wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

08.09.2014

#Reiseblogger-Treffen: Linz und Krems stehen in Verbindung


Im Fischerhäusl © diekremserin
Schwupp-di-Wupp. Von Krems nach Linz brauchte ich genau 1 Stunde und 45 Minuten. Mit dem öffentlichen Verkehr. Die Bahn nach St. Pölten gondelt etwas sehr gemächlich dahin, bis ich endlich in die schnelle große Schwester Richtung Westen umsteigen durfte. Am letzten Augustwochenende reiste ich nach Linz. Dorthin, wo die wenigsten ÖsterreicherInnen Kunst und Kultur vermuteten. Seit 2009, als Linz zur fulminanten europäischen Kulturhauptstadt erhoben wurde, hat sich die ehemalige Industriestadt gewandelt.

Wie aus dem Dornröschenschlaf erwacht, sieht Linz heute aus. Noch etwas schläfrig, aber dennoch motiviert neue Abenteuer zu erleben, neue Prinzen kennen zu lernen und unterschiedliche Menschen zu beherbergen. Ich treffe - nachdem ich mir vom Hauptbahnhof Linz ein Taxi auf den Schlossberg leiste - auf meine Reiseblogger-KollegInnen Elena (creativelena.com), Gudrun (reisebloggerin.at), Franz (kurzurlaub.at), Maria (kofferpacken.at), Andreas (travelwriticus.com), Angelika (wiederunterwegs.com) und die Original Linzer Schnitte Gisela, die uns das Wochenende über begleitet.

Linz ist mir gleich vertraut. Ein überschaubares, aber dennoch vibrierendes Städtchen mit vielen Universitäten und Hochschulen, mit KünstlerInnen und MusikerInnen der Spitzenklasse und vor allem mit einer Geschichte, die sonst keine österreichische Stadt zu bieten hat. "Wir mussten uns etwas überlegen, nachdem wir mit keiner imperialen Architektur aufwarten konnten. Das Kaiserliche blieb Linz verwehrt. Wir leben in einer Stadt, die durch Industrie und mit dem Bürgertum groß wurde." Gisela reservierte uns Plätze in der Schlossbrasserie am Schlossberg. Den Blick lassen wir alle vom Pöstlingberg bis zum Dom und zum Landhausturm schweifen, sehen die Donau, die mitten durch die Stadt verläuft und den "Keine Sorgen"-Turm des Höhenrausch. Bevor wir zur Tat schreiten, gibt's Essen. 
© diekremserin


Ich bemerke, wie ähnlich sich Krems und Linz sind. Immer wieder stelle ich Verbindungen her, die mir zeigen, wie nahe die beiden Städte aneinander liegen. Immerhin trägt die Donau viele Frachter und Kreuzfahrtschiffe sowie Ausflugsboote von A nach B. Die VOESTalpine hat da wie dort eine prägende Niederlassung. Bevor ich aber zum genaueren Nachdenken komme, las uns Irmi, Austrian Guide und Linz-Kennerin, am Schlossberg auf. Von detaillierten Informationen über die spannende Geschichte der Stadt über witzige Stories und pikante Details weiß die Stadtführerin wirklich alles über Linz. Nach fast 2 Stunden setzte uns Irmi vor der K.u.K Hofbäckerei Rath ab und ließ mich und meine KollegInnen mit rauchenden Köpfen zurück.


In der K.u.K. Hofbäckerei Rath © diekremserin

Fritz Rath und Elena Paschinger © diekremserin
Unverschämt charmant begrüßte uns der Bäckermeister Fritz Rath zum Linzertorte-Backen. Was die originale Linzertorte sei, fragten wir ihn ganz gespannt. Die Antwort blieb uns verwehrt. "Was ist schon original? Wir wissen ja nicht einmal woher die Linzertorte kommt und warum sie so heißt wie sie heißt! Eigene Forschungen zur Linzertorte gibt's!" Fritz Rath ist ein Original, und ob er das Originalrezept besitzt, bleibt wohl für immer im Dunkeln. In der Backstube probieren wir uns erst einmal am Teig-aus-dem-Spritzsack-Sprühen. Es macht großen Spaß, den anderen zu zu sehen, Tortenteig zu kosten und mit Fritz Rath über seine Reisen zu plaudern. Er könnte wohl den einen oder anderen Reiseblog mit seinen Abenteuern füllen. Nach etwa 40 Minuten riecht's schon ganz verführerisch. "Ihr kriegt's eine Kostprobe, aber eure Torte nehmt's mit nachhause.", meint Fritz Rath und stellt uns klein geschnittene Linzertorte vor die Nase. Herrlich! 

Vor dem nächsten Programmpunkt - gleich gegenüber von Fritz Raths Bäckerei - hängt ein altes Holzschild mit "Wachauer Stube", das mich wieder an meine Heimat erinnert. Aber wiederum bleibt mir zu wenig Zeit um Vergleiche zu ziehen oder die Wachauer Stube tatsächlich zu entdecken. Im OÖ Kulturquartier geht's nämlich spannend weiter: wir besteigen den Höhenrausch in all seinen Facetten! Wie dynamisch das Thema "Bewegte Räume" inszeniert wurde, zeigen nicht nur die Ausstellungsräume im Inneren des Gebäudes sondern die interaktiven Stationen während des Aufstiegs. Aus der ersten Etage hanteln wir uns durch ein Netz der Künstlergruppe numen entlang nach oben, in die dritte Etage. Ich fühle mich wie eine Spinne, die sich den Weg gebahnt hat. Riesen-Wasser-Schaukeln, das Hopfenzelt und eine Art aufgeblasenes Billard im voestalpine open space sorgen für Action.

im Hopfenzelt © diekremserin
Wir verweilten, ließen die Seele baumeln und erklommen den "Keine Sorgen"-Turm um einen Rundum-Blick zu erhalten. Schön langsam knurrte der Magen wieder, wie gut, dass das nächste Lokal nicht weit war, im U.Hof schmeckte nicht nur der zwitschernde Cidre gut, sondern auch das Gemüsecurry. So macht Urlaub Spaß! 

Dass Tag 2 meines Reiseblogger-Trips genauso aufregend war, ist einen eigenen Beitrag wert! Nur soviel sei verraten: diekremserin trifft auf die Linzerin :-)

© diekremserin
Mit der LinzCard ermöglichte mir die Stadt Linz einen umfangreichen Einblick in die unterschiedlichen Institutionen der Stadt. Mit #visitlinz sind auf Instagram, facebook und twitter meine live-Eindrücke nach zu verfolgen. 





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