Die Vorbereitungen für die Schneebergbesteigung laufen auf Hochtouren. Nachdem ich es auf die Hohe Wand nicht zum gewünschten Zeitpunkt geschafft habe - Nachholbedarf! - steht nun der Schneeberg an. In meiner Heimat, am Wagram, sieht man bei gutem Wetter bis dorthin. Diesen Gupf, wie wir ihn lieblich nennen. Mit einem Jahr erklomm ich ihn zum ersten Mal. Mit meinem Opa. Der mich in der Bahn mitnahm und umsorgte. Und meine Eltern kletterten die steilen Pfade nach oben.
Diesmal? Ich bleibe beim gemütlichen Teil. Die Schneebergbahn.
Hier macht Rausschauen noch Spaß. Denn der Salamander, wie die Bahn im gelb-grünen Kleid, umgangssprachlich genannt wird, betrieben von NÖVOG, die auch für die Wachaubahn und die Mariazellerbahn zuständg ist, schlängelt sich nach oben. Im Sitzen und im Staunen werde ich hier das Paradies Schneeberg genießen. Die Fahrt nach oben bringt einiges an Kosten mit sich, die sich aber auszahlen, denn nur eine Strecke Wanderung würden dich mehr als doppelt so viel Zeit kosten. Da lebt sich's doch besser mit etwas Gemütlichkeit...
Auch der Kaiser liebte die Bahn übrigens. Am 18. Juni 1902 fährt Kaiser Franz Joseph I. mit der Schneebergbahn und besucht das Elisabeth Kircherl am Gipfel. Siehst du noch Spuren der kaiserlichen Besuche? Tafeln, Inschriften, Statuen...?
Buchten bei Baumgartner. Das muss laut Webseite sein. Ich lasse mich überraschen, denn ich liebe die süße Germteigspeise am liebsten mit frischer Vanillesauce und Marillenmarmeladenfülle.
Maissau am Manhartsberg, an der Grenze zweier niederösterreichischer Viertel (dem Wein- und Waldviertel) war für mich lange Zeit ein weißer Fleck auf der Landkarte. Aber mit dem Fund des Amethyst und danach dem Aufbau der grandiosen Amethystwelt, die zu den Top Ausflugszielen Niederösterreich gehört, ist der Ort (mit einer MEGA Konditorei) nicht mehr von der Ausflugszielkarte wegzudenken.
Den Besuch in der Amethystwelt Maissau kannst du ganz einfach in einen Wochenendtrip verwandeln. In nur wenigen Autominuten entfernt liegt der Heldenberg, wo Geschichte und Natur ineinanderfließen. Mein gemütlicher Reisevorschlag sieht folgendes vor:
Anreise mit Unterkunft in Gars am Kamp, der Bauernmarkt am Samstag dort ist wirklich ein Traum.
Besuch von Stift Altenburg und die wunderschönen Gärten Vielleicht mach Sophie sogar eine Führung durch die barocke Pracht. Mittagessen kannst du dort im Restaurant, basic, aber gut. Für diesen Vorschlag gibt's sogar ein wunderbar geschnürtes Paket.
Weiterfahrt in die Amethystwelt Maissau. Unbedingt vorher checken ob eine Familienführung, Schatzgraben oder eine Sonderveranstaltung stattfindet. Besonders schön ist die Diamantennacht, die heuer am 7. Juli begeistert hat. Die Sonderausstellung Fancy Diamonds bietet sich an, den Beruf des Diamantenschleifers doch noch in Erwägung zu ziehen (Seitenhieb auf meinen Papa, dessen Traumberuf dies wohl immer bleiben wird...). Tipp: unbedingt am Traumplatz verweilen und die Stille genießen.
Ein Highlight am Abend ist der Ausblick der weinbeisserei ins Kamptal. Vom Plateau zwischen Weingärten und Sitzplätzen auf der Terrasse ist an klaren Tagen traumhaftes Fernsehen möglich. Neben dem Essen. Und Trinken. Matthias Hager tischt wahnsinnig intensive Qualität auf. Naturmaterialien, Regionalität, Bio-Produkte, Naturwein. Herz, erfreu dich dran!
