wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about
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23.04.2017

Wenn der Frühling kommt...

...startet die Kultursaison in Niederösterreich 


Ich kann es selbst kaum erwarten! Endlich wieder Sonne. Blauer Himmel. Beim Aufstehen in der Früh Helligkeit. Die Tage werden länger. Die ersten Blumenköpfe schießen aus dem Boden. Der Winter ist vorbei. In Niederösterreich feiert die Museumslandschaft den Frühling. Blümchen in Grün, Violett und Gelb können auf der Landkarte vom museumsfruehling.at entdeckt und besucht werden. Denn am Wochenende des Internationalen Museumstags, öffnen viele kleine, große, historische, künstlerische oder musikalische Museen ihre Türen.




Alle Institutionen fahren großes Programm für die ganze Familie auf - Sonderprogramm zu vergünstigten Preisen oder sogar ganz gratis... lass dir diese Möglichkeit keinesfalls entgehen. Vor allem, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den nackten Schultern kitzeln.

Entdeckungsreise Niederösterreich! 

Am 20. und 21. Mai begebe ich mich in bekannte und unbekannte Ecken des Bundeslandes in dem ich aufgewachsen bin, in dem ich arbeite und in dem ich mich sehr zuhause fühle. Niederösterreich bietet viel: kleinere, wie größere Hügel um zu wandern (die Schisaison ist zwar vorbei, aber Ja, du kannst auch Schifahren bei uns), Radtouren an der Donau entlang, die besten Weine (egal ob im Kamp-, Krems- oder Traisental, Wagram oder Wachau,...) und natürlich fantastische kulturelle Einrichtungen zwischen Bildender Kunst, Volkskultur und Musik. Auswählen kannst du aus mehreren Kategorien, die dir auch lose Touren vorschlagen. In meinem Fall schlage ich bei der Kulinarik zu. Ich möchte immer etwas mit dem lieben Essen dazulernen oder natürlich im besten Falle selbst kosten...

Meine fünf Favoriten stelle ich heute schon zusammen bevor ich dann tatsächlich von meiner (kulinarischen) Reise durch den Museumsfrühling 2017 berichte (auch LIVE via Facebook, Instagram und Twitter).

(1) Erstes österreichisches Küchenmuseum und Greisslermuseum
(2) Erlauf Erinnert
(3) Römermuseum Tulln
(4) Stadtmuseum "Alte Hofmühle"
(5) Museum Ostarrichi

Folge mir auf meiner Entdeckungsreise durch die kulinarisch, musealen Angebote durch Niederösterreich, mit #museumsfruehling ist dies ganz einfach möglich.

Nicht vergessen, Sonnenbrillen-Alarm! 

08.02.2017

ARTIST IN RESIDENCE: Besuch einer Weltenbummlerin

Während ich auf Sujin Lim im Wellen.Spiel an der Donau warte, mache ich mir rückblickend Gedanken zu den Arbeiten, die ich von ihr gesehen habe. Einerseits war die Niederösterreichische Kulturpreisträgerin mit ihrer filmischen, sensiblen Kritik an an globalen Systemen im NÖ dok in St. Pölten ausgestellt und andererseits durfte ich ihre Arbeiten schon im Rahmen der AIR-ARTIST IN RESIDENCE Meetings kennenlernen.


Bewohnerin der Erde

Sujin Lim eilt mit einem Lächeln herein - Am I late? - ich verneine. Die letzten Tage der Südkoreanischen Künstlerin, die sich selbst als Fremde in allen Teilen der Welt bezeichnet, ihrer Residency in Krems sind hereingebrochen. Nach dem Versuch eine Apfelschorle zu bestellen, konzentrieren wir uns darauf, mehr von einander zu erfahren: was macht die Arbeit von Sujin so besonders? Woher kommt ihre unbändig ruhige Faszination sich mit schwierigen, schweren Themen auseinanderzusetzen? Wozu hat sie Krems inspiriert? 

Das Fremd-Sein war in Krems ein Thema. "Ich wurde von Menschen angesprochen, als ich am Fluss war und dort Filmaufnahmen gemacht habe." Die asiatischen Attribute eröffnen Sujin in Krems offenbar Gesprächsmöglichkeiten. Die stets überlegt nachdenkliche Weltenbummlerin erzählt von einer Begegnung mit einer Frau, die ihr einen Sack mit getrocknetem Brot überreicht. Non-verbale Kommunikation zählt. Sujin übernimmt was die Frau offenbar aufgrund eines körperlichen Defizits nicht mehr machen kann: sie füttert die Vögel. Das erhellt das Gesicht der Frau und sie lächelt ebenso wie Sujin. Begegnungen wie diese berühren und Sujin erzählt diese Geschichte als wäre es eine Offenbarung. 

1 ARTIST-IN-RESIDENCE // Sujin Lim ist die erste Interviewpartnerin für #diekremserinotg2017 und wir haben uns gemütlich zum Plaudern im Kremser Wellen.Spiel getroffen. Die Reisende und sanfte Künstlerin der harten Realität erzählt von ihrem Projekt in Krems, von ihrer Faszination der Kernkraft und vom ständigen Hinterfragen und poetischen Neudenken dieser unnahbaren, schweren Realitäten. Sie versucht durch ihre Interventionen neue Perspektiven zu finden und jene den Menschen vor Ort als mögliche Lösung anzubieten. Geb 1979 in Südkorea. Heute, Weltenbummlerin. #exploreaustria #austriangirl #artistinresidence #air #portrait #artist #artlover #artblogger #interview #diekremserin #wellenspiel #kremstagram #persoenlichkeit #sospannend #wow #happyweekend #keintagohnekunst #sujinlim #southkorea #kunsthallekrems
Ein von diekremserin on the go (@lucietae) gepostetes Foto am


Sujin ist Geschichtenerzählerin. Sie deckt auf. Sie gibt Menschen eine neue Perspektive ihrer Umwelt. Sie sensibilisiert andere Perspektiven einzunehmen. "Es gibt immer einen Weg...", meint sie während des Gesprächs. Beeindruckt hat mich vor allem ihr poetisches Umgehen mit Verboten und Gesetzen in streng geordneten Autokratien, z.B. als sie im Iran war. Tanzen ist dort verboten. Sprich dem Bewegen zu Musik geht eine Strafe einher. In einem etwa elfminütigen Film umgeht Sujin dieses strikte und für mitteleuropäische Verhältnisse unverständliche Reglement. Sie bewegt sich auf Gehwegen mit Elementen des Tanzes fort. Zuerst stehen Hintergrundgeräusche der Straße und sprechende Passanten im Vordergrund, aber die Geräuschkulisse verändert sich. Es setzt klassische Musik ein, die sich Bewegende wird zur Tänzerin. Plötzlich hat sich die Perspektive für den Zuseher völlig verschoben. Sujin spielt mit diesen Perspektivenwechseln.

