wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

11.07.2014

Eine, die immer das Neue sucht

Experiment und Zufall

Martha Jungwirth in der Kunsthalle Krems


Martha Jungwirth
O.T., aus der Serie "Spittelauer Lände", 1993
© Bildrecht, Wien, 2014
Foto: Franz Schachinger

Martha Jungwirth, Jennersdorf, 2011
© Elfie Semotan 

Hans-Peter Wipplinger, Direktor der Kunsthalle Krems und Kurator der Retrospektive Martha Jungwirths, beschreibt die österreichische Künstlerin so: "(Sie ist) eine, die immer das Neue und immer das Experiment sucht, aber trotzdem Kontinuität zeigt." 

Martha Jungwirth
Portrait A.S., 1988/89
© Bildrecht, Wien, 2014
Foto: Franz Helmreich
Die neue Ausstellung "Martha Jungwirth. Retrospektive" umfasst ihr Wirken in der österreichischen Kunstszene seit den 1960er Jahren, als sie ganz jung, mit Preisen ausgestattet, den künstlerischen Weg einschlug. Martha Jungwirth, 1940 geboren, wirkt nach wie vor kritisch, frisch und ehrlich. Wenn sie vor einem steht, weiß man, in dieser Frau sprudelt es. Genau wie ihre Bilder, die sich chronologisch von ihren sehr frühen, bewegten Stillleben und Stadtszenerien, sprüht sie vor fast kindlicher Dynamik.

Neben der Bewegtheit der Sujets - neben Portraits von ihrem Mann und Freunden auch Eindrücke von Reisen - spielen Farben eine Hauptrolle. Das variable Material allgemein, hat mich besonders in seinen Bann gezogen. Aquarell- und Ölfarbe, Tusche, Mischtechniken. Pastos und stark gewässert. Feingliedrig und großspurig. Martha Jungwirth lässt in ihren Zyklen nichts aus. Dennoch bricht sie nicht völlig, sondern entwickelt andauernd weiter. Zufälliges spielt mit. Sie erzählt, dass sie nichts schönen möchte, die Farbe soll fließen - horizontal, vertikal, ganz egal.




Martha Jungwirth
O.T., aus der Serie "Bali", 1995
Privatsammlung, Wien
© Bildrecht, Wien, 2014
Foto: Franz Schachinger

beim malen nicht denken. Martha Jungwirth


Martha Jungwirth. Retrospektive wird morgen, 12. Juli um 18.00 Uhr in der Kunsthalle Krems eröffnet. Anschließend lädt das Ausstellungshaus zum sommerlichen Ausklang ein. 
Ein spannendes Interview mit der Künstlerin hat der Kerber Verlag online publiziert. 

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