Nach dem gelungenen Tag ins Bettchen. Denn du wirst merken, hier kommst du runter. Kein Mucks. Hier sagen sich Hase und Fuchs Gute Nacht, und sie flüstern.
Tag 2 Parkspaziergänger und Weinverkosterinnen
Nach dem Frühstück in Gars am Kamp Abfahrt zum Heldenberg.
Du fragst dich vielleicht: Was gibt's dort eigentlich zu sehen?
Ich habe einen meiner ersten Volksschulausflüge dorthin in Erinnerung. Am Heldenberg, der seinen Namen natürlich nicht umsonst trägt ist die letzte Ruhestätte zweier k.u.k. Kriegsherren, die dort ein Denkmal erhalten haben. Herr Radetzky ist landesweit für den Marsch bekannt. Herrn Wimpffen musste ich erstmal googeln. Maximilian von hat ein durchaus langes Leben hinter sich und stirbt 1854 in Wien, wird aber in Niederösterreich begraben. Wo ihm wenig später der zweite im Bunde folgt. Die Grabstätte ist wirklich sehenswert, weil gut instand gehalten und sehr spannend welchen Stellenwert ein Feldmarschall in der Österreich-ungarischen Monarchie hatte. Die Verherrlichung von erfolgreichen Kämpfern und Strategen wird hier par excellence auch mit den Büsten im Park betrieben. Dennoch: Geschichte findet statt und ist begehbar. 2005 fand am Heldenberg die Niederösterreichische Landesausstellung statt, die sich auf jene Zeitreise begeben hat. Fragen, wie diese wurden gestellt: Wer ist eigentlich ein Held und was tun Helden heute so? Wie hat sich das Bild des Helden und der Heldin verändert? Gab es früher schon Heldinnen? Ich denke sofort an Jeanne d'Arc von Orléans und gleichzeitig frage ich mich, wieso das Heldentum noch immer intuitiv mit Krieg in Verbindung steht... Antworten, jemand, bitte?
Pferde, Pferde, Pferde. Und zwar die royal-eleganten Schimmel des Lippizaner-Geschlechts. Die sind dort zum Training und Muskelaufbau untergebracht. Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen zuzusehen wie die weißen Pferde dressiert werden. In der Sommerfrische sind sie dort anzutreffen um sich auch auszurasten und vielleicht für die eine oder andere Streicheleinheit?
Nach einem Spaziergang im Englischen Garten, der sehr liebevoll bis 2005 von der Verwahrlosung gerettet wurde und zum Lustwandeln einlädt, kann der angebrochene Tag mit einer Weinverkostung im Kamptal abgeschlossen werden. Eventuell auch mit einem Besuch im Gasthaus Haag in Haitzendorf.
Ich habe mich für den Naturpark Hohe Wand entschieden. Es waren mehrere Wanderausflugsziele der TOP Ausflugsziele Niederösterreichs zur Auswahl. Zur Gemeindealpe geht's gemeinsam mit Angelika von wiederunterwegs.com und Gudrun, der Reisebloggerin.
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Ist es zu glauben, dass ich es noch nicht persönlich hingeschafft habe, trotz diesem Argument: 40 Minuten von der Stadtgrenze Wiens entfernt liegt das Hochplateau des Naturparks Hohe Wand. Ich wohne quasi in Gehnähe. Ich kann mit öffentlichen Verkehrsmittel direkt aus Wien anreisen. Unglaublich.
Fünf Dinge, die ich machen werde, sobald ich die Hohe Wand erklimme:
1. Lamas und Alpakas.
Sie sind dort. Du kannst sie angreifen. Sie können dich anspucken. Herz, was willst du mehr? Außerdem lernst du bei einer Exklusivführung jeden ersten Sonntag im Monat die handzahmen Tiere kennen...