Atomkraft, ein schweres Thema


Warum sich Sujin mit Atomkraftwerken beschäftigt, ist mir nach wie vor rätselhaft. Aber es herrscht eine gewisse Faszination, ein unglaubliches Wissen und eine absolute Abgeneigtheit der umstrittenen Energiegewinnung. Nach Japan konnte ich nicht, meint sie. Dazu war ihr die gesundheitliche Gefahr zu brisant. Fukushima hätte sie gerne genauer untersucht. Eigentlich ist Sujin aber in Krems, um eben nicht mehr so viel am Thema Atomkraftwerk und der Gefährdung der Bevölkerung zu arbeiten. Aber da macht ihr die österreichische Geschichte einen Strich durch die Rechnung und sie sieht sich gemeinsam mit Kuratorin Verena Gamper das nie in betriebsgenommene AKW Zwentendorf an. Dort wo nun eine Solarplantage steht. Beklemmend, so beschreibt die südkoreanische Weltenbummlerin das Gefühl. Mit ihrer sensiblen Art auf schwierige Themen zu zu gehen, hat sie auch in während ihrer Residency in Taiwan das Verhältnis zwischen Natur und Industrie betrachtet. Missed Scenery and Missed Event macht auf eine Fehlstelle aufmerksam, die Sujin in Szene setzt. Das Atomkraftwerk im Hintergrund wird durch das gemalte Tafelbild am Strand ersetzt. Aus einer ganz bestimmten Perspektive betrachtet, ist es plötzlich nicht mehr real. Wie eine Staffage macht das Gemälde glaubhaft, dass keine Bedrohung herrscht.



The Missed Scenery and The Missed Event from Sujin Lim on Vimeo.

It was just too perfect.

Während ihrer Zeit in der Schweiz, war Sujin zuerst überfordert mit der Schönheit, Klarheit und Unberührtheit des Landes. FACTORyAl LANDSCAPE, eine Arbeit in der Sujin die globalisierte (Schein-)Welt subtil anprangert, war im NÖ Dok in St. Pölten ausgestellt:


FACTORyAL LANDSCAPE from Sujin Lim on Vimeo.


02.12.2016

Eager Egon: #SchieleSchauen in Krems

EGON SCHIELE - Tod und Mädchen © Thimfilm
Egon Schiele lebte und wirkte bekannterweise in Niederösterreich. Er ist einer der wichtigsten österreichischen Figuren der modernen Kunstgeschichte. Ein Vordenker. Ein Querulant. Ein Getriebener. Einige seiner wichtigsten Arbeiten ziehen ins neue Museum, in die Landesgalerie Niederösterreich, die im Frühjahr 2018 eröffnen wird.

Egon und die Wachau


In einigen Studien, in Zeichnungen und herrlich progressiven Malereien bespricht Egon die Kulturerberegion Wachau, die hübschen Städte Krems und Stein und teilt bis heute seine gezeichneten Ansichten mit uns. Dort, wo sanfte Hügel auf unwegsam, karges Gestein treffen, wo mittelalterliche Bausubstanz mit zeitgenössischer Architektur fusioniert werden. In Vorbereitung auf die Originale kann ich den Film EGON SCHIELE - Tod und Mädchen sehr empfehlen. Der von Noah Saavedra gespielte Künstler blickt auf ein kurzes, aber sehr umtriebiges Leben zurück, bevor er mit nur 28 Jahren verstarb.

Egon im Film

Sehr einprägend spielt Valerie Pachner die Liebe des Lebens: Wally. Mich begeistert der authentische niederösterreichische Akzent, der die Szenerie ins richtige Licht rückt. Mit Lebenslust, Elan und einer kindlichen Freude am Dasein wirkt die soziale Wally als Egons Dreh- und Angelpunkt. Sie gibt ihm Boden unter den Füssen, inspiriert ihn und bringt ihn zum Lachen. Dass sie dennoch als beste Freundin und Seelenverwandte nicht seine Ehepartnerin wird, ist schmerzhaft mit an zu sehen. 



Am 3., 8. und 11. Dezember bietet das Kino im Kesselhaus abermals die Chance den träumerischen Film zu sehen, der in eine andere Welt entführt. 







25.06.2015

Leben lebt sich selbst: Susanne Wenger

Schöpferisches Denken und Kunst sind nicht messbar, sind sie doch Zeugnisse der Wahrheit und diese Wahrheit, die eine Wahrheit, hat viele Gesichter. Alle Religionen sind letztendlich doch die Religion der Menschheit. Über den Toren einiger Tempel in Tibet steht der Spruch: 1000 Mönche / 1000 Religionen.
Susanne Wenger

© Susanne Wenger Foundation
© Susanne Wenger Foundation


Zum 100. Geburtstag richtet die Susanne Wenger Foundation in Krems (Kunstmeile Krems) der 2009 verstorbenen Künstlerin ein großes Fest aus. Die Ausstellung "60 Jahre Afrika. Künstlerin. Priesterin. Abenteurerin." lässt die langjährige Afrika-Reisende und ihre damit in Verbindung zu bringende Kunst und Lebensphilosophie in einem neuen Licht erscheinen.

Ölbilder, Batiken, Zeichnungen, Fotografien der Heiligen Haine sowie bisher noch nicht gezeigte Werke sind Teil der umfassenden Ausstellung rund um Susanne Wenger und ihr werken in Afrika. Geprägt sind die in unterschiedlichen Techniken entstandenen Arbeiten von Religiosität und ihrem Feuer für Abenteuer.

Wolfgang Denk, der den Nachlass der Österreicherin betreut, archiviert und wenn notwendig restaurieren lässt und eben solche Ausstellungen wie diese ins Leben ruft, beschrieb sie während seiner Eröffnungsrede der Susanne Wenger Foundation 2001: "Nach unzähligen internationalen Berichten über TV-, Film- und Printmedien wurde Susanne Wenger, die am 4. Juli 1915 in Graz geboren wurde, als „weiße Priesterin an einem heiligen Fluss tief in Afrika“ bekannt. Aber sie war viel mehr als das, sie war eine der wichtigsten Künstlerinnen der Nachkriegszeit in Österreich und eine außergewöhnliche Künstlerin in Afrika. Wegen ihrer „entfernten“ Position, sowohl geografisch als auch thematisch, wurden nachdem sie weggezogen war, sensationelle Geschichten über ihre „exotische und geheimnisvolle“ Kunst und Fehlinterpretationen über das, was sie in Afrika als Künstlerin aus Österreich tat, veröffentlicht."

Mit einem außergewöhnlichen Programm vermitteln Wolfgang und Martha Denk gemeinsam mit Batikkünstlern aus Susanne Wengers 2. Heimat Nigeria eine für mich unbekannte Kunstform, die sich mit Textilien und vor allem ganz intensiv mit Farbgebung, Farbmischung und mit Teamarbeit. Der Workshop findet am 25. Juli 2015 ganztags im Atelier der Kunstmeile Krems statt.



BATIKWORKSHOP mit Batikkünstlern aus Nigeria

Anmeldung unbedingt erforderlich: Martha Denk 0676 5525933
Datum: Samstag, 25. Juli 2015, von 10.00 – 17.00 Uhr
Ort: Susanne Wenger Foundation, Atelier der Kunstmeile Krems
Steiner Landstraße 3, Krems
Preis: 60 Euro (inkl. Ausstellung, Materialien, Getränke und Mittagessen)
Anmeldeschluss: 15. Juli 2015
Veranstalter: Susanne Wenger Foundation
Kooperationspartner: Kunstmeile Krems

18.03.2015

Art Austria featuring Galerie Kopriva

Einer, der die Werbung verließ,...

...um in die Kunstwelt einzutauchen. Die Galerie Kopriva aus Krems stellt Alfred Biber bei der diesjährigen Art Austria im Wiener Leopold Museum aus.

