wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

21.08.2016

Genuss am laufenden Band: Kitzeck, Gamlitz und Konsorten

Was gibt es Schöneres als ein Wochenende in der südsteirischen Toskana zu verbringen? Mit Ausblick auf die Sausaler Weinberge und hin"unter" nach Slowenien. Also in den Süden. Wie bereits in einer vergangenen Fotoreise angekündigt, habe ich mich auf den Weg zum Weingut Schauer gemacht, wo ich - in Kitzeck im Sausal - noch eine Rechnung offen hatte. Die Schauer-Buben (Stefan, Bernhard, verzeiht mir!) hegen und pflegen den elterlichen Betrieb, der einerseits den Weinbau und andererseits die Buschenschank und Ferienzimmer umfasst. Schade, dass die diesjährige Weinernte aufgrund eines grausigen Frühjahresfrostes sehr dürftig ausfallen wird. Und damit habe ich wahrscheinlich untertrieben.

Der Ausblick! © diekremserin on the go

Kreativität trifft Genuss 

"Solche Jahre helfen Ideen zu entwickeln und kreativ zu sein" meint Stefan, der beim sonntäglichen Frühstück die positiven Seite eines Ernteausfalls hervorkehrt. Bermerkenswert. Dabei habe ich das Gefühl, dass Kreativität hier sowieso schon sehr hoch geschrieben wird. Mein absoluter Highlight-Wein ist nach wie vor der sonst nicht so geliebte Sauvignon Blanc 2015, der allerdings für das nächste Jahr zurückgehalten wird und erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Verkauf kommen wird. Absolution! Neben den herrlich abgestimmten Weinen, die vom Brüderpaar gemeinsam entwickelt und vermarktet werden, können die Schauers mit den gemütlichen Zimmern voll punkten. Auch das Frühstück ist top: Heidelbeergratin? Unbedingt probieren!

Einblick in den Frühstücksraum! © diekremserin on the go
Einblick in den Frühstücksraum! © diekremserin on the go





Im GenussRegal der Vinofaktur in Gamlitz ergeht es mir nicht anders. Dort nimmt sich Chef Zeit und zeigt uns beim Rundgang, der von - nanonana - Kernölproduktion bis hin zur Schnapsbrennerei alles an Genuss widerspiegelt was die Südsteiermark zu bieten hat. Besonders spannend sind dabei die einzelnen Nischen, in denen das Ausstellungsdesign weg von den Produkten, hin zu den Fragen der Menschen rückt. Was braucht der Mensch? Was kauft der Mensch an Lebensmitteln? Was wird weggeschmissen? Wie hat sich das Tourismusland Südsteiermark verändert? Welche Speisen heissen wie sie heissen und aus welcher Zeit kommen sie?

Beim abschliessenden Verkosten - Sprudel, Sauvignon Blanc, Morillon vom Weingut Polz - gustieren meine Begleitung und ich noch im Shop. Denn davor macht die Ausstellung im GenussRegal ihrem Namen volle Ehre: Zotter-Schokoladenbrunnen, Kürbiskerne in verschiedener Zubereitungsform, Essige von Goelles, Vulcano-Schinken,... im Süden weiß ich, was ich esse!

"Das grüne Gold der Steiermark" - der Kürbis! © diekremserin on the go
"Das grüne Gold der Steiermark" - der Kürbis! © diekremserin on the go
Wir verkosten. © diekremserin on the go
Wir verkosten. © diekremserin on the go

Langsam machen wir uns wieder auf die Weiterreise. Mit dem Auto lässt sich's gut leben im Süden. Ohne wohl eher nicht so gut. Obwohl auch die Gegend rund um Gamlitz und Leibniz versuchen mit Buschenschank-Shuttles öffentliche Verkehrsmittel anzubieten. Vor allem für jene Menschen, die nicht nur kosten, sondern gerne auch trinken möchten. Diese Entwicklung wird wohl noch dauern...

Einkehr ist angesagt, denn nach dem vielen Verkosten ist uns tatsächlich ein echter Hunger aufgekommen. Empfohlen wird uns das Schramms - ein kleines Wirtshaus auf hohem Niveau. Bummvoll an einem Regentag wie diesem, obwohl draußen auf der überdachten Veranda ebenso BesucherInnen sitzen und die Aussicht geniessen. Ich entscheide mich für, klassisch, einen Backhendelsalat. Begleitung isst Bandnudeln mit wunderbarer Sauce. Herzlichst! Das Service ist rasch, unkompliziert und reizend freundlich. So, dass ich beim nächsten Mal bestimmt wieder stehen bleibe. 

Wundervolle Pastakreation im Schramms Wirtshaus, wo traditionelle Küche groß geschrieben wird. © diekremserin on the go
Wundervolle Pastakreation im Schramms Wirtshaus, wo traditionelle Küche groß geschrieben wird. © diekremserin on the go


Heidelbeeren überall, ich bin wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Hier der wunderbare Heidelbeerstrudel :P © diekremserin on the go
Heidelbeeren überall, ich bin wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.  Hier der wunderbare Heidelbeerstrudel :P © diekremserin on the go

Eine weitere Genussüberraschung hat die Ölmühle Hartlieb auf Lager. Nicht nur, dass der Shop alle Stücke spielt, nein, auch der Service ist ein Traum und ich bemerke, wie sehr die Menschen hier mit dem Produkt Öl verbunden sind: Kürbis, Lein, Distel, uvm. Im ersten Stock wartet ein kleines Museum auf mich: mit all den Maschinen und Vorgängen, die bei der Herstellung von Öl benötigt werden. SlowFood hat die Ölmühle in ihren Guide aufgenommen und ich verstehe sehr schnell wieso: das Produzieren von Öl ist eine langwierige, sehr aufwändige Sache, die Know-How, Gefühl und Verstand braucht, Liebe zum Detail und zum Kunden, der letztendlich als Endverbraucher gegenüber steht. Und dann ist der Genuss des Konsumenten gefragt: wie verwende ich das Öl? Ich setzte das gekaufte Erdnussöl gerne als Basis für asiatisch-anmutende Gerichte ein. Oder ich nehme das mit Dill versetzte Öl um Salate zu verfeinern.

erkäufer mit Herz und Seele seit 20 Jahren. Er ist schon immer dabei und lebt seine Berufung in der alten Mühle. © diekremserin on the go
Verkäufer mit Herz und Seele seit 20 Jahren. Er ist schon immer dabei und lebt seine Berufung in der alten Mühle. © diekremserin on the go
Sammelsurium an wichtigen Begleitern für das Pressen von Öl im Museum © diekremserin on the go
Sammelsurium an wichtigen Begleitern für das Pressen von Öl im Museum © diekremserin on the go

Zu besichtigen ist das Museum zu folgenden Öffnungszeiten in Heimschuh: 

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