin on the go
Blogger unterwegs: ich mit Sabine von Travelstories Blog und Elena von Creativelena.


Genüsslich:
Nach einer Mountainbike-Tour, diesmal ohne Elektrizität, verdient sich mein Magen ein gutes, gesundes Frühstück/Mittagessen direkt am See. Bei Charly's See Lounge dient eine riesengroße Sandkiste mitten im Lokal zur Langeweilevorbeugung und der herrliche Salat im Reckglas zur Hungerreduktion.

Glamping Ferien-Erlebniswelt Mössler © diekremserin on the go
Salat mit Mozzarella und Paradeiser, inklusive Sprossen und allem was gut ist. Plus Quinoa. Yeah! Superfood-Attacke...



Aktiv:
Fad wird mir hier nicht: Buchtenwandern mit Ruderboot von Gottlieb Strobl, der mir von Kormaranklos auf Bäumen erzählt oder von der Geschichte rund um die tausend antiken Säulen, die angeblich im dunklen Wasser des Millstätter Sees versenkt sind... Oder eben mit dem Rad um den See, bergauf, bergab, bisschen Schotter - Achtung nicht gleichzeitig Fotografieren und Radfahren! - schöne Ausblicke, mal Wald, mal Sonne. 39 Kilometer geht's rund um den See.

Glamping Ferien-Erlebniswelt Mössler © diekremserin on the go
Elena rudert mich wohin ich will...



Kulturell
Die Bierkultur lässt sich am Kärntner See nicht lumpen. Der Bierfanatiker Uli Bacher eröffnete kurzerhand vor einiger Zeit seine eigene Brauerei mit Ausblick auf die Nockberge, mit dem Namen Shilling. In seinem Lokal, das in Vollholzmöbel ausgestattet, auch einen Einblick in die Edelstahlbrauerei gibt, können die Biere - vom hellen bis hin zum IPA - verkostet werden. Oh, und gekauft kann auch werden (nicht in Flaschen, sondern in Fässern!).


Glamping Ferien-Erlebniswelt Mössler © diekremserin on the go
So viele Biere... :)

Alle Bilder findest du in meiner flickr.com-Galerie: 



Glamping im Zeichen der Umwelt



Beiträge meiner Mitreisenden erschienen hier und wurden mit den Hashtags #Umweltzeichen #VisitCarinthia #Glamping #WellnessCamping #ILoveCamping in Social Media Kanälen verbreitet. Ich bedanke mich für die Einladung von Umweltzeichen.

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