Maßgeblich für die zum 8. Mal im Leopold Museum stattfindende Art Austria ist österreichische Kunst. Neben vielen bekannten Namen, populären KünstlerInnen aber auch jungen Positionen vertritt die Art Austria ein breites Spektrum der österreichischen Zeitgenossen und Kunst des 20. Jahrhunderts.

© Art Austria
© Art Austria

Ich nehme den Inhalt und gebe dafür den Ausdruck: Alfred Biber 

2013 verstarb Alfred Biber, der in 1942 in Brigittenau/Wien geboren wurde, nach einer intensive Karriere als bildender Künstler, Werbezeichner und Theatermaler. Noch 2010, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte, unternahm Biber den Versuch wieder als Künstler Fuß zu fassen. Rückblickend veränderte vor allem die Freundschaft mit Hermann Nitsch, einem der wichtigsten österreichischen Künstler des Wiener Aktionismus, Alfred Bibers Zugang zum Künstlerischen. Während er vorab bis 1979 in der Werbebranche tätig war, widmete er sich ab diesem Zeitpunkt ausschließlich dem Malen. Er entwickelte mit Hilfe von Übermalungen eigener Gemälde seine eigene Grammatik: Bilder der Werbung, die er selbst mit erfunden hat, die die Welt sexualisieren und sich den weiblichen Körper zum Vorbild nehmen, liegen unter den expressiven, dicken Pinselstrichen, die in kräftigen Farben spannende Partien des tieferliegenden Bildes hervorholen. 

Auf der Art Austria könnt ihr euch selbst von den Arbeiten des Künstlers Alfred Biber überzeugen! 


© alfred-biber.at

© alfred-biber.at

© alfred-biber.at

„Er wagt immer wieder den Angriff auf das bereits bildlich fixierte. Er wird zum Bilderstürmer, er inszeniert einen Bilderstreit, vollzieht den Bilderstreit der Kunstgeschichte: Gegenstand oder nackte Abstraktion in Augenblicken nach. (...) Aber die existentielle, kraftvoll, oft wütende Übermalung entspricht dem Zustand Sein. Im eigentlichen Malprozess ist alles enthalten, monumentale heroische Gesten, Architekturbögen des Zusammenbruches und sensible empfindvolle Regungen von Malerei jenseits der Stilrichtungen.“ 

(Hermann Nitsch über Alfred Biber)

05.03.2015

#gothere 8: Mordillo in Love

You find yourself in the very fine position to study nearby one of the rarest museums worldwide: Karikaturmuseum Krems. It's the only one in Austria and has a very unique concept. Showing works of Austrian and international caricaturists and cartoon artists, the exhibitions invite to render and stroll through the very humorous building (have you ever looked at the building's face?).

MORDILLO
MORDILLO
© 1967 Oli Verlag N.V.
in der Ausstellung "MORDILLO", Karikaturmuseum Krems, 08/03 - 22/11/2015

Starting off with MORDILLO the Argentinian cartoonist this spring, you can clearly see originals of one of the most known drawer worldwide. Guillermo Mordillo - currently living in the Netherlands and already an aged man - will talk about his works himself during the opening on Saturday, March, 7. Mordillo's topics vary from sports to politics and pirates (you can even do your own search for the pirates' treasure) to love.

MORDILLO
MORDILLO
© 1998 Oli Verlag N.V.
in der Ausstellung "MORDILLO", Karikaturmuseum Krems, 08/03 - 22/11/2015

MORDILLO + LOVE = #MORDILLOVE

But the museum does not only exhibit major artists of our current generation. Using social media to interact with its visitors, the team (I was mainly involved which is great!) created a special photo contest for all those amongst you, who would like to confess their love to someone, somewhat or something. You do not have to think of your loved ones but your favorite football club or your pet... Uploading these selfies/photos of yourself confessing to Mordillove-Facebook page or via Instagram using the Hashtag #mordillove your picture will be seen and openly asked to like/share/love at www.mordillove.at. And you stand the chance to win a prize each month! 

At the end of the contest in October all of the submitted photos could win the MAIN PRIZE! Use the different props to spice your photo up... 

Be part of #mordillove and the whole exhibition in Karikaturmuseum Krems!



MORDILLO
MORDILLO
© 1975 Oli Verlag N.V.
in der Ausstellung "MORDILLO", Karikaturmuseum Krems, 08/03 - 22/11/2015




01.03.2015

wochentipps #66

Hallo Frühling? Heute geht's los mit Frühlingsgefühlen, mit Blütenstaub und mit sich durchkämpfenden Blättern... Und diese Woche ist auch wieder einiges los in Krems :) 

Viel Spaß!

5/8erl in Ehrn im Kino im Kesselhaus © diekremserin
5/8erl in Ehrn im Kino im Kesselhaus © diekremserin

Montag, 02.03. Fernsehen als Geschichtsbuch


Ausstellung
"Das Fenster zur Welt. Fernsehen in der Karikatur aus den letzten 60 Jahren"
Karikaturmuseum Krems
10.00 - 17.00 Uhr

Dienstag, 03.03. Ostern im Schlüsselamt

Markt
Ostermarkt im Schlüsselamt
Seifenshop und Geschenkemarkt
10.00 - 18.00 Uhr


Mittwoch, 04.03. in der Bibliotheksgalerie

Ausstellung
9.00 - 18.00 Uhr

Reiseckers Reisen
© hoanzl.at

Donnerstag, 05.03. Zuhören und genießen

Film
Reisecker's Reisen
Haus der Regionen
18.00 - 20.00 Uhr
Tickets hier kaufen!


Freitag, 06.03. Geschichten aus dem Mostviertel

Buchpräsentation
"Mein Mostviertel"
Es lesen Martin Pollak, Evelyn Schlag, Manfred Wieninger, Michael Ziegelwagner
Unabhängiges Literaturhaus NÖ
11.00 - 18.00 Uhr
Tickets hier kaufen! 


MORDILLO
MORDILLO
© 1975 Oli Verlag N.V.
in der Ausstellung "MORDILLO", Karikaturmuseum Krems, 08/03 - 22/11/2015

Samstag, 07.03. Mordillo in Krems

Eröffnung
"MORDILLO"
Karikaturmuseum Krems
11.00 - 13.00 Uhr


Sonntag, 08.03. Grundlagen kennenlernen 

Kurs
Grundlagenkurs der digitalen Fotografie
Fotografieren lernen mit der eigenen Kamera
von Florian Schulte
14.00 - 18.00 Uhr
Anmeldung hier!



Montag, 09.03. Einander begegnen

Lesung
Konrad Paul Liessmann liest aus "Kompetenter Ungeist. Oder: Wie sich die Unbildung als  Bildung tarnt."
KPH Krems
18.30 - 20.00 Uhr







11.02.2015

#gothere 5: photography at Daniel's studio

I count Daniel Domaika's studio to one of the secret points of interests in Krems. Close to the campus his studio is located in Stein, next to Minoritenkirche. When I met Daniel, he showed me his fascinating paintings and objects. Born in the Basque region in Spain he already travelled the world, is getting inspired of people and their habits and has got some kind of humor you will like. Daniel Domaika is aware of ecological changes and how humans are influencing these. Recycling unexpected material to works of art is one way he deals with art. But his studio is not only work space but space to connect people, to connect artists and art itself. You will be happy to discuss several topics with Daniel and get some very international inputs.