Unmengen an Wanderwegen bietet das Hochplateau der Hohen Wand. Zum Beispiel hier zu sehen. Ums ernst zu nehmen: drei an der Zahl. Zwei davon sind 10km und einer 8km lang. Vorbei kommst du an Labstationen, an herrlichen Ausblicken ins Land hinein, an waldigen Abschnitten und Wiesen. Ein paar Klettersteige fordern die Mutigen unter euch... ;)
Dazu brauche ich doch eher nichts sagen,... genug gesehen, oder?
4. Speisen wie Kaiser.
In der Turmsteighütte der Familie Müllner, die immer Samstag, Sonn- und Feiertage geöffnet ist. Also genau richtig. Dort hätte ich gerne Grammelknödel oder ein gutes Gulasch. Eventuell einen Kaiserschmarren? Erinnerst dich an meine Wanderung in den Ötschergräben letztes Jahr?
5. Wachse über dich hinaus.
Egal ob als Paraglider oder Fallschirmspringer, ob auf der Aussichtsplattform oder in der Wand. Versuch etwas neues, auf der Hohen Wand ist es möglich. Und zwar für die ganze Familie.
Die Kellergeister der Winzer Krems begleiten Besucherinnen und Besucher mit ihren Geschichten durch den traditionellen Keller bis hin zur heutigen Produktionsstätte, in der tagtäglich Flaschen abgefüllt werden. Das Unternehmen der Winzer Krems ist eine Genossenschaft und hat sich die Vermittlung des Vorgangs der Traubenverarbeitung und Keltern des vergorenen Safts zum Vorsatz genommen. Mit vielen Details und schönen Erzählungen schaffen sie dies auch.
In acht Stationen bringt dir das Weinerlebnis mit viel Emotion näher, welche Weine hier gemacht werden und mit welcher Liebe gearbeitet wird. Besonders die Umsetzung auf sehr kreative und verständliche Art und Weise überzeugt mich. Wir schreiten über die Riedenkarte des Kremstals, schauen uns Landkarten an und lernen die Riedennamen kennen, auf denen die Weinstöcke stehen. Momentan ist Zeit des Traubenwachstums, damit viele kleine Perlen in Trauben zusammen hängen und im Herbst geerntet werden können.
Die Kunst kommt nicht zu kurz, denn Georgia Kreimer hat mit ihrer Videoinstallation den Kellergang in ein spannendes Erlebnis zwischen Sozialraum und virtuellem Raum verwandelt. Wie begegnen wir einander? Was lassen die Hände schließen? Wie viel Nähe geben Finger und Hände vor?
Hoch hinaus im Garten der Gärten
Wenn du deinen richtigen Garten suchst oder einfach mal ausspannen möchtest, ist der Weg nach Tulln bestimmt der richtige. Von den Winzern Krems weg, donauabwärts den Radweg entlang, erreichst du Tulln in 42 km.
DieGarten TULLN wurde als große Gartenschau vor ca. einem Jahrzehnt angelegt und bereichert Niederösterreich - auch als TOP Ausflugsziel - seitdem. In der Mission der riesengroßen Gartenanlage stehen Umweltmanagement, Nachhaltigkeit und Ökologie im Vordergrund. Zusätzlich
Drei Kernkriterien bilden im Naturgarten die Grundlage:
Verzicht auf Pestizide („Gifte”)
Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger („Kunstdünger”)
Verzicht auf Torf
Neben diesen sehr vorbildlichen Kriterien eine Gartenschau Instande zu halten, ist der Baumwipfelweg mein Favorit. Uber 700m Geländer kommst du über die Baumwipfel des Gartens hinaus und überblickst das ganze Areal.
Ja, dann wäre da auch noch die Kunst im Garten, von Nils Norman, Klaus Weber, Ines Doujak, Emese Benczúr und Dan Perjovschi.
Die nächste Veranstaltung, die ich sehr spannend finde ist die Kombination zwischen Musik, Garten und dem Vollmond. Mit Swing und dem richtigen Eckchen im Garten macht dies bestimmt viel, viel Spaß!
