wanderlust = n, [won-der-luhst], a strong innate desire to rove or travel about

12.01.2014

Friedensbringer

das IRONIMUS-Kabinett setzt auf Vögel

die "Friedenstaube" in der Karikatur


Warum gerade die Taube ein Zeichen des Friedens ist, kann ich nicht in Kürze klären. Schließlich geht das Friedenssymbol auf biblische Texte zurück - als Symbol für das Herabkommen des Hl. Geists (siehe Pfingstfest). Aber viel bekannter ist die Taube aus der Geschichte rund um Noah aus dem Alten Testament, der die Taube dreimal ausschickt um Land zu finden - und sie bringt letztendlich einen Zweig eines Olivenbaums zurück. Land in Flugweite, also.
Hier fungiert die Taube als Zeichen der Hoffnung. Wir kennen das Gefieder auch als Zeichen der Liebe: auf Hochzeiten werden weiße Tauben in den Himmel entsandt. 

© ars mundi/ Pablo Picasso
"Blaue Taube", 1961
Zum Friedenssymbol wurde sie in jüngster Vergangenheit mit Hilfe von Zeichnungen von Pablo Picasso. Ein französischer Schriftsteller beauftragte seinen Freund Picasso für ein Plakat zum ersten Kongress der Weltfriedensbewegung in Paris (1949). Entstanden ist die für uns populärste Zeichnung der Taube. Ich kenn sie aus einigen Wohnzimmern, in denen ein Druck des spanischen Malers hängt. 

Das Karikaturmuseum eröffnet am 25. Jänner die neue Ausstellung im IRONIMUS-Kabinett des Erdgeschosses: "Zeichnen für den Frieden. Die Friedenstaube in der Karikatur." Gedacht wird dem 100-jährigen Jubiläum des Ausbruchs des 1. Weltkriegs. Immerhin haben wir Österreicher_innen es geschafft, seit 70 Jahren in Frieden zu leben und die Neutralität zu bewahren. 

Das Kabinett, das nach Gustav Peichl/IRONIMUS, benannt ist, der u.a. für die Architektur des
© Bernd Ertl 2014
Bernd Ertl, "Bullets over dove" 2013,
Landessammlungen Niederösterreich
Karikaturmuseums federführende Skizzen lieferte, widmet sich der politischen Karikatur. Mit der Friedenstaube beschäftigten sich Zeichner wie Petar Pismestrovic oder Bernd Ertl, die den Vogel als Hauptakteur in ihren kritischen Karikaturen auftreten lassen. 
Zum Beispiel als kükenhaften Blauhelm in "Bullets over dove" oder zwischen den Fronten, als Ölzweig haltenden Akrobaten, der versucht die beiden Gegner voneinander fern zu halten. 

Obwohl das IRONIMUS-Kabinett nur ein kleiner Raum ist, gehen die Ausstellungen in die Tiefe, sodass ich gerne lange Zeit vor  den Originalen verbringe. Die Beschäftigung mit politischer Karikatur, also der Überhöhung und kritische Betrachtung in zeichnerischen Form von aktuellen Vorkommnissen, stellt eine großartige Möglichkeit dar die eigenen Scheuklappen abzulegen, kritisch zu denken und auch über den, durchaus schwarzen, Humor der Zeichner_innen zu lachen. 

Zum Basteln kann ich nur animieren, denn Origami-Tauben sind einfach und schauen - genau wie die japanischen Kraniche - herrlich aus, wenn sie in Massen von der Decke baumeln. ;-)

Eröffnung von "Zeichnen für den Frieden. Die Friedenstaube in der Karikatur anlässlich 100 Jahre Erster Weltkrieg" & Podiumsdiskussion

25. Jänner 2014
11.00 - 13.00 Uhr
mit Gottfried Gusenbauer, Kurator und Direktor Karikaturmuseum Krems

Anmeldung bis 20. Jänner 2014 unter office@karikaturmuseum.at
oder 02732 / 90 80 20




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