© Daniel Domaika
© Daniel Domaika


This Sunday, Feb 15 starting at 3 p.m. he presents Carmen Maria Auer's photography in his studio. Of course you will also find some new works by Daniel himself. Tahereh Nourani-Mokaramdoust, a professional player of transverse flute will surround the opening. 


Visit 'Slot Shots Cock Tails' and be amazed how international Krems-Stein can be. If you are interested in arts, major topics around the world and Daniel's connection to Krems, you are in the right place to visit his studio. Come and see yourself at Minoritenplatz 1 in Stein!


14.01.2015

Meisterliche Rauminstallationen: Rist und Neto

Die Kunsthalle Krems widmet das Jahr 2015 zwei großen Personalen international präsenter Künstler. Ab März gastiert Pipilotti Rist, die Schweizer Medien- und Objektkünstlerin mit ihren fantastisch-melancholischen Farbexplosionen aus dem Projektor in Krems. Darauffolgend schließt der Brasilianer Ernesto Neto an, der durch seine in amorphe Textilien geformte Körper Gewürze aus der ganzen Welt füllt und neben dem im Museum üblich beanspruchten Sehsinn auch das Tasten und Riechen intensiv zu lässt.


„Ich hätte gerne, wenn sie raus kommen, dass sie lächeln, leichter sind, neue Energie spüren. Das wäre der Idealfall.“ (Pipilotti Rist im Interview über ihre Ausstellung Elixir, Museum Boijmans van Beuningen)




Das gedämpfte Licht in den Ausstellungsräumen, die vielen Farben, die auf Wände, Fußboden und Decke projiziert sind und unterschiedlichen und dennoch zusammenhängenden Geschichten, die Pipilotti Rist in ihrer Ausstellung „Komm Schatz, wir stellen die Medien um & fangen nochmal von vorne an“ durch ihre bewegten Bilder erzählt, lassen Realität und Imagination verschwimmen. Wie durch einen Tagtraum bewegen sich die Menschen durch die Räumen, die teils die reale Architektur widerspiegeln, teils mit Videos überlagert zu völlig neuen Plätzen heranwachsen. Im Sitzen oder Liegen ergreifen Besucher das Angebot in eine fremde und bunte Welt zu entfliehen, die dennoch Fragen stellt und zum Nachdenken anregt. Pipilotti Rists Werk der letzten 30 Jahre setzt sich mit dem Rollenbild der Frau, des weiblichen Körpers und mit gesellschaftlichen Klischees auseinander, die Welt mit anderen Augen zu sehen und gewohnte Sichtweisen in Frage zu stellen.
Ganz besonders freue ich mich auf das „Kremser Wohnzimmer“, das Pipilotti Rist eigens für die Kunsthalle Krems inszeniert.

PIPILOTTI RIST. Komm Schatz, wir stellen die Medien um & fangen von vorne an | ab 22. März 2015 in der Kunsthalle Krems

„Gravity is always dramatic for me.“ (Ernesto Neto im Interview über seine Ausstellung im Southbank Centre)



Den Bildhauer Ernesto Neto würde ich als Konstrukteur beschreiben. Er baut dreidimensionale Welten, die unserem Innersten entsprechen. Dehnbare Textilien umspannen ganze Räume, lassen Räume in Räumen entstehen und laden ein sie zu betreten. Der Brasilianer konstruiert ein sensuell erfahr- und erfassbares Gesamtkunstwerk in der Kunsthalle Krems, wobei er seine indigenen Wurzeln miteinbezieht. Dabei spielt die Interaktion des Werks mit seinen Betrachtern eine immanente Rolle, der Ernesto Neto große Bedeutung zuweist. Gerechtigkeit, Solidarität, Achtsamkeit und Respekt stehen in diesen auf dem universellen Gleichgewicht basierenden Skulpturen im Vordergrund. Der Umgang miteinander als Teil eines großen Ganzen und unseren Einfluss auf die Welt rund um uns verspüren die Interakteure in den Konstruktionen.

ERNESTO NETO. Ab 19. Juli 2015 in der Kunsthalle Krems.

08.01.2015

"und schon host in Scheam auf"

Im Dialekt zu singen erlebt seit einigen Jahren einen gewissen Aufschwung. Das richtig Wienerische hat der Nino aus Wien für sich entdeckt und eine ganze Generation angesteckt. Oder war Mundart-Pop doch vor Jahrzehnten hip? Zumindest bei Attwenger-Anhängern.

© David Stellner


Der Jazzkeller präsentiert am 10. Januar zwei Musiker, die sich dem Gitarrenspiel, ihrer Stimme und dem mundartlichen Texten verschrieben haben. Mäx Häcker seines Zeichens Schlagzeuger, einer der den Beat angibt, aber im Hintergrund steht (sitzt). Jetzt traut er sich nach vorne, mit dem Saiteninstrument und seiner Stimme, seinen eigenen Texten. David Stellner, der zweite mit Gitarre, war schon 2013 im Jazzkeller zu Gast, und brilliert nach wie vor im bitterbösen Wienerisch und mit einer tiefen, ab und an rauchigen Stimme (in "Hätt i gwusst"). Sein Album "Wenn da Vollmond scheint" mag etwas romantisch sein, wirkt aber ehrlich.

Sei ned zwider, setz di nieder. 

11.12.2014

wochentipps #56

Ich bin zu spät dran! Bei mir geht's momentan drunter und drüber. Aber so ist das in der Vorweihnachtszeit. Was ich trotzdem noch mache ist endlich die restliche Woche bis Dienstag mit Wochentipps zu bespielen:

Dienstag, 09.12. Endlich weihnachtlich

Wintermärchen
"Von Engerln und Bengerln"
KPH Krems
Dr.-Gschmeidler-Str. 28
9.00 Uhr

Mittwoch, 10.12. Vorlesen

Weihnachtsgeschichten von Lieselotta
LATE-Bar
Steiner Landstraße
15.00 Uhr

Donnerstag, 11.12. Freischwimmen

Kino und Konzert
"Pride" und danach Freischwimma
Kino im Kesselhaus
Dr.-Dorrek-Str. 23
18.30 Uhr



Freitag, 12.12. Punschen


1st Charity Punch Reception
Campus Krems
17.00 - 22.00 Uhr


Samstag, 13.12. Tanzen

Filmgespräch mit Erni Mangold
"Der letzte Tanz"
Kino im Kesselhaus
Dr.-Dorrek-Str. 23
19.00 Uhr



Erni Mangold in "Der letzte Tanz", Stadtkino
Erni Mangold in "Der letzte Tanz", Kino im Kesselhaus © Stadtkino


Sonntag, 14.12. Schauen


Ausstellungen
Kunsthalle Krems und Karikaturmuseum Krems
"Dominik Steiger. Retrospektive" und "SAGENHAFT UND KOMISCH! Rudi Hurzlmeier & Jakob Kirchmayr"
14.00 Uhr Führung durch die Ausstellung der Kunsthalle Krems
15.00 Uhr Führung durch die Ausstellungen des Karikaturmuseum Krems
10.00 - 17.00 Uhr




Montag, 15.12. Abwarten

und Teetrinken
SONNENTOR Krems
Tee-Zeit
Tees gemütlich ausprobieren und genießen
Schwedengasse 2
9.00 - 18.00 Uhr