Das Fahrrad am besten stehen lassen und gemütlich mit dem Zug weiterreisen. Oder gar in Tulln übernachten...
Den optimalen Ausflug aus Wien z.B. plane ich am liebsten mit den TOP Ausflugszielen, wo ich versuche Unterkunft, Wein, Erlebnis und Natur miteinander zu verbinden. Dass hierbei kurze Fahrzeiten im Vordergrund stehen, ist klar. Sogar mit dem Rad könntest du die Tour Weinerlebniswelt Loisium in Langenlois und die Kittenberger Erlebnisgärten in Schiltern verbinden.
Alles für die Familie in der Loisium Weinerlebniswelt: Von Familien wird die Kellerwelt geliebt. Mit einer Führung startet die Reise der Weinperle durch den Keller bis in die Flasche. Was da alles passiert! Am 24. und 25. Juni kannst du dieses Spektakel beim großen Sommer-Familienfest erleben.
Groß und Klein sind ganz begeistert von dem Erlebnis rund um den Wein...
Alles für Pärchen: Von Pärchen ist das Package mit Übernachtung im Loisium Spa sicher ein Highlight - ich selbst habe den Wellnessbereich und den schieren Überfluss an Frühstücksangebot schon genossen. Die Weinverkostung von Kamptaler und Kremstaler Tropfen ist da das spektakuläre Tüpfelchen auf dem i, am besten draußen auf der Terrasse zu genießen.
Alles für Networker: Ein Fixpunkt im Jahr ist die After-Work-Veranstaltung mit Heurigenjause (neuinterpretiert) und schönem Rahmenprogramm. Hier kann vernetzt und gefeiert werden: die Loisium Lounge bietet einen wirklich guten Rahmen dafür. Triff doch deinen nächsten Lieblingswinzer und kommt ins Gespräch...
Alles für Freundinnen: Oder aber du kommst mit deinen Freundinnen und lässt es dir gut gehen - auch schon probiert -, unternimmst eine kleine Wanderung auf die Weinhügel rundum und genießt danach ein Achtel Grüner Veltliner bevor du in der gut sortierten Vinothek auch noch einkaufst...
Retreat: Wein und Unterkunft Repeat: Gute Gesellschaft mit Erlebnis.
Überzeugt? In der Loisium Weinwelt ist für jeden was drin.
Der nächste Stop, nach einem ausgiebigen Frühstück im Loisium, ist Schiltern, wo neben der Arche Noah auch noch andere schöne Dinge zu entdecken sind, wie zum Beispiel die Kittenberger Erlebnisgärten. Jede Jahreszeit bietet ihre Eigenheiten und was mich so fasziniert ist, dass der Wechsel von Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter hier so anschaulich verfolgt werden kann. Mit Charme und Witz, mit Humor und mit viel Bedacht arbeiten die Gärtnerinnen und Gärtner an Programm für Groß und Klein. Geschichten und viele Details verraten, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr viel konzipieren, dem Gras wortwörtlich beim Wachsen zusehen um wieder neue Erlebnisse zu erfinden und einzupflanzen.
Der Sommer bringt ganz herrliche Farben - wie jede andere Jahreszeit ihre eigenen Farbtöne mit sich bringt:
Rosa und lila Rosen- und Lavendelmeer
Blau-grüne Schwimmteiche, Naturpools und Minibiotope
Familienrutsche am Abenteuerplatz
Alpakas und Ponys im Bauerngarten
Wenn das Frühstück im Loisium nicht gereicht hat, kannst du auch hier noch Nachschub holen!
Zum erfolgreichen Abschluss des Gartentages solltest du im Kofferraum noch etwas Platz gelassen haben: Balkonpflanzen, Naschgarten, Gartendekor, neue Pflanzen für den Vorgarten: alles gibt's hier zu kaufen und sofort mitzunehmen. Vor allem hast du Spezialisten und Expertinnen vor Ort, die dir auch zur richtigen Bearbeitung Tips mitgeben.