Dienstag, 16.12. Wiedersehen

Filme
Film- und Videoclub zeigt Prämierte Staatsmeisterfilme 2014
Rathaus Stein
19.00 Uhr

22.11.2014

Jakob Kirchmayr: ein sagenhaftes Portrait

„…Die wild anmutenden, wuchtigen Bilder, gezeichnet mit expressivem Kreidestrich, bilden in ihrer Rauheit einen wohltuenden Kontrast zur Moral der Geschichte…"

 

Andrea Lüthi beschreibt im Jänner 2014 in ihrem Artikel über den Tiroler Illustrator und Zeichner Jakob Kirchmayr, dessen Publikation "Klein ist schön" in Zusammenarbeit mit Werner Thuswaldner von den expressiven Bildern des jungen Künstlers lebt. Die Geschichte vom Zwerg Gromi und seinem Freund, dem Riesen Schwerzacke, begeistert großes wie kleines Publikum. Des einen Freud, des anderen Leid. Wie gehen Menschen miteinander um? Was bedeutet Sensibilität? Womit bereitet man gekränkten Menschen eine Freude? Und wie kann ein Mensch es überhaupt vermeiden andere zu kränken? Diese und andere Fragen stellte ich mir, als ich das Bilderbuch durchblätterte.

Die Originale zu "Klein ist schön" hängen im Karikaturmuseum Krems und plötzlich wird sichtbar mit wie viel Eleganz, Schwung und Mut Jakob Kirchmayr seine Szenen zeichnet. Wie naturalistisch er an seine Illustrationen herangeht und wie viele Zusatzinformationen er mit seinen Bildern gibt.

Jakob Kirchmayr "Ich als Kind", 2013 Aus: Werner Thuswaldner / Jakob Kirchmayr, Klein ist schön. Der Zwerg und der Riese, minedition, 2013
Jakob Kirchmayr, "Ich als Kind", 2013, Aus: Werner Thuswaldner / Jakob Kirchmayr, Klein ist schön. Der Zwerg und der Riese, minedition, 2013

"Darkroom" im Karikaturmuseum Krems

Die Ausstellung "Panoptikum" im Karikaturmuseum umfasst auch Kirchmayrs "dunkle" Seite. Figuren, die karikaturenhaft verzerrt und überzogen dargestellt sind, hängen in einem abgedunkelten Raum, wo zum Beispiel "Fäulnisprozess" von 2012 eine entrückte Fantasiefigur zeigt, die mit Kürbis am Kopf oder als Kopf (manchmal ist nicht klar ob der Mensch darunter wirklich Mensch ist oder eigentlich eine sagenhafte Figur darstellt) dem Prozess des Verfaulens ausgesetzt ist. Auch im Bild "Empfang im Konsulat", das sich sehr harmlos anhört, bespricht Jakob Kirchmayr mit zeichnerischem Feinsinn Gepflogenheiten einer alternden Elite, Schönheitschirurgie nicht ausgenommen. Jeder Strich und jede Linie sind essentiell in den Arbeiten und geben ihnen die nötige Tiefe.
Jakob Kirchmayr © Christian Redtenbacher

Im dritten Teil der Ausstellung erzählt Jakob Kirchmayr die Sagen Niederösterreichs 'reloaded', die mit den Texten von Folke Tegetthoff ideal zusammenwirken. Mystische Figuren, witzige Charaktere und spannende Geschichten mit wahrem Kern - oder auch nicht - leben von den Illustrationen des Tirolers. Mit großem Erfolg publizierte er im Tyrolia Verlag bereits Sagen aus Wien, Salzburg, Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol und Kärnten und im Mai dieses Jahres erschienen „Sagen aus Niederösterreich“– mystisch, geheimnisvoll, aufregend und spannend!

Bis 22/02/2015 ist die Ausstellung SAGENHAFT UND KOMISCH! Jakob Kirchmayr - Panoptikum im Karikaturmuseum Krems zu sehen. Ich hab schon eine Sneak Preview erhalten und empfehle die Ausstellung an Klein und Groß weiter...

© diekremserin


Mehr zu Jakob Kirchmayr:
Website des Künstlers
Was ist eigentlich Komische Kunst

03.11.2014

#KultTipp: Hotspot Kunstmeile Krems

Tanja Praske sammelt. Die Sammlung hat den Vorteil online zu sein. Für alle (die Internetzugang haben) zugänglich. Auf ihrem Blog sammelt sie mit dem Hashtag #KultTipp Tipps, die Museums-, Ausstellungs- und Kulturinteressierte schreiben. Ich möchte Teil ihrer Sammlung sein.

Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems, Forum Frohner 

Krems ist gesegnet mit Kultureinrichtungen. Dass sich auch in den nächsten Jahren am Kunstsektor für die Kleinstadt einiges verändern wird, sehe ich als großes Potential sich zu positionieren. Die Kunstmeile Krems besteht aus drei Häusern, die sich auf zeitgenössische Kunst, Karikatur und monographische sowie epochale Ausstellungen spezialisiert haben. Neben der Kunsthalle Krems, dem dazugehörigen Forum Frohner (Standort Minoritenplatz in Stein) und dem einzigartigen Karikaturmuseum Krems, das gemeinsam mit Gustav Peichl und Manfred Deix auf eine hervorragende Sammlung an kritischer wie humorvoller Karikatur zurückgreifen kann, siedeln sich in den ehemaligen Gebäuden der Tabakfabrik die Artothek Niederösterreich, die ORTE Architekturnetzwerk, eine Druckerei sowie die Studios der Artist in Residence an. Unweit des Franz-Zeller-Platz gleich gegenüber der säkularisierten Minoritenkirche, die als Klangraum und Installationsfläche dient, renovierte Daniel Domaika einen Ausstellungsraum für seine Graphiken. Gleich daneben befindet sich das Salzstadl, ein gut bürgerliches Wirtshaus, das zu jazzigen Jamsessions, Lesungen und anderen Kulturveranstaltungen lädt. Begibt man sich etwas weiter nach Norden schließt hinter der Kunsthalle Krems das Kino im Kesselhaus an, das in den Campus der Donau-Universität Krems sowie der Fachhochschule IMC Krems integriert wurde. 

Das Karikaturmuseum Krems
Das Karikaturmuseum Krems © diekremserin
Campus Krems © diekremserin
Campus Krems © diekremserin


Kunst und Kultur wohin ich schaue. Ich halte mich täglich dort auf, laufe von A nach B, halte kurz inne, betrachte die humoristisch gestaltete Fassade des Karikaturmuseums, begebe mich in eine andere Welt, sobald ich das Stadttor nach Stein durchquert habe und lasse mich auf spannende Filme des Programmkinos ein. Auf einzigartige Weise wird dieser Zwischenort - weiter entfernt von der Kremser Altstadt und noch nicht ganz in Stein - mit hochklassigen Ausstellungen bespielt, die unterschiedliche Zielgruppen anregt sich intensiv mit einer Kunstszene auseinanderzusetzen, die sonst in Krems nicht greifbar wäre. 

Atelier Daniel Domaika © diekremserin
Atelier Daniel Domaika © diekremserin


Die Wintersaison startet mit zwei Eröffnungen


Eine Retrospektive zu Dominik Steigers umfassendem Werk wird ab 15. November in der Kunsthalle Krems präsentiert. Dem Künstler, der sich interdisziplinär zwischen den Feldern Malerei, Lyrik, Videokunst und skulpturaler Kunst bewegte, widmet das Ausstellungshaus die erste große Ausstellung, die das komplexe Werk zu fassen versucht. 

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße stellt das Karikaturmuseum Krems zwei Comic-Zeichner und Illustratoren vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Rudi Hurzlmeier und Jakob Kirchmayr sind Zeichner der Extraklasse. Während sich Hurzlmeier auf altmeisterliche Techniken spezialisiert hat, sticht der Hang zum Komischen hervor. Nicht nur Liebhaber der komischen Kunst, sondern auch kunstaffine Menschen sprechen seine satirischen Bildfindungen an. Jakob Kirchmayr stellt sein Panoptikum an "sagen"haften Zeichnungen vor. Der leidenschaftlich expressive Strich ist in seinem gesamten Werk zu verfolgen, denn seine Figuren und Objekte scheinen aus einem Strichgewirr zu entstehen. Die Illustrationen Kirchmayrs in der Publikation "Sagen aus Niederösterreich" unterstreichen den mystischen Charakter der Geschichten. Am 22. November unbedingt zur Eröffnung kommen! 


19.10.2014

Passagen mit Shirin Neshat

"speaker of my own people..."

Shirin Neshat und Shoja Azuri | Women without men | © Dennis Amith
Shirin Neshat und Shoja Azuri | Women without men | © Dennis Amith


Mit der Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat kam ich am Weihnachtsabend 2012 in Kontakt. Als Geschenk lag der Film "Women without men" unter dem Baum bei dem Shirin Neshat für Regie und Drehbuch (mit Shoja Azuri) zuständig war. In ihren Ted-Talk über KünstlerInnen im Exil, spricht sie davon, dass sie den Film gemacht hat, um den Iran als - in den 1950er Jahren - säkularisierte Demokratie in Erinnerung zu behalten und die folgenschweren Eingriffe der amerikanischen und britischen Regierung in die iranische Welt zu begreifen. Außerdem spricht sie über die Iraner selbst, denen sie diese Zeit ebenso präsent machen will, wie demokratisch ihr Land war und welche Vorteile dies haben könnte. Sie polarisiert und fügt lose Teile zusammen. Shirin Neshat ist für mich eine der spannendsten weiblichen Künstlerinnen der zeitgenössischen Kunst.


Shirin Neshat lebt im Exil. Sie lehnt sich mit ihrer Kunst gegen Zensur, gegen Folter, gegen Gewalt im Iran auf, der sie entkommen konnte. Allerdings lebt sie mit der Bürde nicht bei ihrer Familie sein zu können. Sie prägt das Bild der muslimischen Frauen innerhalb und außerhalb des Irans durch ihre künstlerische - sei es filmische oder fotografische - Arbeit.

Every Iranian artist, in one form or another, is political. Politics have defined our lives.

Begonnen hat Shirin Neshats künstlerische Auseinandersetzung mit muslimischen Frauen durch ihre Erziehung in einem sehr offenen Haus. Die 1957 geborene Iranerin wurde von ihren Eltern gefördert und durfte in den USA Kunst studieren. Sie verlies den Iran 1975 und kehrte erst nach ihrem Studium, und somit auch nach der Iranischen Revolution wieder in ihre Heimat zurück. Unterdrückung und Islamisierung des Staates und v.a. der muslimischen Frauen waren eklatant, vielleicht auch der Auslöser für Shirin Neshat sich intensiv mit dem Bild der muslimischen Frau auseinanderzusetzen, dieses auch zu hinterfragen. Ihre Fotoserie "Women of Allah" beschreibt die Gegensätze des Irans vor und nach der Revolution, bei der Ayatollah Khomeini an die Macht kam. 
Ab den 1990er Jahren widmet sich die Fotografin auch der Film- und Videokunst, in denen auch die westliche Welt kritisch betrachtet wird.

"Soliloquy Series", 2000 © Shirin Neshat, Seite 124-125
"Soliloquy Series", 2000 © Shirin Neshat, Seite 124-125 | Federico Novaro

Mit "Passage", einer 2001 entstandenen Videoinstallation, ist die iranische Künstlerin während der GLOBART-Academy in der Kunsthalle Krems zu Gast. Ihr Werk ist in der Zentralen Halle zu sehen, sie selbst wird während der Eröffnung am 23. Oktober anwesend sein und einen Impulsvortrag zum Thema (un)sichtbar halten.


Weiterführende Links:

12.10.2014

Was in unserer Welt falsch läuft: Pawel Kuczynski

Augenöffnend, traurig & dennoch wahr

Der Karikaturist und Künstler Pawel Kuczynski, auf den ich via Social Media aufmerksam wurde, bringt mit seinem Galgenhumor Wahrheiten ans Tageslicht, die mit Worten nicht zu beschreiben sind.

Von religiöser Gehirnwäsche bis hin zur "Big Brother is watching you!"-Facebook-Karikatur blickt der polnische Künstler sehr kritisch auf die Begebenheiten unserer Welt. Auch die Friedenstaube thematisiert er sehr treffend, beschützt von Geiern. Weitere Karikaturen der Friedenstaube sind noch bis Jänner 2015 im Karikaturmuseum Krems zu sehen. Mehr hier!

10.09.2014

Kreative Familien: Einladung zum Gestalten

Kreativität am Sonntag

Kre:Art lädt am 21. September Familien ein, gemeinsam mit Naturmaterialien zu gestalten. 

Was ist eigentlich LandART?
Als einer der ersten Künstler, die aus geographischem Raum ein Kunstwerk gestalteten, war Robert Smithson 1970 mit seiner Spital Jetty maßgeblich beteiligt. Er nannte diese Art von Kunst Earthworks. In meiner ersten Kunstgeschichte-Vorlesung 2008 hörte ich zum ersten Mal von dieser Art von Kunst. LandART verbindet Kunst und Landschaft, verknüpft das Dasein mit dem Schaffen, die Erde mit dem/der Künstler/in. Naturmaterialien spielen die eindeutige Hauptrolle: Steine, Felsen, Wasser oder Organisches, wie Blätter und Äste. Meist interagiert das geschaffene Werk mit dem, was die Natur vorgibt. Jahre über Jahre hinweg verändert und transformiert die künstlerische Arbeit und wird Teil des natürlichen Prozesses und ist dennoch manmade. LandART ist also nicht nur das künstlerische Schaffen mit der Natur sondern auch durch die landschaftlichen Verhältnisse, wie Erosion und den Gezeiten. Noch heute ist es möglich an den Salzsee (ungefähr 2,5 Stunden von Salt Lake City entfernt) zu fahren, um die berühmte Spiral Jetty anzusehen...

© wikipedia.com


Beim Workshop von Monika Seyrl nähern sich Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters dem Thema Gestalten mit Naturmaterialien und LandART an. Sie nehmen sich Robert Smithsons wandelnde Arbeit zum Vorbild und schaffen selbst mit, durch und in der Natur.

Anmeldungen unter Monika Seyrl (0699 111 56 809)



07.08.2014

Jetzt und Früher

Wolfgang Ernst in der Dominikanerkirche

Wenn Kunst bewegt

Eigentlich hatte ich vor endlich ins museumkrems zu gehen. Kremser Senf usw. Aber dann, als ich die schweren Glastore der Dominikanerkirche am Körnermarkt aufstieß, wollte ich nur mehr eins: hinein in den gotischen Bau, hinein in die luftige Ausstellung, hinein in Zeit:Kunst.