Täglich blicke ich auf die Klosteranlage am Göttweiger, täglich gehe ich am Göttweigerhof vorbei, der in Stein liegt. In Krems und Umgebung ist das Benediktinerstift Göttweig omnipräsent. Dennoch ist es nur eine Miniversion von dem, was es hätte werden sollen. Auch damals, im 18. Jahrhundert - trotz stetiger Bautätigkeit - war Geldknappheit mit Abwurfpaketen in Zusammenhang zu bringen. Aber Paul Troger, von Stift Altenburg bereits bekannt, wurde auch in Göttweig beauftragt sein bekanntes Blau an die Decke zu werfen, sogar für die Kaiserstiege, die besonders prachtvoll ausgefallen ist.
Der größte Teil der Gebäude wurde nach dem Brand von 1718 errichtet und hat im Grundriss nach dem Vorbild des Escorial die Form eines Gitterrostes. Von den vier geplanten Ecktürmen des Idealplans wurden nur drei ausgeführt: der Sebastianiturm im Nordwesten, der Frauenturm im Nordosten und der Altmanniturm im Südosten. In der Hauptachse (Ost-West-Achse) liegen die Stiftskirche, der Kapitelsaal (heute Chorkapelle) und die Bibliothek; der westlich vorgelagerte Festsaal wurde zwar geplant, aber nicht ausgeführt. Im Osttrakt befinden sich die meisten Mönchszellen. Einen großen Teil des Nordtraktes bis hin zur Kaiserstiege nehmen das Museum im Kaisertrakt sowie das Archiv und die beiden Refektorien ein. Im Südtrakt sind die Verwaltung und das Jugendhaus untergebracht. Das Vorgebäude im Westen dient als Exerzitienhaus. Nicht auf den Plan Hildebrandts gehen die älteren Bauteile im Südwesten der Stiftsanlage zurück: die „Burg“ und die Erentrudiskapelle sowie die dahinter liegenden erst 1911 errichteten Wirtschaftsgebäude. Quelle
Egal ob vom Rad, Schiff oder zu Fuß unterwegs, Göttweig blickt stets auf uns herunter. Als ich zum ersten Mal auf der Terrasse, bei Sonnenuntergang an einem herrlichen Sommertag, stand, wusste ich, wieso dieses Plätzchen zum Bau gewählt wurde. Rund um den Hügel, der als heutiges Hochplateau offenbar Ufer des Urmeers war, liegt noch der Dunkelsteinerwald. Von Furth, der nächsten Ortschaft kannst du in wenigen Stunden direkt am Stiftsplatz ankommen, eventuell einen Kaffee genießen und eine Tour durch das Museum machen. Die Göttweiger Mönche (Benediktiner) brillieren mit modernen Zugängen und haben mit Pater Clemens sogar einen Tourismusspezialisten, der auf so manchen Messen anzutreffen ist. Auch mit ihrem Blog geben sie sich äußerst progressiv und versuchen mit den Menschen Kontakt aufzunehmen. Eine herrliche Möglichkeit das Kloster in seiner "Nebentätigkeit" als Wissenschaftslabor kennenzulernen, ist die Graphische Sammlung, die auch online zugänglich ist. Oh, und da wäre noch die Ansage das Leben im Kloster am eigenen Leib auszuprobieren: Zu Gast im Kloster!