© diekremserin via instagram

Die Quellen der Inspiration liegen verstärkt in außerkünstlerischen, geistes- sowie naturwissenschaftlichen Standpunkten, die bis in vorchristliche Zeiten zurückreichen.

Die Ausstellung "Licht Blei & Schatten" des Künstlers Wolfgang Ernst kuratierte die Kunstkritikerin Margareta Sandhofer, die mit sehr viel Bedacht an die Arbeit ging. Kein white cube - also die handelsüblichen vier weißen Wände, mit der zeitgenössische Kunst sonst ausgestellt wird - umgibt die Kunst und die Betrachter. Alte Mauern, älter als wir uns erinnern können, alt genug, um Geschichten zu erzählen. Tatsächlich finde ich an vielen Stellen Malereien aus vergangenen Zeiten. Im Vordergrund stehen dennoch die einfühlsamen Werke von Wolfgang Ernst. 

Ins Auge gesprungen ist mir besonders diese gefiederte Skulptur, die wie eine Stele nach oben strebt. Wunderschön fasziniert und gleichzeitig verwundert wandte ich meinen Blick auf die Skulptur daneben. Die "erfolgstreppe" (1968) aus Stahl und Gras. Sehr subtil schmiert Wolfgang Ernst, der 1942 in Wien geboren heute in Niederösterreich lebt, den Betrachtern seinen Blick auf die Welt und ihr geistiges Eigentum, ihre kulturellen Errungenschaften und das stetige Wollen der Menschheit ums Maul. Aber eben subtil. 



© diekremserin


Der Rundgang durch die Ausstellung ergibt sich fast wie selbst, denn obwohl ich glaubte alles im Blick zu haben, rundet die ca. 2,30 m hohe, weiße Ausstellungsarchitektur den historischen Ausstellungsraum ab. Gleich zu Beginn konfrontiert Wolfgang Ernst uns mit Text-Bild-Nachdenk Arbeiten, die sich durch die gesamte Ausstellung ziehen. Text und die Veränderlichkeit dessen, was geschrieben steht und wie jeder Mensch dies anders versteht, steht eindeutig im Vordergrund. Dabei fallen mir besonders die "Hoehlen-Texte" auf. Mit Mortadella "geschriebene" Sätze sind bis zur Unkenntlichkeit verschimmelt, verrutscht und zerkleinert. Ganz unbewusst denke ich über Platons Höhlengleichnis nach und schüttle die Gedanken wieder ab, als ich in den großen Spiegel sehe. Die Tür nach draußen? Dorthin, wo sich die Menschen bewegen, deren Schatten ich sehen kann? Ich fühle mich wie Truman - beobachte mich selbst und werde beobachtet. Dann betritt man den Altarraum, den heiligsten Ort der ehemaligen Kirche, und sieht neben mittelalterlichen Wandmalereien großformatige, in Schwarz gehaltene Arbeiten...

Und dann ist da noch die Arbeit "Kassandra", die Schrift, Licht und Grafit vereint. In einem Kreis als vermeintliches Altarbild sticht der Schriftzug in Neonlicht hervor. "Kassandra" - wer ist diese Frau? Was tut sie? Welchen Hintergrund hat sie? Abermals komme ich ins Grübeln, bevor ich den Altarraum durch die Spiegeltür hinaus verlasse und mich noch einmal umdrehe.




© diekremserin

Der Zusammenhang und die Verbindung zwischen Kunst aus unterschiedlichen Materialien, dem historischen Gebäude und seiner Umwidmung vom geistlichen Raum hin zum Kunstraum, wird mit Wolfgang Ernsts Arbeiten optimal genutzt.

Bis 19. Oktober 2014 ist die Ausstellung in Zeit:Kunst Niederösterreich zu sehen.

© diekremserin



11.07.2014

Eine, die immer das Neue sucht

Experiment und Zufall

Martha Jungwirth in der Kunsthalle Krems


Martha Jungwirth
O.T., aus der Serie "Spittelauer Lände", 1993
© Bildrecht, Wien, 2014
Foto: Franz Schachinger

Martha Jungwirth, Jennersdorf, 2011
© Elfie Semotan 

Hans-Peter Wipplinger, Direktor der Kunsthalle Krems und Kurator der Retrospektive Martha Jungwirths, beschreibt die österreichische Künstlerin so: "(Sie ist) eine, die immer das Neue und immer das Experiment sucht, aber trotzdem Kontinuität zeigt." 

Martha Jungwirth
Portrait A.S., 1988/89
© Bildrecht, Wien, 2014
Foto: Franz Helmreich
Die neue Ausstellung "Martha Jungwirth. Retrospektive" umfasst ihr Wirken in der österreichischen Kunstszene seit den 1960er Jahren, als sie ganz jung, mit Preisen ausgestattet, den künstlerischen Weg einschlug. Martha Jungwirth, 1940 geboren, wirkt nach wie vor kritisch, frisch und ehrlich. Wenn sie vor einem steht, weiß man, in dieser Frau sprudelt es. Genau wie ihre Bilder, die sich chronologisch von ihren sehr frühen, bewegten Stillleben und Stadtszenerien, sprüht sie vor fast kindlicher Dynamik.

Neben der Bewegtheit der Sujets - neben Portraits von ihrem Mann und Freunden auch Eindrücke von Reisen - spielen Farben eine Hauptrolle. Das variable Material allgemein, hat mich besonders in seinen Bann gezogen. Aquarell- und Ölfarbe, Tusche, Mischtechniken. Pastos und stark gewässert. Feingliedrig und großspurig. Martha Jungwirth lässt in ihren Zyklen nichts aus. Dennoch bricht sie nicht völlig, sondern entwickelt andauernd weiter. Zufälliges spielt mit. Sie erzählt, dass sie nichts schönen möchte, die Farbe soll fließen - horizontal, vertikal, ganz egal.




Martha Jungwirth
O.T., aus der Serie "Bali", 1995
Privatsammlung, Wien
© Bildrecht, Wien, 2014
Foto: Franz Schachinger

beim malen nicht denken. Martha Jungwirth


Martha Jungwirth. Retrospektive wird morgen, 12. Juli um 18.00 Uhr in der Kunsthalle Krems eröffnet. Anschließend lädt das Ausstellungshaus zum sommerlichen Ausklang ein. 
Ein spannendes Interview mit der Künstlerin hat der Kerber Verlag online publiziert. 

18.06.2014

Rein- und Rausschauen

Fenster und Türen in der Landstraße

VON Kindern FÜR alle


© Kre:Art
Wenn Geschäftseigentümer und Kaufleute in ihrem Warenumschlagplatz, dem Geschäft, einem Kunstprojekt Ausstellungsfläche einräumen, bekommen die neugewonnenen Ausstellungsräumlichkeiten eine spannende Atmosphäre. Mit dem Gedanken unsere Stadt zur Ausstellungsfläche zu machen und gleichzeitig mit Sujets derer zu bespielen, gründete Reggio Pädagogin Monika Seyrl, Eigentümerin von Kre:Art, die Kooperation mit der NMS Krems und der Kremser Kaufmannschaft. Nur mehr bis 21. Juni stellen ausgewählte Geschäfte die künstlerischen Fotografien von Kindern und Jugendlichen von 2,5 bis 17 Jahren in der Landstraße aus. Wie Profifotografen gingen die Kids an die Themen heran, mit denen sie sich intensiv auseinandersetzten: Fenster und Türen.

Wie sehe ich meine eigene Stadt? Was fällt mir auf? Was gefällt mir? Wo entdecke ich neues?
Dies sind Fragen, mit denen die Kinder und Jugendlichen während ihres Projekts mit Monika Seyrl konfrontiert wurden. "Das muss schon sehr kompliziert sein, solche Erkerfenster zu machen.", zitiert das Katalogheft ein wahrgenommenes Faktum. Ja, Erkerfenster sind wahnsinnig schwierig zu konstruieren und entsprechen einem unglaublichen Mehraufwand. Mit Fotoapparaten und Handykameras bewaffnet, strömten von Februar bis April 250 Kinder aus Kindergärten, Volks- Mittelschulen und Oberstufe, in die Kremser Innenstadt, um zu beobachten, zu sehen, wahrzunehmen, sich auseinanderzusetzen und sich zu besprechen. Während die Kids reflektieren, sprechen sie ihre Gedanken aus und wir erwachsene Menschen lernen den spielerischen Zugang zu Architektur, Bautechnik und deren Zusammenhänge. Viel pragmatischer und mutiger gehen Kinder und Jugendliche an Projekte heran, in denen sie zu den Kulturschaffenden erkoren werden. Sie hatten die Möglichkeit für die Ausstellung "Fenster und Türen. Kinder ko-konstruieren ihre Stadt" nicht nur ihre Heimatstadt Krems, sondern auch künstlerische Prozesse von der Inspiration bis zur Umsetzung mitzuerleben.

Einige Zitate, die Monika Seyrl von den Kindern und Jugendlichen zu unterschiedlichen Fragen gesammelt hat, haben mich ganz besonders angesprochen:

"Die Fenster sind wie die Augen von dem Dach."
"Ich fotografiere die besonderen Fenster, die die ganz anders sind als alle anderen."
"Es muss wunderschön sein, wie ein Vogel über die Stadt zu fliegen und sich alles von oben anschauen zu können."
"Irgendwie ist es da gruselig. Die heißt Rabengasse. Da sind aber ganz viele Tauben. Wir fotografieren auch die nicht schönen Türen. Aber es schaut auch cool aus. Ich glaub das heißt Graffiti. Das ist auch Kunst in Amerika." 

Als ich durch die Stadt gegangen bin, mit dem Ausstellungskatalog in der Tasche, und endlich wieder um mich herum geschaut habe, fielen mir die vielen Fotografien auf, die in den Schaufenstern und an den Türen angebracht sind. Unsere Stadt inspiriert Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters gleichermaßen: wir müssen nur die Augen öffnen, um die Bilder zu sehen. Machen wir es den Kids nach, und halten wir unsere Lieblingsfenster oder -türen fotografisch fest! 

Ein Teil der Fotografien sind nach Ausstellungsende in der Kre:Art Galerie, Wegscheid 7 zu sehen.


29.04.2014

Ich geh' unter die Detektive

Der Mörder...

...ist immer der ???

Die Ausstellung "Alles klar, Herr Kommissar" im Kremser Karikaturmuseum stellt wichtige Personen rund um den satirischen Kriminalroman und -comic vor. Aus Falcos Kult-Song entnahm man den Titel. Publikumslieblinge, wie Nick Knatterton, Emil und die Detektive oder die rezenteren Detektive aus LasseMaja, unterhalten nicht nur mit witzigen Stories sondern strengen die Lachmuskel an.
© Bernd Ertl, 2014
ausgezeichnet.com


Wer ist eigentlich Kottan?

"Kottan Ermittelt" etablierte sich in den 1970er Jahren zur Kultserie rund um fragwürdige Polizeiarbeit und deren eigenwillige - und v.a. dem Arbeitermilieu entnommenen - Charaktere. Adolf Kottan, mimten von 1976 bis 1983 drei verschiedene Schauspieler. Nach Vogel und Franz Buchrieser entwickelt Lukas Resetarits den Charakter des blutjungen, blonden Kiwaras - Major um genau zu sein - und versucht gemeinsam mit seinen Kumpanen in Wien Mordfälle zu lösen, Slapstick und Wiener Dialekt fehlen nicht. In 19 Episoden (ab Episode 6 spielt Resetarits den Major) lernen wir die verschiedenen Charaktere aus dem Leben von Kottan kennen. Privat sind das seine Mutter, die liebend gerne Kriminalromane liest und ihrem Sohn gerne auch mit hilfreichen Tipps zur Seite steht und seine Frau Ilse, die sich mit Kottan III einen um etwas 20 Jahre jüngeren Mann zur Seite genommen hat. Und was hat Chris Lohner im Fernseher verloren?
Der Saal rund um Kottan zeigt ein Stück österreichische Fernseh- und Filmgeschichte, kultige Szenen sowie Comics und Karikaturen der Darsteller. Einen Hang zum Absurden haben wir schon, wir ÖsterreicherInnen, oder?




Detektiv Knatterton zu Diensten

© Annette Riedhammer, 2014
Etwas gefestigter und vor allem seriöser ist da die Comicfigur Nick Knatterton. Nick, ein Held, der keiner hätte werden sollen. Manfred Schmidt wollte mit seiner Parodie auf Detektivgeschichten die Menschen zum Nachdenken bringen. Stattdessen erreichte er das Gegenteil: sie lasen die Bildgeschichten noch viel lieber. Nick, ein Adeliger, der sein Leben rund um die Verbrecherjagd gestaltet, ist ein Technikfreak der 1950er Jahre. Sein grün-karierter Anzug, seine Pfeife und seine Mütze - ja, von Sherlock Holmes abgekupfert - sind essentiell für den Meisterdetektiv. Welche Abenteuer er löst und wie viele Frauen ihm in jeder Story erliegen, könnt ihr euch ja bestimmt vorstellen... Kombiniere...!

Emil kann man nicht frotzeln...

© Isabel Kreitz und Atrium Verlag
Zürich, 2014
Erich Kästners Klassiker "Emil und die Detektive" wurde von Isabel Kreitz als Comic illustriert. Die Originale dürfen wir uns im 'Kindersaal' des Karikaturmuseums anschauen. Dass der Journalist und Poet Kästner bereits 1929 einen Roman für Kinder schrieb, in dem auch tatsächlich ein Bub, nämlich Emil, die Hauptrolle spielt, ist mehr als spannend. Isabel Kreitz verlegt die Geschichte nicht in die heutige Zeit, sondern geht sensibel mit Bildmaterial und frühen Illustrationen um, und nähert sich dem Zeitstil an - Kleidung, Ausstattung und Farben passen sich an die Zeit an. Emil, der kluge und kombinationsfreudige Junge, knüpft Freundschaften in dem er den Dieb seines Geldes jagt. Gemeinsam mit dem Jungen mit der Hupe und seiner Cousine und vielen anderen Kindern schließen sie sich zusammen und decken das Rätsel letztendlich auf. Spannend, bis zum Schluss! Kinder, solidarisiert euch :-)

bis 16. November ist die Ausstellung "Alles klar, Herr Kommissar!"
im Karikaturmuseum Krems
Steiner Landstraße 3
3500 Krems
zu sehen.

Jeden Sonntag und Feiertag findet um 15.00 Uhr eine Überblicksführung statt. 


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