Zum Lernen ins Kloster: Stift Melk
Das zweite Kloster im Bunde, das gemeinsam mit Göttweig die Außenflanken der Weltkulturerbelandschaft mit dem Stadtkern von Krems, ausmacht, ist Stift Melk. Melk und ich sind seit meiner Kindheit eng verbunden, denn in den Siftshöfen, in den Gärten und in den leeren Gängen des Konvikts verbrachte ich einige Sommer. Dort entdeckte ich geheimnisvolle, stille Höfe, erlebte die Sonnenfinsternis, fühlte erstmals wie kalt Marmor im Sommer bleiben kann und lauschte den Gesängen in der prunkvollen Stiftskirche, die von Gold nur so strotzt. Im Studium traf ich dann wieder auf die Stiftskirche, mit der ich mich intensiv beschäftigte (ich mache gerne einen kleinen Rundgang,...) und besichtigte Neu- und Zubauten rund um den Stiftskomplex. Jakob Prandtauer, der für den Bau der Benediktiner zuständig war, legte auch einen eigenen Kaisertrakt (siehe Kaiserstiege in Göttweig) an. Eine riesengroße, allumfassende Bibliothek mit Zwischenstock und Freskierung des Kaiserlichen Haus- und Hofkünstlers Bergl (auch im Sommerrefektorium und in Schönbrunn tätig) diente zur Wissenssammlung und als Ort des Durchschreitens und Nachdenkens. Ach, und mit einem Tafelbild von Lucas Cranach d. J. wird der rote Salon eingeläutet. Imperial!
Beim Rundgang durch die prächtigen, hohen Räume, durch die Gänge, die tagsüber und außerhalb der Ferien mit Schülern gefüllt sind, fühle ich mich stets wohl aufgenommen und aufgehoben. Fast wie Zuhause.
Eine schöne Neuerung in der Nordbastei hebe ich als Kunstvermittlerin, die gerne mit Schulprojekten kooperiert hervor: Hier werden Ausstellungen von Schülern und Schülerinnen des Stiftsgymnasiums, den Museumsmachern, gestaltet. Momentan ist "Das Farbstift" zu sehen. Außerdem blickst du von der Aussichtsterrasse der Nordbastei direkt über die Stadt Melk, in den Stiftsgarten und noch viel weiter übers Land.
Es lohnt sich die beiden Stifte mit der UNESCO Kulturlandschaft Wachau dazwischen zu besuchen. Gerne am Rad und in Kombination mit dem Schiff. Oder auch über den niederösterreichischen Jakobsweg zu Fuß. Ja, es lohnt sich!
Inmitten von Natur und Geschichte verliere ich mein Herz an die Tiere
St. Pölten ist das politische, geschichtliche und naturwissenschaftliche Zentrum von Niederösterreich. Das Top-Ausflugsziel Museum spielt hierbei eine große, wenngleich spielerische Rolle. Ausprobieren kann Groß wie Klein im Museum Niederösterreich vieles: vom Fische sezieren über die Fütterung bis hin zum Kennenlernen der Pflanzenwelt der niederösterreichischen Alpen. Strömen unter der Woche Schulgruppen ins Haus, erwarten die Natur- und KulturvermittlerInnen am Wochenende vorwiegend wissbegierige Familien.
Die Museumstour „Gewaltig! Extreme Naturereignisse“ hält was sie verspricht. Habe ich nicht auch Angst vor dem nächsten Gewitter, das bestimmt kommen wird? Ja, klar! Wie genau funktioniert das denn mit Blitz und Donner? Wie viele Sekunden waren hier nochmal dazwischen? 21, 22, 23, 24,… auf kurzweilige Weise klären die Ausstellungen im Museum nicht nur gängiges Halbwissen, sondern fordern auch zur Rallye durch die familienfreundliche Einrichtung.
Ich bin ja keine Tierfreundin. Ich weiß auch, dass das nicht gern gehört wird. Vielleicht liegt das auch eher an meiner unbegrabenen Fede mit dem Schulfach Biologie. Leider keine Liebesgeschichte. Aber hier im Museum finde ich plötzlich alles ganz spannend und wissenswert. Möglich, dass ich meine Liebe zur Naturgeschichte noch finde…
Wenn schon in St. Pölten unterwegs, möchte ich auch gutes Essen genießen, da gibt’s glücklicherweise mehrere Möglichkeiten:
Kunst, Kunst, Kunst und ein großes, kleines Haus für Karikatur
Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems und Forum Frohner, home sweet home für mich
Dort wo die Baustellen klaffen, dort ist die Kunst zuhause. Ist das zu polemisch? Nun ja, Kunst reißt bekanntlich Wunden auf, provoziert und prangert an. Das passiert momentan am Minoritenplatz 4, im Forum Frohner, dem kleinsten, aber oho-Ausstellungshaus der drei bestehenden Institutionen, die zur Kunstmeile Krems gehören.
Auf dem Weg zu den anderen beiden Häusern der Kunstmeile Krems, die gerade um das Stammhaus der Landessammlungen Niederösterreich erweitert wird, ist also die Baustelle voll im Gange. Aber dahinter verbirgt sich Magisches. Beim im letzten Jahr verstorbenen Manfred Deix entzückt nebst Audioguide (hier zum Smartphone-Download) natürlich die Brisanz der Themen. Hier wird Provokation nach wie vor hochgeschrieben. Gut zu wissen ist, dass das Karikaturmuseum Krems jeden ersten Sonntag im Monat ein Familienpaket anbietet: Führung durchs Haus mit Rätselraten und Entdeckungsreise der lachenden Fassade… Offenbarungen indoor sind vorprogrammiert. Seid gespannt!
Last but not least, vor allem auf meiner persönlichen Lieblingsliste, weil zeitgenössische Kunst: die Kunsthalle Krems. Ab 1. Juli 2017 streckt sich die Kunsthalle weiter hin zur Altstadt von Krems aus und darf die Ausstellungen in der Dominikanerkirche mitbestimmen. Dort trumpft der französische Künstler Sébastien de Ganay mit wunderbaren, Raum und Zeit verbindenden Installationen auf: große Wachskerzen in Form der Kirche und neue Fließen für den Boden - mehr will ich aber gar nicht verraten.
Am ca. 1,8km langen Weg zur Kunsthalle kann vieles entdeckt werden - zum Beispiel Kunst im öffentlichen Raum - außerdem bietet die Schillerstraße einen optimalen Flanier-Weg zur Kunsthalle, gesäumt von Bäumen. Oder aber du nimmst das Rad, da ist die abstrakte Kunst, die ab Sommer die Hallen belebt, schneller erreichbar. Und eventuell geht’s danach zum Schwedenheurigen in Stein (Heuriger Stagard). Ein weiterer, etwas entfernterer Tipp sind die Köstlichkeiten im Café Maria in Mautern. Dort sind die besten Schaumrollen in Produktion.
Seit meiner Kindheit besteht eine innige Verbindung zu Klöstern und ihren meist barocken Erscheinungsbildern. Ich erinnere mich dunkel an grandioses Eis mit noch grandioserem Ausblick über das Donautal in Göttweig, dem Benediktinerstift, das mir am nächsten ist. Täglich blicke ich aus meinem Bürofenster auf die wie eine Festung wirkenden Klostergemäuer. Eine andere Erinnerung bringt mich in mei sieben jähriges Ich zurück, das durch die Hallen des Melker Stiftsgymnasiums - allerdings im Sommer - fegt. Oder wie war das während meines Studiums als ich mich auf barocke Wandmalereien fokussierte und zwischen Altenburg und Melk alle Paul Troger (und Schüler) Fresken auswendig lernte?
Diese Verbindungen bestehen rein aus weltlichen Gründen und zufälligen Begebenheiten. Das klerikale, also Geistliche, schwingt in den Klöstern allein durch den kirchlichen Bau, den Nutzflächen für Gläubige und Gebetshallen sowie den bildlichen Erzählungen an den Wänden mit. Ein bisschen Geruch nach Weihrauch hie und da, Glockenläuten und der Geist der Vergangenheit, der alle Klöster begleitet. Deshalb finde ich es umso bemerkenswerter, dass sich die Klöster - große Unternehmen im Tourismus und TOP Ausflugsziele - in die Gegenwart katapultieren. Durch Ausstellungen, Programm für die ganze Familie und ohne missionarischen Auftrag. Auf meiner Tour durch die Stifte Geras, Altenburg, Göttweig und Melk möchte ich jeweils die speziellen, sehr aufregenden Angebote ansprechen. Heute verschlägt es mich ins Waldviertel! Folge mir am Sonntag, 9. April auf meiner Snap- und Instagram-Story (@lucietae).
Um ehrlich zu sein kannte ich Geras bis dato nur vom Hören Sagen. Ehrlich! Bekannte schwärmen mir vom stillen Stiftsgarten vor, von den Möglichkeiten zu fasten - ob nun körperlich oder geistig - und von den Rückzugsorten zur Kontemplation. Umweltbewusstsein und der Kontakt mit der Natur, dem Wald, werden in Geras unterstrichen. In der Wild- und Waldschule bringen Naturführer ihren SchülerInnen vom Kleinkind bis zum Greis den Umgang mit unserer der Lebenswelt Natur näher. Aber auch die Kreativität im Kloster soll nicht zu kurz kommen...
Stift Geras vor dem großen Brand
KREATIVURLAUB!
„In der Malerei muss man die Orte des täglichen Lebens verlassen, man schafft zuletzt den Einstieg ins neue Werk nur dann auf Dauer, wenn man die Fähigkeit in sich trägt, die Zeit zu schlachten. Zeigen wir den Mut, die Schöpfung in Zukunft in Frage zu stellen, ein duftender Blumenstrauß, ein Glas Glück wird unsere Maßlosigkeit belohnen... Wir wollen alles in Frage stellen und nur den Türgriff zu unserer Ewigkeit finden, Bezauberung heißt jetzt die Klarsicht zu diesem Licht.“
Attersee, November 2016
Die akademie.GERAS lädt ein sich geistig fallen zu lassen: in Kreativität, in den Austausch mit der Gruppe und neue Talente in sich zu finden. Christian L. Attersee leitet hier zum Beispiel einen einjährigen Malereikurs. Bis hin zum Möbel Restaurieren ist hier vieles in der Handwerklich-künstlerischen Praxis möglich. Die Ateliers sind direkt im Stift Geras, in mitten den alten Gemäuern, die Ruhe und vor allem Kraft tanken lassen.
Anmeldung bis drei Wochen vor den Seminaren möglich.
KINDERSONNTAG!
So umfangreich ist das Areal von Stift Altenburg!
Unterwegs mit den Künstlern ist eine wunderbare Möglichkeit das Stift mit Kindern zu erkunden. Gemeinsam mit Sophie und anderen Kunstvermittlerinnen werden die Erkundungen in einem Reisetagebuch festgehalten - jeder und jede drückt sich auf seine Art aus, kann Dinge sammeln, malerisch oder zeichnerisch festhalten oder gar einen Text über die Ereignisse schreiben...
25. Juni 2017 - 14:00 Uhr
Führung mit Kreativteil für Kinder von 6-12
Eintritt frei, Materialkostenbeitrag 5 €
Anmeldung erforderlich per Mail
Hier kommt der Link zu meinen Live-Stories!
Dieser Beitrag wurde von TOP Ausflugsziele Niederösterreich in Auftrag gegeben und gesponsert.
Gemeinsam mit Gudrun von reisebloggerin.at und Angelika von wiederunterwegs.com übernehme ich für die Ausflugssaison 2017 die Onlineaktivitäten der TOP-Ausflugsziele Niederösterreich. 49 an der Zahl gibts hiervon und geteilt durch drei bleibt eins übrig. Dort fahren wir gemeinsam hin. Die anderen sehe ich mir allein oder in Begleitung an.
In Vorbereitung sind verschiedene Routen, die ich jeweils Live mit Social Media begleite. Manche davon sind in einem Wochenende wunderbar abzufahren und zu entdecken. Der Fokus meiner Erlebnisreise Niederösterreich liegt auf dem Kunst- und Kulturgenuss, natürlich in Kombination mit der Natur und
Zu guter Letzt kommt dann noch der gemeinsame Ausflug. Zum Überraschungsausflugsziel. In den nächsten Monaten erscheinen regelmäßig Posts zu den einzelnen Ausflugszielen mit dem Hashtag #TopAusflug2017.